Geschichte, International
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Kleine Bemerkung zu einem hoffentlich kleinen Krieg im Großen Kaukasus

Hoffen wir zunächst, daß die Sache nicht eskaliert – und ich vermute, daß sie nicht eskalieren wird. (Okay, das ist eine Prognose, mit der man immer mit der größten Wahrscheinlichkeit recht behält.)

Mag gar Wladikawkas von Flüchtlingen aus dem Süden unbehelligt bleiben. Die Südosseten sind übrigens bei ihren nördlichen Stammesbrüdern keineswegs besonders beliebt, ein „Großossetien“ wird’s sicher nie geben.

In politischer Hinsicht wird man einer demokratisch legitimierten Regierung kaum das Recht absprechen wollen, ihre Souveränität nach nun fast zwei Jahrzehnten der Unabhängigkeit doch noch einmal auf etwas größere Teile ihres Territoriums auszudehnen.

Andererseits ist dieser Konflikt letztlich unlösbar und nur durch eine unausgesetzte Kette von Arrangements unter Kontrolle zu halten, womit man dort wie anderswo auch durchaus genug Erfahrungen hat. Die Osseten sind nun einmal ein Sonderfall im Kaukasus: Sprachlich wegen ihres iranisch-alanischen Idiom, religiös als De-Facto-Heiden, politisch als Rußland-Freunde und geographisch, weil sie die einzige nennenswerte Volksgruppe sind, die beiderseits des Hauptkamms des Kaukasus lebt.

Nebenbei: Die sind sehr stolz darauf, im Zweiten Weltkrieg das Volk der Sowjetunion mit der relativ zur Bevölkerungsgröße höchsten Zahl von „Helden der Sowjetunion“ gewesen zu sein… Klar. Kaukasisch-kriegerisch, aber unkaukasisch russenfreundlich. So kommt das.

2 Kommentare

  1. Quasimodo

    Völlig klar, wer hier der Schurke ist. Dieser Artikel aus der Süddeutschen bringt es genau auf den Punkt. http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/710/305677/text/

  2. Ja, möglicherweis habe ich die Sache gestern morgen zu lässig gesehen.

    Und nett, mal wieder von Dir zu hören, Quasimodo. :-)

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:-) :-( ;-) :-D :übel: mehr »

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