Bilder, Inland

Weg mit § 307!

:-)

12 Kommentare

  1. Rakir

    Harki, ich verstehe Dich ja. Wir sind alle für einen schlanken Staat mit minimalen Gesetzen. Allerdings denke ich, daß Paragraph 307 der falsche Ansatzpunkt ist. Wirklich Kreativen stehen immer noch Kernfusion, schwarze Löcher, Asteroiden, Meteoriden, Kometen, Wurmlöcher, Umbiegen des Raum-Zeit-Gefüges und wohl noch viel mehr an hochpotenten Energiequellen zur Verfügung, so daß man sich durch den Paragraphen nicht wirklich eingeschränkt fühlen muß und sich vielleicht besser erst anderen, dringenderen Dingen zuwenden kann :-D

  2. Rakir, ich vermute, daß mir aus psychologischen, ästhetischen und charakterlichen Gründen gerade das Ingangsetzten von Kettenreaktionen ein besonderes (kompensatorisches) Bedürfnis ist, sodaß mich die von Dir vorgeschlagenen Alternativen (abgesehen vielleicht von der Idee, ein Schwarzes Loch zu starten) nicht restlos über die Einschränkung meiner Persönlichkeitsrechte durch den Kümmerstaat hinwegtrösten können.

  3. Rakir

    Ah, jetzt verstehe ich das besser. Ich hatte mich erst über die Bescheidenheit unseres Staates gewundert, nur Straftaten verfolgen zu wollen, nach deren Ausführung er noch existiert. Jetzt sehe ich natürlich, daß durch Paragraph 307 Meinungsäußerung mittels nuklearer Kettenreaktion gewissermaßen als Möglichkeit eingeführt wird. Die Gefahr der Strafbewehrtheit liegt jetzt natürlich darin, daß Bürger mit gesunden Rechtsbewußtsein, das sie davon abhält, sich mittels vergleichsweise harmloser Nuklearexplosionen Gehör zu verschaffen, zum Beispiel zu einer der von mir aufgeführten Methoden zu greifen. Insofern stimme ich Dir zu, daß man Persönlichkeitsrechte nicht unnötig einschränken sollte; letztendlich könnten sich auch ansonsten reife Bürger provoziert fühlen von der willkürlichen Gesetzgebung. Nicht ganz verstehen kann ich allerdings Deine ästhetischen Bedenken. Supernovas, zB, reichen vielleicht nicht ganz an Deine Covergirls heran, haben aber auch einiges zu bieten: http://www.google.com/images?q=hubble+supernova

  4. Nun ja, ich bin kein libertärer Oberschüler und auch sonst kein Zelot. Eine salomische Gesetzgebung sollte wohl den Bau und den Einsatz von Fissionsbomben jedermann gestatten, vielleicht erst nach erfolgreich absolvierter Eignungsprüfung (nennen wir sie „Nuklar-Jagdschein“), die Handhabung von Fusionsbomben aber eher den obrigkeitlichen Organen vorbehalten.

    Insofern ist mein Basisbild (Castle-Romeo-Testreihe) vielleicht schlecht gewählt…

    Nicht ganz verstehen kann ich allerdings Deine ästhetischen Bedenken. Supernovas, zB, reichen vielleicht nicht ganz an Deine Covergirls heran, haben aber auch einiges zu bieten: http://www.google.com/images?q=hubble+supernova

    Meine Covergirls waren fast nie nachkoloriert und stets nur dezent geschminkt! :-D

  5. Rakir

    Harki, ich bin gerade wieder dabei, mich über so einen Gummiparagraphen wie den 307 aufzuregen. Kann der Gesetzgeber denn gar nichts richtig definieren? Wenn ich zum Beispiel meiner Meinung zum Fall Griechenland so Ausdruck geben will, daß er die Erschütterung des Finanzsystems und die Kontamination des Rechtsempfindens wiederspiegelt. Wie soll ich das tun, wenn das Gesetz keine Obergrenzen für Masse-Energie-Umsetzung definiert? Wenn die griechischen Finanzen wirklich das schwarze Loch sind, als das sie gemeinhin dargestellt werden, dürfte ich das dann mit einer Nuklearexplosion annäherungsweise darstellen, oder müßte ich auf das schwarze Loch ausweichen, weil das vielleicht legal wäre? Letztendlich wäre der Schaden für das Staatsgebeit wesentlich größer in diesem Fall. Das Gesetz scheint mir fast staatliche Selbstverstümmelung zu sein. Ich darf auch gar nicht daran denken, was die Intenationalisierung des Strafrechts für Auswirkungen hat …

    Meine Covergirls waren fast nie nachkoloriert und stets nur dezent geschminkt! :-D

    Oh, ja, und die wenigen Wellenlängen von Hubble würden auch nicht reichen, um die heißen und kühlen Schönheiten in all ihrer Prächtigkeit abzubilden :-D

  6. Ja, es ist eine Crux, gerade für uns Nicht-Juristen… :-(

    Wie soll ich das tun, wenn das Gesetz keine Obergrenzen für Masse-Energie-Umsetzung definiert?

