Hinweise & Sonderempfehlungen
Ein Web-Log im Web-Blog
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Wikipedia: „Progressive Allianz“
Progressive Allianz – Wikipedia
Bis jetzt durfte man als SPD-Mitglied keiner anderen Partei angehören – mit Ausnahme der/anderer Mitgliedsparteien der Sozialistischen Internationale. Ob man nun auch den amerikanischen Demokraten oder der indischen Kongreßpartei beitreten darf?
Das Logo erinnert mich an meine Kindheit in den 70ern. Weil die „Spirographen“-Krickel, die man damals fabriziert hat, so ähnlich aussahen? Oder das ovale ARD-Logo damals? Oder doch irgendein Waschmittel?
Und trotz der stolzen Liste der angeblichen oder tatsächlichen Mitglieder ist die Veranstaltung wohl in der Tat kaum mehr als ein deutscher Spaltungs-Versuch. Übrigens wurde die SI nicht „1951 gegründet“, sondern wiedergegründet.
Das Interesse an der Gründungskonferenz in Leipzig war so gross, dass die Veranstalter den Versammlungsort wechseln mussten. Statt wie ursprünglich geplant im Ring Cafe traf man sich im größeren Stadtbad Leipzigs
Freitag, 24. Mai 2013, 16:05 | KurzlinkAusland, Hinweis, Inland | Progressive Allianz, SPD, Vorwärts (SPD-Zeitung) -
NachDenkSeiten: „Die Vorfeldtruppen der schwarz-gelben Koalition machen für den Wahlkampf mobil“
„Chancengerechtigkeit“ das ist eines der Lieblingstäuschungswörter der Neoliberalen geworden. Dieser Begriff hat eine sympathische Anmutung für jedermann, aber schaut man genauer hin, dann verbirgt er mehr, als dass er aufklärt. Mit diesem Täuschungswort kann man nämlich vordergründig Fortschrittlichkeit vortäuschen und dabei gleichzeitig über die bestehenden Verhältnisse hinwegtäuschen, indem man auf eine gerechtere Zukunft verweist. Die Konservativen haben erkannt, dass Bildung einen Fluchtweg aus allen gegenwärtigen Problemen bietet. Bildung wird als „Königsweg“ aus der Spaltung der Gesellschaft in oben und unten, aus der Arbeitslosigkeit, aus prekärer Beschäftigung, aus Armut und schon gar aus der bestehenden Gerechtigkeitslücke angepriesen.
„Chancengerechtigkeit“ durch Bildung hat den Vorteil, dass man Hoffnungen der Menschen für eine fernere Zukunft wecken kann, für deren Einlösung man nicht verantwortlich ist. Denn Bildung ist ein langandauernder Prozess von der Kindertagesstätte, über die Schule, bis zur Berufsausbildung oder bis zu einem Hochschulabschluss, ja bis hin zur beruflichen Weiterbildung. Und weil die Früchte von Bildung vom Einzelnen, wie von der Gesellschaft erst nach vielen Jahren geerntet werden können, sind bildungspolitische Appelle zumal aus dem konservativen Lager vor allem politische Ablenkungsmanöver vom wirtschafts- und sozialpolitischem Versagen gegenüber den Problemen der Gegenwart und von einer gescheiterten „Reform“-Politik.
Sehr richtig. (Von den Kommafehlern mal abgesehen.)
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taz beta
So richtig schauderhaft finde ich, daß die Gesichter der Autoren, die man ohnehin schon noch nie sehen wollte, nun auch noch krampfhaft auf dem Bildschirm gehalten werden (sollen).
(Und gerade taz-Autoren haben sehr oft / fast immer irgendwas Unangenehmes in ihren Gesichtern – man sieht diese clever-feisten, mittelmäßigen Grünen-Visagen einfach besonders ungern. „Personalisierung“ mit Gesichtern ist seit Jahren eine der fadesten und anbiederndsten Marketing-Maschen im Web, so ganz allgemein… Aber bei der taz schien es mir immer schon besonders ekelerregend. Und nun setzen sie noch einen drauf. Buah.)
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FAZ (Technik): „Facebook: Seniorenbook“
Facebook: Seniorenbook – Technik & Motor – FAZ
Die Jugend wendet sich von Facebook ab. Es wird ein Netz der Eltern und Alten. Wir Alten können es uns jetzt also richtig gemütlich machen, auf Facebook.
Witziger kleiner Kommentar – ohne gänzlich neue Erkenntnisse.
Und ich kann mit Facebook immer noch nichts anfangen und habe es mal wieder endgültig aufgegeben. Freunde habe ich keine, und eine Site, auf der ich mich bei jedem Reinschauen über irgendwas aufrege, brauche ich auch nicht.
