Oh weh, der Tag beginnt wegen eines Fehlklicks im Feedreader mit einer Extremdosis Qualitätsjournalismus. Ein Süddeutscher über den Gaza-Report von „Breaking the Silence“: „Die Unmoral der Truppe“. Schon der Tiiitel! Als ob es da um etwelche Obszönitäten ginge… Und hat an jemals einen faderen Anriß gesehen als das hier:
Seit dem Ende des Gaza-Kriegs im Januar herrscht Ruhe in den Dörfern und Städten im Süden Israels. Eine unheimliche Ruhe.
Wie man sich da wohl eine nicht-unheimliche Ruhe vorzustellen hat? Namentlich dann, wenn man zuvor die Raketen auf den Kopf gekriegt hat. (Die meines beschränkten Wissen auch durchaus noch fallen, ganz so still ist es also gar nicht.)
Folgen weitere Stanzen, Informationsgehalt Null. Es „mehren sich glücklicherweise die kritischen Stimmen“, und Gott sei Dank ist der Text auch nicht allzu lang…
Allein die Zahlen des ungleichen Konfliktes, in dem eine der am besten ausgerüsteten Armeen der Welt gegen eine Terrormiliz agierte, sprechen ja schon für die These, dass hier ein extrem brutaler Krieg geführt wurde.
Das „ja“ weist hier ja den Militärexperten aus.


An der Lektüre der SZ bist du aber selber schuld.