
Nach nun mehr als sieben Jahren Lauferei und mindestens 9200 Kilometern (vermutlich deutlich mehr) ist es mir heute abend zum erstenmal geschehen, daß ich nicht allein, sondern mit jemandem zusammen gelaufen bin. Man denke.
Das kam so: Ich habe einen lieben Bekannten getroffen, den ich vom Laufen kannte und mit dem ich mich früher immer wieder einmal nett unterhalten habe, ohne daß es doch eine richtige Freundschaft geworden wäre – zumal er dann zunächst für zwei Jahre ins Ausland gegangen ist und nun in der Gegend von Frankfurt lebt. Nun war ist er gerade bei seinen Eltern zu Besuch.
Da gab es nun einiges zu beratschern, und vor allem galt es, Sorge zu tragen, den Kontakt nicht wieder abreißen zu lassen – daher sind wir dann 5 km nebeneinander hergelaufen und haben geratschert und Sorge getragen. Man sieht das so oft, aber für mich (und auch für ihn) war das etwas ganz Neues.
Ich habe das als recht angenehm empfunden.
Klar ist aber auch, daß keine großen sportlichen Leistungen zustande kommen, wenn man das regelmäßig so macht. Gerade „Laufgruppen“ sind eigentlich immer sehr langsam. Logisch, sie sind maximal so schnell wie der Langsamste. Außerdem treffen sie sich, um sich zu motivieren, sind es folglich alleine nicht, also sind sie auch nicht trainiert. Laufen ist nun einmal was für verbissene Einzelkämpfer.


Der Milleniumsmörder (Eisner)

