Polizeiruf 110, „Kellers Kind“, HR 2008, Thomas Keller (Jan-Gregor Kremp)
Ich schreibe das hier nicht, weil ich kürzlich auf k2 noch eine Tatorts-Erstaustrahlungs-Rezension versprochen habe, ohne zu bedenken, daß es heute gar keine Tatorts-Erstaustrahlung gibt…
Bevor ich schreibe, warum ich das hier schreibe, in Kürze zu der Folge: Leidlich spannend, obwohl der Aufriß ganz abenteuerlich absurd ist. Wer’s gewesen ist, ist aber sehr schnell klar; immerhin anhand von Lehmspuren an Schuhen – daß es das noch gibt! Immer wieder furchtbar holzige Dialoge: „Ich halte das einfach nicht mehr aus, diese Untätigkeit.“ Viel blau und grau, bravo. Catrin Striebeck, man sieht sie gern.
Ich schreibe das hier, weil sich in mir ein großer Zorn aufbaut. In zwei Dritteln aller von der ARD verantworteten Fernsehkrimis geht es mittlerweile in irgendeiner Form im obrigkeitlichen Sinne ums Kinderkriegen. Ebenfalls zwei Drittel enden mit Runterspring-Szenen. Das hier war einer aus der Schnittmenge beider Genres. übel


Der Wattenbach

