fb_schlussLiebe Freunde, :-)

seid mir bitte nicht böse, aber ich habe gerade (ziemlich genervt) mein Facebook-Konto deaktiviert. Ihr werdet mich dort also nicht mehr sehen. Es verhält sich keineswegs so, daß ich Euch nicht mehr sehen wollte, Gott behüte – ich möchte nur Facebook nicht mehr sehen. Und zwar aus diesen Gründen:

  • Völlig aufgedunsene, unübersichtliche und mir immer noch nur teils durchschaubare Technik.
  • Vor allem dieses Bestreben von Facebook, alles „zu sich rüberzuziehen“, einen partout zum Permanenz-User machen zu wollen. In allem und für alles für einen da sein zu wollen. Und das am besten als einziger.
  • Twitter kann ich allerbestens mit dem Bloggen verknüpfen, Facebook nur mit mühseligen Kniffen.
  • Der nervige Ami-Begriff „Freunde“, klar.
  • Leute, von denen ich sehr gerne E-Mails bekomme, schicken mir stattdessen Facebook-Nachrichten. Und da habe ich dann dieses fitzeligen Antwort-Feld…
  • Ich habe nicht mal einen RSS-Feed, wenn ich nichts übersehen habe, sondern muß mir den Mist immer komplett anschauen! (Also in die Seite rein und also auch bei fb online sein.)
  • Dann werde ich in diesem blöden fb-Chat angelabert, noch fitzeliger als die fb-Nachrichten, der zudem auch noch in meinem Browser irgendwie komisch rumzickt und (ja, ist so) meine Lautsprecher zum Knacken bringt.
  • Ich habe nichts gegen ein bißchen Ent-Anonymisierung des Webs, echt nicht. Aber es nervt mich, daß bei einer Google-Suche zu meinem Klarnamen mein fb-Seite auf Platz 1 steht. So wichtig ist mir diese Seite eben nicht.
  • Was mir ferner und damit im Zusammenhang sehr wichtig ist: Ich möchte meine Online-Freunde, die nicht mit Klarnamen und/oder mit Foto im Web sein möchten, nicht nötigen, es bei fb eben doch zu sein. Ich möchte ihnen nicht durch die bloße Existenz eines Harki-Kontos bei fb nahelegen, ihre Privatsphäre aufzugeben, indem sie sich auch eines zulegen. Vor allem daher auch die Deaktivierung meines Kontos und kein bloßes „Ich mach da halt nichts mehr“.

Also, ich bleibe Blogger, Twitterer und E-Mail-Schreiber, verfüge weiterhin über diverse IM-Konten. Aber bitte kein Facebook mehr, mich gibt es da nicht mehr.

Hm, als ich mich da vorhin abgemeldet habe, hatte ich zuerst keinen Begründungstext eingegeben – dessen Fehlen wurde dann tatsächlich per Fehlermeldung angemeckert. :uebel: Hab ich dann „Arschlöcher“ reingeschrieben, und das trifft es auch.

6 Kommentare zu „Bye, Bye, Facebook“

  1. Rakir

    Das ging mir mit Facebook genauso. Insbesondere die Nachrichten von Leuten, die mir wichtig sind, können nicht mehr einfach aufgefunden werden – das nervt einfach. Mittlerweile ist mein Facebook-Konto auch inaktiv; nicht in dem Sinne, daß ich es gelöscht hätte, aber daß ich es nicht mehr benutze. Überdies ist es so von Kollegen überlaufen, daß ich mir überlegen müßte, wer was lesen darf. Dabei ist es mir aber zu dumm, die Leute in Gruppen einzuteilen. Wie auch immer … Die Sache mit dem Begründungstext, die Du beschreibst, ist ja wirklich übel … :uebel:

  2. Insbesondere die Nachrichten von Leuten, die mir wichtig sind, können nicht mehr einfach aufgefunden werden – das nervt einfach.

    Ja, genau, das kommt dazu.

