Indem ich gerade von einer Zigarettenpause vor dem Dienstboteneingang des Etablissements hier zurückkehre, verweise ich auf einen etwas weitschweifigen faz.net-Artikel, in dem überzeugend dargelegt wird, daß früher im Fernsehen sehr viel geraucht wurde und daß das heute nur noch Helmut Schmidt darf. Und Susanne Osthoff, so wäre vielleicht zu ergänzen.
Eine weitere Kritik im Detail beträfe das hier:
Als Tabakskollegium verhielt es sich noch ganz im Geist und im Stil jener Salonkultur, die der Preußenkönig Friedrich I. zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts ins Leben gerufen
Einmal abgesehen von dem hoffentlich nur durch einen Tippfehler fehlenden „Wilhelm“: Bei aller Liebe zum Rauchen, das proletige Tabakskollegium Friedrich Wilhelms I. hat nichts mit der europäischen Salonkultur zu tun, die sich gerade in Preußen nie richtig entfalten konnte. Zu dieser Salonkultur gehört, daß die Salons von Frauen geführt werden (damit haben die geistigen Erben Preußens bekanntlich bis heute so ihre kleinen Problemchen, aber das führt hier zu weit) – und daß sich mithin die Herren ins Rauchzimmer zurückziehen, wenn sie rauchen wollen.
Wenn man also nach Vorgängern der verqualmten Talkshow-Studios der 70er (in der Tat: Ehre ihrem Andenken!) sucht, wird man vielleicht doch eher die Offizierkasinos der Wehrmacht in Erwägung ziehen müssen.



Suchen, bis man schwarz wird – Cuil


Da darf dann der Hinweis auf dieses Kinski-Interview nicht fehlen, bei dem gequarzt wird, bis der Arzt kommt: Youtube