Hamsun: „Segen der Erde“ 2 – Abbruch
Nun langt’s mir doch: Ich breche die Wieder-Lektüre nach etwa 200 Seiten angeödlandet ab. Das Opus wird etwa ab Beginn der zweiten Hälfte zusehens langatmiger und schwerfälliger, vor allem aber ölig, zeigefingerhaft, ätzend und penetrant. Alles Unheil der Welt hat sein Ursach darin, daß Frauen vom Dorf in die Stadt fahren, dort den Kopf verdreht bekommen und womöglich sogar lesen und schreiben lernen. Die Eindringlichkeit und Spannung der ersten hundert Seiten ist dahin, die dumpfe Blut-und-Boden-Ideologie liegt nun um so klarer zutage; das Werk wird absehbar, berechenbar, platt, rechts, jammerlappenhaft. Kein Wunder, daß mir aus der ersten Lektüre damals von der zweiten Hälfte nichts, aber auch gar nichts im Gedächtnis geblieben ist.
FAZ: „In eigener Sache: Neues Ressort ‚Lebensstil‘ bei FAZ.NET“
In eigener Sache: Neues Ressort „Lebensstil“ bei FAZ.NET – Lebensstil – FAZ
Die schönen Seiten des Lebens – darum dreht sich alles im neuen Ressort „Lebensstil“, mit dem FAZ.NET an diesem Montag online geht. Lifestyle und Luxus, Wellness und Gesundheit, Mode und Design, Essen und Trinken, Wohnen und Technik sind die Themen, die die User im neuen Ressort erwarten. Mit „Lebensstil“ erweitern wir unser Themenspektrum, das die Leser bereits aus den Printprodukten wie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung oder dem Frankfurter Allgemeine Magazin kennen und dort immer mehr nachfragen.
Hamsun: „Segen der Erde“ 1 – Erste Anmerkungen
Wiederlektüre nach sechzehn oder siebzehn Jahren. Zunächst einmal keine grundsätzlichen Erwägungen zu diesen ohne Zweifel sehr problematischen Werk und seinem Autoren – wenn’s (proto)faschistischer Schrott wäre, würde ich’s nicht lesen und hätte ich es auch damals schon nicht zu Ende gelesen. Einige Punkte aber fallen mir nach achtzig Seiten doch auf:
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Stobart: „Lexikon der Gewürze“ 2 – Raute in der Grappa-Klause
Unten der letzte Absatz aus dem Artikel über die Raute (Ruta graveolens). Ich finde ihn vor allem insofern bemerkenswert, als sich Stobart 1970 noch über den schauderhaften italienischen Abfall-Schnaps Grappa lustig macht – während ich als Kind der Generation X in meiner Jugend in den 80ern und frühen 90ern schon instruiert worden bin, Grappa unbedingt für eine besonders raffinierte mediterrane Köstlichkeit zu halten.
junge Welt: „Aufstand gegen Erdogan“
03.06.2013: Aufstand gegen Erdogan Tageszeitung junge Welt
Symbolisch für die Einheit gegen die Regierung ist ein Aufruf der sich ansonsten bis aufs Messer bekämpfenden Ultra-Gruppen der großen Istanbuler Fußballvereine Fenerbahce, Besiktas und Galatasaray, sich gemeinsam den Protesten anzuschließen.
Ja, es ist immer ein schlechtes Zeichen für die Regierenden, wenn sich die Fußball-Hooligans den Demonstranten anschließen.
FAZ (Technik): „Soziale Netzwerke: Google geheim“
Soziale Netzwerke: Google geheim – Technik & Motor – FAZ
Wie funktionieren soziale Netzwerke? Einer der wichtigsten Bausteine ist das Follower-Prinzip: Man folgt der Prominenz. Man lässt sich auf asymmetrische, einseitige Beziehungen ein.
Interessantes Thema, in dem Artikel aber leider nur mehr angerissen und kaum ausgeführt.
Es ist übrigens seit Jahren schon jedermann offensichtlich, daß Twitter und im Grunde auch alle anderen „sozialen Netzwerke“ – zumindest unterm Strich und in toto – eine zeitgemäße Form von Kriecherei, Anpasserei und Katzbuckelei sind.
Der typische Berliner Social-Media-Spasti – er kriecht gerne.
DLF: „Die Raumstation beobachten“
Die Raumstation beobachten | Sternzeit | Deutschlandfunk
Edit 8. Juni, 0:05 Uhr: Zurück aus der Leinemasch, ich habe mir das Ding gerade angeschaut – in der Tat ein prächtiger Anblick, wenn man Sinn für derlei hat.