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FR: „150 Jahre SPD: Die Last der Geschichte | Meinung“
150 Jahre SPD: Die Last der Geschichte | Meinung - Frankfurter Rundschau
In der weit zurückreichenden Vergangenheit war die SPD immer eine Partei des Fortschritts. Doch ein mitreißendes Zukunftsversprechen vermag sie derzeit nicht zu leisten.
Und ich erinnere mich an diesem denkwürdigen Tag an das Jahr 1976, in dem die SPD ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Und überlege, was ich mit meinem Parteibuch anstellen soll.
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Schuhkartons
Ich habe von Osterhammel gelernt, daß die in Europa oft belächelte Gewohnheit der Amerikaner, Häuser aus Holz und Pappe zu bauen, dem Bestreben geschuldet sei, möglichst jedem ein eigenes Haus möglich zu machen. Also billig zu bauen, Städte in Vorstädte aufzulösen – es gibt (vielleicht) irgendwo eine „Downtown“, aber es gibt kaum Stadtteile nach europäischem Verständnis. Die große Mehrzahl der Leute wohnt in Vorstädten in Holz- und Papp-Häusern.
Sehr lobenswert. Aber daß derlei in der Tornado-Zone gewisse naturbedingte Nachteile mit sich bringt, sehen wir heute wieder einmal.
Na, der Freie Markt wird’s schon richten – der baut bekanntlich auch feste Deiche um Großstädte, die im Einzugsbereich tropischer Wirbelstürme unter dem Meeresspiegel und an der Küste liegen.
Dienstag, 21. Mai 2013, 8:53 | KurzlinkAusland, Hinweis, Savoir vivre, Wirtschaft | Jürgen Osterhammel, Oklahoma, Osterhammel: Verwandlung, USA, Wetter -
Presseurop.eu (Gazeta Wyborcza): „Polen: Die Russen lieben Danzig“
Polen: Die Russen lieben Danzig | Presseurop.eu: Europäische Nachrichten, Cartoons und Presseschau
Recht interessanter Artikel – leider wie oft auf Presseurop.eu in unterirdischer deutscher Übersetzung:
„Sehr gute Einkäufe“, meint Tatjana Babak, die gerade aus dem Ikea-Haus gekommen ist und nun die prall gefüllten Einkaufstaschen in ihr Auto lädt.
Und ein selten gesehener Klops ist das hier: „Władimir“. Natürlich muß ein polnischer Autor das „harte l“ in einem russischen Namen mit „ł“ wiedergeben. Aber wenn der/die deutsche ÜbersetzerIn nicht schnallt, daß er/sie das nicht ins Deutsche rüberziehen darf, dann sollte er/sie seine prall gefüllten Tatendrangs-Drüsen wirklich besser nicht in einem Übersetzungs-Haus entleeren.
Dienstag, 21. Mai 2013, 7:22 | KurzlinkAusland, Hinweis, Sprache, Wirtschaft | Danzig, Königsberg, Ostpreußen, Polen, Rußland -
Presseurop.eu (La Repubblica): „Eurozone: Europa braucht einen Martin Luther“
Die EU wird zur verdorbenen Kirche, in der Deutschland mit dogmatischer Orthodoxie im Wirtschaftsbereich den Ton angibt. Die Politik muss durch ein protestantisches Schisma von der Basis aus die Kontrolle zurückerlangen, fordert Repubblica-Leitartiklerin Barbara Spinelli.
Dazu nicht ganz unzutreffend eine Leser-Bemerkung:
Ich wage zu behaupten, dass euer „Schisma” nicht so wie das von Luther sein sollte, sondern eher wie das von Thomas Müntzer. Die Funktionsweise des Euro nicht zu mögen, ist eine Sache, missverstandene Konzepte durcheinander zu würfeln, welche die Kluft noch weiter vertiefen, eine andere.
Wenn sogar ich besser verstanden habe, was Ordoliberalismus ist oder sein sollte als die „Leitartiklerin“ namens Barbara, die da etwas „fordert“, dann, nun ja… Dann sollte sie sich vielleicht zumindest einen anderen Aufhänger suchen als Luther.
Dienstag, 21. Mai 2013, 6:48 | KurzlinkAusland, Hinweis, Wirtschaft | Europa, Finanzkrise, Martin Luther, Ordoliberalismus -
DLF: „Beseelt vom Heiligen Geist – Der wachsende Einfluss der Pfingstbewegung“
Sehr gelungene, wohlrecherchierte Sendung, 20 Minuten. Schwerpunkt Brasilien und Kenia.
