Tatort „Leben gegen Leben“, NDR 2011, Cenk Batu (Mehmet Kurtulus)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Organhandel
Wir klinken uns um fünf nach neun aus, es ist hier nichts mehr zu erwarten.
Ein katastrophal schlechtes (oder vollends entstelltes, wir wissen es nicht) Drehbuch. Die Macher verfahren durchgängig und in einem im Tatort nie gekannten Maße nach dieser Maxime: „Wir wissen, worum es geht und wer wer ist. Und Du, staubgeborener Zuschauern, darfst nun raten.“ Die Handlung wird nicht entwickelt, die Figuren werden nicht eingeführt – es plumpst einfach auf den Zuschauer ein.
Thilo Sarrazin hat es geschafft: Seine runde Hornbrille ist zum Attribut des Bösewichts geworden.
Mehmet Kurtulus, der nun wirklich was hermacht, sollte verboten bekommen, je wieder mit Schnurrbart aufzutreten. Es sieht unausdenklich scheußlich aus.
Viele nette Türken gibt es in dieser Folgen.
Und einen Tatort, dessen Rahmenthema irgendwas mit Kriminalität im Gesundheitswesen zu tun hat, hatten wir auch seit mindestens drei Wochen nicht mehr. Komischerweise ist diesmal nicht die Pharmaindustrie der Schurke.
Dieser Tatort ist eine Unverschämtheit. Hoffen wir, daß das unter den – bisher guten bis ausgezeichneten – Batu-Folgen ein Ausreißer nach unten war.
Positiv: Bibiana Beglau (als „Mama Hannah“). Sehr schöne Frau, man sieht sie immer wieder gerne.


Was für Exemplare sind die Groupies von Ex-Dr. zu Guttenberg?

