listSo, ich möchte auch nicht lästig fallen, möchte aber doch ein paar Worte zum gestern nacht bei vielen Twitter-Nutzern neueingeführten Listen-Feature sagen. Man kann also nun seine Followinskis in öffentlich sichtbare oder private Listen sortieren.

Die privaten Listen entsprächen dem, was es bisher schon bei Klienten wie TweetDeck gab: Eine Möglichkeit, sich einen „Inner Circle“ von Leuten zuzulegen, die man tatsächlich lesen will, während man anderen eben nur folgt, um seinerseits Follower zu sammeln.

Die öffentlichen Listen hingegen wären also grosso modo jedermann von jedermann anbeppbare Etiketten.

Beides paßt mir nicht. Ersteres widerspricht dem Grundprinzip der Twitterei. Zweiteres ist mir zu blöd, ich lasse mich nicht gerne einsortieren.

Ich habe daher gestern nacht spontan meinen Account dichtgemacht.

Verzichten wollte ich auf den Spaß aber auch nicht, tja. Daher habe ich mir heute morgen wieder einen neuen Account zugelegt. :-) Er heißt wieder @Harki. :-)) (Mir kommt das auch aus anderen Gründen ganz gut zupaß, insofern ich mit dem alten Account in letzter Zeit auch in der Tat ein bißchen viel Krawall geschlagen habe.)

Ich folge mit dem neuen Konto nur Leuten, von denen ich weiß daß sie mich lesen und die ich gut abkann – bon, das habe bisher schon nicht anders gemacht. Mit einem neuen Konto hingegen bin ich erst einmal auch alle Follower-Sammler, Sozial-Web-Spastis und Nerds als Follower und damit als ungelenke Etiketten-Anbepper los, und darauf kam es mir an.

Es war einfach wieder mal Zeit. :-)

Ich bitte allerseits um Verständnis und danke für die Geduld mit mir.

Mit dem neuen Konto habe ich dieses Feature übrigens noch nicht, werde es aber natürlich demnächst wieder bekommen. Dafür funktioniert damit auch das Hochladen des Userbildes (nämlich dessen korrektes Runterskalieren) nicht mehr richtig. :roll:

Und damit sei’s für heute genug der Selbstreferenzialität. ;-)

Bildquelle: xiaming, CC

6 Kommentare zu „Listig“

  1. Also ich finds ganz praktisch. Falls es funktioniert. Wollte gestern mal kurz ausprobieren, hat aber irgendwie nicht funktioniert. Na ja, kann sein, dass ich zu schnell die Geduld verloren hab, ich probier’s später noch mal.

    Praktisch erscheint es mir deshalb, weil ich verschiedenen Leuten aus unterschiedlichen Gründen folge: Einigen, weil sie interessante Informationen und Links twittern, anderen, weil sie unterhaltsam sind, wieder anderen aus sozialen Gründen, z.B. weil ich sie von anderswo kenne, weil es gemeinsame Interessen gibt o.ä.
    Im großen Ganzen finde ich gerade diese Mischung attraktiv, aber manchmal wärs schon fein, das trennen zu können. Mir wird der ganze Twitterkram nämlich allmählich zu unübersichtlich. Das ist wie wenn du drei bis fünf Fernseher mit verschiedenen Programmen gleichzeitig laufen hast oder permanent hin und her zappst. Ich kann durchaus zu mehreren Themen parallel lesen, aber doch nicht gleichzeitig. Und bei Twitter hab ich echt oft das Gefühl, dass alles parallel läuft, auch wenn es in der Timeline hintereinander steht.

    Angeblich sollen Frauen ja perfekt multitaskingfähig sein… keine Ahnung, vielleicht bin ich ja keine richtige Frau, ich jedenfalls könnte mit Sicherheit NICHT gleichzeitig kochen, bügeln, fernsehen, telefonieren und einen hysterisch brüllenden Säugling beruhigen (der wahrscheinlich eh nur deshalb brüllt, weil er endlich mal Mamis volle Aufmerksamkeit will…) … aber vielleicht fehlt mir ja auch einfach bloß die Erfahrung als Mutter, wer weiß. ;)

    Ah ja, was schon mal funktioniert ist, eine existierende Liste zu übernehmen. Bestimmt komm ich auch noch dahinter, wie der Rest funktioniert und was davon für mich brauchbar ist. Was andere damit machen ist mir ehrlich gesagt schnurzpiepegal.

  2. Ich finde eben einfach das simple Grundprinzip so faszinierend: Das Versprechen von Aufmerksamkeit durch ein „Follow“. Daß das Versprechen oft (meist?) nicht eingehalten wird, ändert daran nichts. Man bekommt ja sehr schnell mit, wer es hält. Aber durch diese Liste wird es (siehe meinen Punkt 1) irgendwie per se entwertet oder nur mit Vorbehalt gegeben…

  3. Gibst du Aufmerksamkeitsversprechen denn andernfalls vorbehaltlos? Ich nie. Wer mich langweilt, dem entziehe ich gnadenlos meine Aufmerksamkeit. Das hat mich schon Freundschaften gekostet – lässt sich aber leider nicht ändern.

    Smalltalk ist in meinen Augen etwas, was sich allenfalls zur Kontaktanbahnung eignet. Ich finds selbst dafür öde.
    Wer innerhalb einer bereits bestehenden Sozialbeziehung smalltalkt, ist dumm, hässlich und stinkt.

  4. Ich weiß zwar nicht 100pro, warum es jetzt um und gegen den Smalltalk geht, will Dir aber gerne sagen, daß ich ihn, den Smalltalk, mag. Und zwar in fast jeder Beziehung. :-)

    Jedenfalls ist mir ein lässiges „‚Ach, wie geht’s denn‘ ‚Prächtig, und selbst‘?“ immer noch lieber als irgendwelche Tiefsinnigkeiten oder dämliche Witzchen zur Unzeit, die man dann auch noch zu würdigen hat.

    Pff. Als ob Kommunikation dem Informationsaustausch diente! Und ich will ferner kein Dauerwitzbold und Aphoristiker werden!

    Wenn jemand Zahnschmerzen hat, wünscht man ihm eben alles Gute und Gute Besserung, ohne gleich selbst welche zu kriegen. Von Herzen. :-) Das ist mir wesentlich sympathischer als dann ne pfiffige Bemerkung zu machen.

    „Im Kopfe etwas Grütze, und im Herzen Licht und Hitze“.

    Pffff.

    • Rakir

      Ich […] will Dir aber gerne sagen, daß ich ihn, den Smalltalk, mag. […] Als ob Kommunikation dem Informationsaustausch diente! Und ich will ferner kein Dauerwitzbold und Aphoristiker werden!

      Genau, ganz meine Meinung. Ich muß auch zugeben, daß ich dank Müdigkeit oder Geistesabwesenheit oft zu gar nichts anderem als Smalltalk in der Lage bin. Und mit Smalltalk kann man wenigstens zeigen, daß man trotzallem am anderen interessiert ist, auch wenn man es nicht angemessener ausdrücken kann.

  5. Zum eigentlichen Thema: Uns war dann in der Tat gestern aben noch klar geworden, daß private Twitter-Listen ein hervorragendes Mittel sind, Leute im Augen zu behalten, denen man aus diesem oder jenem Grund nicht folgen möchte… Also zum Beispiel: Presse-Twittern, liebenswerten Nervbolzen, notorischen Nicht-Zurück-Folgern etc.

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