    Ich habe § 307 so verstanden, daß er erst greift, wenn man mindestens in einer überkritischen Massen spaltbaren Materials eine Kettenreaktion in Gang setzt – also eine regelrechte Atomexplosion auslöst, ob mit oder ohne nachgeschaltete Fusionsstufe!

    So etwas wie das Fabrizieren einer Kernschmelze à la Tschernobyl, bei der es sicher auch knallt und zischt und stinkt, ist wohl noch nicht gemeint?! Aber ich weiß es nicht.

    In jedem Fall: Unterschätzen wir den Gesetzgeber auch nicht! Denn schon das unbefugte „Freisetzen ionisierender Strahlung“ ist strafbar – mithin auch ein unmilitärischer Super-GAU im thermonuklaren Schrebergarten-Notstromaggregat:

    http://www.juraforum.de/gesetze/StGB/311/

  7. Rakir

    Ich habe § 307 so verstanden, daß er erst greift, wenn man mindestens in einer überkritischen Massen spaltbaren Materials eine Kettenreaktion in Gang setzt – also eine regelrechte Atomexplosion auslöst, ob mit oder ohne nachgeschaltete Fissionsstufe!

    Das Problem ist halt, daß der Begriff ‚Explosion‘ nicht definiert wird – weder nach oben noch nach unten. Im übrigen entsteht eine Kettenreaktion in überkritischem Material auch von selbst, so daß in der Praxis nicht klar ist, wer das Agens ist. Ich finde diese Gummiparagraphen skandalös. Obergrenzen für Masse und Masse-Energie-Umsetzung zu definieren, wäre vielleicht wirklich eine Lösung. Verbale Äquivalente bei anderen Arten freier Meinungsäußerung sind ja durchaus vor Gericht geklärt worden.

    In jedem Fall: Unterschätzen wir den Gesetzgeber auch nicht! Denn schon das unbefugte „Freisetzen ionisierender Strahlung“ ist strafbar […]

    OK, dann will sich Vater Staat wieder einmischen, wie ich mein Trinkwasser sterilisiere … im Ernst, für den, der wirklich Großes im Sinn hat, ist dieser Paragraph zu klein gedacht. Natürliche ionisierende Strahlung mittels eines schwarzen Lochs zu bündeln, sollte erlaubt sein nach Paragraph 311. Und wenn man sich geschickt anstellt und einen guten Anwalt hat, verletzt man auch keine verwaltungsrechtlichen Pflichten, denke ich.

  8. Ich habe mir mal sagen lassen, daß es immer falsch sei, Zahlen in ein Gesetz hineinzuschreiben, weil man sie dort ungleich schwerer wieder ändern kann als in einer Ausführungsbestimmung zu diesem Gesetz.

    Allerdings ging es um den Fall um die in der Tat in einem Gesetz fixierte Höhe (=Niedrigkeit) (m)eines Stipendiums – also um einen Sachverhalt, der im Laufe der Zeit durch die Inflation immer relevanter wurde, während es hier ja um unverrückbare pysikalische Gegebenheit geht… Vermutlich hast Du also recht.

  9. Rakir

    Harki, das ist schon richtig. In diesem Falle handelte sich aber um das Äquivalent zu Prozenten und nicht um absolute Werte. Insofern könnten wir damit durchkommen. Nicht zuletzt Steuersätze sind ja als Prozente formuliert (vermute ich).

    Gratulation zu dem Stipendium. So etwas macht das Leben als Student wohl etwas leichter. Wirklich gut.

    • Rakir

      Harki, ich seh grad, daß die Amyklai-Girls wieder da sind … war es nur meine NoScript-Einstellung oder hab ich mir eingebildet, sie zeitweise nicht mehr zu sehen?

    • Rakir, nee, ich hab das heute wieder (wie könnte es bei mir anders sein?) (teil)rückgängig gemacht:

      Wieder Cover-Girls, aber nur noch auf den Blog-Seiten (also nicht auf meiner Ego-Seite, die nun Startseite ist) und nur noch kunstgeschichtlich Wertvolle und keine mehr, die weibliche Leser aggressiv machen könnten.

      Ferner auch keine Randbemerkungen mehr, da die ja nur dazu dienten, Schrott/Schraddel-Content von wichtigeren Sachen zu trennen, als ich hier noch mehr geschrieben habe.

    • Rakir

      Gut, daß die Girls wieder da sind :-)

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