♦ König Beatrix der Niederlande ist siebzig Jahre alt geworden. Heute im FAZ-Feuilleton ein sehr schöner Artikel von Schümer dazu, der insbesondere klarstellt, wie konsequent unvolkstümlich, hoheitlich und konservativ – es drängt sich hier einfach auf zu sagen: „unholländisch“ – sie ihr Amt führt. Gut und schön. Bis a hundertzwanzich!
♦ Don Felipe ist vierzig geworden, Glückwunsch.
♦ Warum sieht man immer wieder und recht häufig türkische oder sonstwie moslemische (also: kopftuchtragende) Walkerinnen mittleren Alters auf der Herrenhäuser Allee? Das bleibt rätselhaft. Türkische Läufer sieht man übrigens ganz selten, Ausdauersport scheint deren Sache nicht zu sein.
♦ Der Werbeslogan „Großstadt im Grünen“ für meine Heimatstadt. Ich hatte immer gedacht, er stamme aus den Sechziger Jahren, oder so. Aber nein, ich finde ihn in einem Inserat von 1917.
♦ Leichte Muse: Françoise Hardy, wunderbar! In den letzten Tagen wieder viel gehört. Wunderbare Sängerin, schöne Frau. Man beachte bitte die Fotos auf ihrer Site. Die Karriere beginnt 1962 und ist soweit ich weiß noch nicht offiziell beendet.
♦ Leichte Bücher: Es ist bemerkenswert, wie federleicht Bücher aus dem 18. Jahrhundert in der Hand liegen, gerade diese Kleinoktavbände. Leichter als ein Taschenbuch, nur daß sie sich eben nicht nach dreißig Jahren aufgelöst haben, sondern heute noch frisch wirken. Handwerk ist Kunst.
♦ Music of the Moment:


Françoise Hardy ist toll. Den dritten Absatz verstehe ich nicht. Neues Unwort: Fettleibigkeit. Bring‘ mal was dazu. Gedanke: warum regt sich kein Fettbeleibter über diese Bezeichnung auf, und wie die entstehen die Statistiken in Prozentzahlen? Es geistert im Moment durch die Medien.
Der dritte Absatz: Ich sehe hier einfach immer wieder Türkinnen in traditioneller, konservativer Kluft – eben keine in diesen modernen Fundamentalistenkostümen – die „walken“, und das wundert mich.
„Fettleibigkeit“ – absolut, das ist ein Thema, das seit zwei, drei Tagen extrem nervt. Auf k2 hatten wir damals auch schon was dazu. (Das ist so einer der Threads, um die’s nun wirklich schade ist.) Ganz kurz, muß gleich in die Federn: Ich meine, das man sehr wohl unterscheiden kann, und zwar ziemlich leicht. Der ist eben „von Natur aus“ so oder so dick: Dürr, untersetzt, stabil – oder eben auch dick. Und der da ist einfach völlig aus der Form und sollte mal was machen, wenn er kann und Lust dazu hat. Und dann gibt es eben auch noch diese Unterschichten-Fettigkeit. Es ist jedenfalls furchtbar, immer mit diesen blöden Simpel-Zahlen (BMI, etc.) zu kommen. Da sind dann gleich die professionellen Berater *kotz* nicht weit. Es sind hier wirklich zu viele Leute zu fett, aber die, die’s wirklich sind, leiden nicht darunter. Die sich damit abquälen, sind’s anderseits meistens nicht. Würde ich sagen, wie gesagt in Eile… Später mehr, Inscha Allah.
Was ist ein „Fundamentalistenkostüm“
? Ich lebe landwärts und sehe hier gar keine trainierenden Mitbürger, geschweige denn Maskierte. Manchmal jemanden auf Rollschuhen. Bemerkenswert, daß du darauf eingehst. Die Fetten: Die meisten Dicken sind zufrieden, das ist okay.
Mit „Fundamentalistinnenkostüm“ meinte ich die Kleidung der modernen, städtischen und in der Regel jungen Islamistinnen: also meist einfarbiges Kopftuch, oft diese hüftlange, zur Hose getragene Jacke. Man kann das, meine ich, recht gut von der „traditionellen“ anatolischen Kluft, zu der z.B. meist ein buntes Kopftuch gehört, oder ihrer leicht verstädterten Form, unterscheiden…