Erschreckend deutlich werden hier vor allem die Querverbindungen zwischen afrikanischem Hexenglauben und US-amerikanischem Neoliberalismus.
(Es hatte schon seinen Grund, daß Nolte den Marktradikalismus als den „letzten Fundamentalismus des Westens“ bezeichnet hat.)
Sonntag, 19. Mai 2013, 13:08 | KurzlinkAusland, Funk & Fernsehen, Hinweis, Religion | Auch als Audio(-Datei), Brasilien, Evangelikale, Kenia, Neoliberalismus, Pfingstler -
FAZ: „Jorge Videla gestorben: Der Ideologe des dreckigen Krieges“
Jorge Videla gestorben: Der Ideologe des dreckigen Krieges – Amerika – FAZ
Er war der Diktator eines der blutigsten Herrschaftssysteme des Westens. Schwangeren Gefangenen wurden die Säuglinge weggenommen, Tausende verschwanden spurlos. Bis zuletzt rechtfertigte Jorge Videla den Staatsterror in Argentinien. Nun ist er tot.
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Wikipedia: „Eisengallustinte“
Galläpfel plus Eisenvitriol. (Plus Wasser plus ein bißchen Gummi Arabicum.) Fast alles, was in unseren Archiven liegt, ist mit diesen beiden kuriosen Zutaten geschrieben worden – und zwar von der Spätantike bis ins frühe 20. Jahrhundert. Merkwürdige Vorstellung, stimmt aber. Ich wüßte übrigens nicht, jemals einen Gallapfel in natura gesehen zu haben…
Und ich habe fast ein Studium gebraucht, um zu verstehen, daß das, was wir als Kinder als „Tinte“ kennengelernt haben, eigentlich keine Tinte war, sondern sozusagen eine kindersichere Light-Version von Tinte – eben ab- und auswaschbar, wasserlöslich und durch chemische Zauberstifte zum Verschwinden zu bringen.
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Zeit (Online): „Ex-NPD-Kader Molau: ‚Ich bin unvermittelbar‘“
Sonnabend, 18. Mai 2013, 1:17 | KurzlinkHinweis, Inland, Sonderempfehlung | Andreas Molau, Exit, Faschismus, Niedersachsen, NPD, Wolfenbüttel -
Neues Deutschland (Blog): „Sie ist ja eigentlich ganz nett“
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Und die liebe Logik…
FAZ, Spon & Co. (respektive deren Werbehanseln) betteln mich an, mir etwas anzusehen, was ich erklärtermaßen und ganz offensichtlich nicht sehen will. Ist das gutes Marketing, ist das gute Werbung? Ist das „professionell“? (In Richtung von Leuten gefragt, die anscheinend die Rechtfertigung ihrer eigenen Existenz daraus schöpfen, sich selbst wieder und wieder zu bestätigen, sie seien „professionell“.) Oder nicht doch eher ein implizites Eingeständnis des eigenen Versagens?
Werbung, die aus quasi-moralischen Gründen („Qualitätsjournalismus“) darum bittet, nicht weggeworfen zu werden?
Also nicht: „Ha, wir machen jetzt so gute Werbung, daß sie sich jeder gerne anschaut, daß sie zumindest niemanden nervt!“ Sondern: „Wir machen penetrante Scheiß-Werbung und – machen dann einen auf moralisch, wenn die Leute sie nicht sehen wollen.“ Sehr „professionell“, ohne Zweifel…
Diese „Unterstützt-uns-und-bitte-deaktiviert-Adblocker“-Betteleien gab es übrigens vor knapp zehn Jahren schon in irgendwelchen Foren…
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FAZ: „Gasleuchten in Berlin: Doch man sieht nur die im Lichte“
Dienstag, 14. Mai 2013, 22:58 | KurzlinkHinweis, Inland, Netz - Natur - Technik | Berlin, Erdgas, Jürgen Osterhammel, Straßenbeleuchtung



Vorherige Beiträge
Tatort „Borowski und der brennende Mann“
Langweilig und öde. Platte Gruselstimmung und Undurchsichtigkeit ersetzen die vollends fehlende Spannung. Hat ja prächtig geklappt mit der Schwedenkrimi-Nachäffung. Und der rote Volvo paßt auch bestens dazu!“



Tatort „Feuerteufel“
Die Gefahr der neuen Partei ist nicht der Rechtspopulismus: Die deutsche Tea Party – taz.de
jungle-world.com – Archiv – 17/2013 – Ausland – Homegrown Jihad
Tödliche Versuchung – ZDF.de










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Montaigne für Lehrer
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:-) Ferner: Blogs, die ich mag und lese
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