Ich empfehle meinen geneigten Lesern die Lektüre eines Artikels von Florian Hassel in der Online-FR zum Propaganda-Krieg zwischen Georgien und Rußland. Hassel ist einer der wenigen deutschen Journalisten, die sich in der Region auskennen, und hat schon im Zweiten Tschetschenienkrieg hervorragende Arbeit geleistet.
Es ist ziemlich schwierig, hier die notorische Blogger-Floskel „wieder einmal“ zu vermeiden… Die russische Informationspolitik ist die altbekannte, es wird gelogen, daß sich die Balken biegen – und ein Großteil auch der seriösen Presse im Westen frißt es. Wie gehabt.
Daß die Angaben der Osseten/Russen über 1500 tote Zivilisten in Zchinwali durch georgischen Beschuß eine maßlose Ente waren, hätte jedem westlichen Journalisten sofort klar sein müssen. Leider war es das nicht.
Hassel nun demontiert die Zahl.
Zweihundert Jahre russischer Herrschaft scheinen in dieser Hinsicht bei den Georgiern Spuren hinterlassen zu haben, die knapp zwei Jahrzehnte der Unabhängigkeit noch nicht verwischen konnten. Hassel nimmt sich auch der georgischen Propaganda an und kritisiert ferner die US-amerikanischen Medien für ihre Leichtgläubigkeit gegenüber den Behauptungen der georgischen Regierung
Sehr guter Artikel.



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