    Und ich empfinde das übrigens gerade auch als großer Google-Mail-Fan (wo man halt sehr gut auch uralte Mails wiederfinden kann) als lästig…

    Und noch was: Ich hatte unter meinen fb-Freuden ein oder zwei, die ich als Menschen schätze. Aber eben nicht als Politmissionare. Und im fb haben die halt massiv ihren Nerv-Kram ausgebreitet…

    Das eiserne 140-Zeichen-Gerüst von Twitter scheint solche Leute abzuschrecken, im fb toben sie sich dann aus. :crap:

    Und im Twitter entfolge ich ganz ungeniert, wenn mich jemand nervt, bei fb habe ich mich das nicht richtig getraut… Und dieses Teil-Blocken von Leuten (so, daß ihr Politmüll halt wenigsten nicht mehr auf der Startseite auftaucht, das geht ja) ist halt auch nicht so der wahre Jakob.

  3. Rakir

    Und dieses Teil-Blocken von Leuten (so, daß ihr Politmüll halt wenigsten nicht mehr auf der Startseite auftaucht, das geht ja) ist halt auch nicht so der wahre Jakob.

    Ich weiß nicht, mir ist das zutiefst unsympathisch. Ich will die Leute einfach nicht in Kategorien einteilen. Die Mischung zwischen Beruf und privat auf Facebook kompliziert die Dinge sehr, finde ich. Politmüll gab’s bei mir zwar nicht so viel, dafür aber Öko-Müll. Ständig Botschaften oder Einladungen von Leuten, die riesige Sonnensegel im Weltraum aufschlagen wollen und die gewonnene Energie mit Lasern zur Erde schicken wollen und ähnliches. Naja, wie auch immer.

    Interessant, wie sich das Twittern entwickelt hat, wirklich. Persönlich habe ich schon vor dem großen Boom wieder damit aufgehört gehabt. Damals gab es noch die maximal 250 SMS auf das Mobiltelephon pro Woche. Da hat ständig das Telephon gebimmelt :D

  4. Da fällt mir der tolle Artikel ein, in dem es darum geht, dass facebook angeblich schlau und twitter dumm macht: http://bit.ly/2KgW3S

    Ich finde es schon bemerkenswert, dass facebook so beliebt ist, ob wohl die Anwendung so nutzerunfreundlich kompliziert ist.
    Ich sehe mich in der Pflicht bei meinen Online-PR-Workshops den Kunden facebook zu erklären und seinen Nutzen. Aus dem Grunde starte ich immer wieder einen Versuch, und der endet jedesmal mit Misserfolg und schlechter Laune. Kann ich also den Kunden nicht mit gutem Gewissen empfehlen und haben langsam auch keinen Bock mehr mich druch den Wust durchzukämpfen.

    Mal ganz abgesehen davon, wer mich auf fb alles anlabert :uebel:

    Bin ich lieber dumm!! :hmpf: pffff……

  5. Da fällt mir der tolle Artikel ein, in dem es darum geht, dass facebook angeblich schlau und twitter dumm macht: http://bit.ly/2KgW3S

    Also, daß einem die Technik Facebooks mehr abverlangt, einen mithin vielleicht auch geistig eher trainiert als Twitter, ist nun ein Ding der Offensichtlichkeit. Da laß ich ich dann aber in dieser Hinsicht lieber von PHP selbst oder von meinem Blog coachen als von denen… :roll:

    Und die Quizze da, ob die das hirn nun sooo sehr anregen?

    Ich hab’s echt noch nicht bedauert, mich das ausgeklinkt zu haben.

    Übrigens kann man seinen Account da durch schlichtes einmaliges Widereinloggen in voller Pracht reaktivieren.

  6. Rakir

    Hier ein für mich interessante Link zu dem Thema:
    http://www.nybooks.com/articles/23651

    Mir war nicht bewußt, daß Facebook einen ‚Snob Appeal‘ zu anfang hatte – im Gegensatz zu anderen Sozialseiten.

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