Foreign Affairs: „The Banality of Merkel. Why Germans Are Shocked by Angela Merkel’s Communist Past“
The Banality of Merkel | Foreign Affairs
Der Artikel arbeitet sich an einem schwachsinnigen Buch aus dem Bildzeitungs-Umfeld ab, um damit „den Deutschen“ Ignoranz zu unterstellen – und zeigt damit doch nur seine eigene Ignoranz und US-amerikanische Beschränktheit.
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„Eine kleine Geschichte Indiens“ 4 – Wo es wieder einmal und erwartungsgemäß am allerschlimmsten ist
Tharoor lobt (einmal mehr) über viele Seiten den Hinduismus wegen seiner Toleranz, seines Pluralismus, seines Undogmatismus, wegen seiner Fähigkeit, sich zu akkulturieren und umgekehrt fremde Einflüsse sich zu inkulturieren, wegen seiner stolzen Ungeschlossenheit, Konfusion und Selbstwidersprüchlichkeit. Und er schmäht (einmal mehr) über viele Seiten den Hindu-Nationalismus („Hindutva“), weil dieser genau jenes ehrwürdige Erbe des Hinduismus verleugne. Und stellt dann fest:
150 Jahre – soll man mit „Bis a hundertzwanzich!“ gratulieren? Zu Winkler und Müller
Dankenswerterweise hat es Albrecht Müller von/auf den NachDenkSeiten unternommen, die gestern im SpOn unter dem Titel „Worauf die Sozialdemokraten stolz sein können“ veröffentlichten Klöpse von Heinrich August Winkler einer gründlichen Kritik aus ökonomischer Perspektive zu unterziehen. Halleluja, die NDS haben zurückgeschossen!
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Borowski und der brennende Mann
Tatort „Borowski und der brennende Mann“, NDR 2013, Klaus Borowski (Axel Milberg), Sarah Brandt (Sibel Kekilli)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Südschleswiger
Vom Anfang bis etwa zur Hälfte denkt man sich: „
Langweilig und öde. Platte Gruselstimmung und Undurchsichtigkeit ersetzen die vollends fehlende Spannung. Hat ja prächtig geklappt mit der Schwedenkrimi-Nachäffung. Und der rote Volvo paßt auch bestens dazu!“
„Eine kleine Geschichte Indiens“ 3 – über Identitäten
Im Kapitel 5 („Von Indern und anderen Minderheiten“) eine Betrachtung über die Identitätsebenen des Autors und seiner Landsleute. Mir scheint sie schon deshalb interessant, weil ich mir selbst gelegentlich Gedanken über meine eigenen Identitätsschichten mache (Zwischenergebnis) – und das in einer Weltgegend, in der sich derlei wohl doch einfacher gestaltet als in Indien. (Von kuriosen Internet-Gestalten, die ihre Identität auf ihre Nationalität reduzieren möchten, brauche ich hier nicht zu reden.)
Zu Syrien
Kurz hingehustet… Es nervt.
Seit vielen Monaten geht das nun schon so: Sobald der syrische Bürgerkrieg einmal ein bißchen aus den internationalen Medien verschwindet, kommt es zu einem Massaker, das angeblich von den Regierungstruppen begangen wurde – und bei dem sich hinterher herausstellt, daß es höchstwahrscheinlich die Rebellen waren.
„Eine kleine Geschichte Indiens“ 2 – zu Ferguson
Es paßt gerade wie die Faust aufs Auge… Wenn man in Indien damit klarkommt, daß es 36 wechselseitig unverständliche Sprachen, die jeweils von mehr als einer Million Nasen gesprochen werden, gibt (plus eine Unzahl von Dialekten) und daß der Regierungschef die „Nationalsprache“ nicht beherrscht – dann wird die EU gewiß auch die Tatsache überleben, daß man in ihr auf 23 Arten „Danke“ sagen kann. Bei allem Respekt vor Ferguson, der ein kluger Mann ist.



Vorherige Beiträge
Sehr betrüblich.
– bedenkenswerter Kommentar von Stephan Hebel.
Kein Rendezvous zwischen Falke und Möwe | Sternzeit | Deutschlandfunk
Ist es richtig, „ganz Israel“ für die Siedlungen zu sanktionieren? Ich weiß es wirklich nicht, ich bin mir nicht sicher.








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