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Noch ein Déjà-vu

Wie man es erwarten konnte, macht die FAZ mit einem Foto eines russischen Panzers in Prag im Jahre 1968 auf. So soll es auch sein. Und auch die Frage, von wo und von wann denn das Foto stamme, ist nur recht und billig: „Budapest 1956? Grosny 1999? Gori 2008 […] bei russischen Einmärschen gleichen sich nicht nur die Bilder.“

Abgesehen von der vielleicht etwas naseweisen Bemerkung, daß die Russen 1999 noch gar nicht in der von den Tschetschenen gehaltenen Stadt Grosny waren (sie sind erst Februar 2000 reingekommen, nachdem sie die Stadt in Klump und Asche bombardiert hatten), könnte man hier auch an den Einmarsch in die Stadt fünf Jahre vorher im Ersten Tschetschenienkrieg erinnern — an die berühmte „Neujahrsnacht von Grosny“ 1994/95.

Damals hatte die Russen von ihrem heute fast schon wieder legendären (unter anderem wegen seiner Dummheit) Verteidigungsminister Pawel Gratschow den Befehl bekommen, „in Grosny Silvester zu feiern“.

Das hatte man sich dann in der Tat so vorgestellt wie in Budaperst, Prag, Berlin, Warschau und, und, und: mit einer großen Menge Panzer rein und alles plattwalzen, was sich einem in den Weg stellt.

Nur: diesmal standen da keine fahnenschwenkenden Studenten, sondern man bekam’s mit Tschetschenen und ihren Panzerfäusten zu tun. Das verlorene und verratene 81. Mot-Schützen-Regiment aus Maikop hat dann in einer Nacht die Hälfte seiner 1114 Mann verloren (nach Gall/de Waal: Chechnya, NYUT, 1998). „Herzlich willkommen in der Hölle!“, so ist das dann besungen und systematisiert worden. Es gab auch ein Lied über die „tschetschenische Atombombe“ — damit war die RPG-7-Panzerfaust gemeint.

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:-) :-( ;-) :-D :übel: mehr »

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