Der Satz stammt aus der Einstellungsseite des (empfehlenswerten) Mausnavigations-Plugins Smooth Gestures für Googles Browser Chrome.
Besser und verräterischer kann man die Mentalität dieser Leute in diesem Zusammenhang nicht auf den Punkt bringen: „Wer Englisch kann, kann auch ins Deutsche übersetzen.“ Denen ist einfach nicht klarzumachen, daß ein Übersetzer zunächst einmal und vor allen Dingen seine Zielsprache (fast immer also: seine Muttersprache) können muß, und zwar perfekt. Und so sieht OS-Deutsch dann leider und seit Jahren auch aus.
Es ist nicht zu fassen, aber es ist so: Ein Einzeiler, in dem es um Sprache geht – und ein vernichtender Grammatikfehler und ein ziemlich peinlicher Kommafehler. Aber natürlich, ein Rechtschreibprogramm hat er benutzt…
Edit, 25 Minuten nach Publikation des Artikels: Ah, das „übersetzten“ hatte ich übersehen – ein Flüchtigkeitsfehler, den die Rechtschreibhilfe auch nicht findet…
Lieber Gott, helfe Harki duldsamer zu werden!


Duldsamkeit braucht man in der Tat, wenn man als sprachaffiner Mensch im Internet unterwegs ist …
So isset.
Und gerade bei Opensource verhält es sich sicher so, daß Technikaffinität und Sprachaffinität selten zusammenfallen – Du hast ja neulich selbst in einem Heise-Artikel von der Treue Deines Berufsstandes zu Windows berichtet.
Und ich rege mich natürlich nicht darüber auf, daß Nerds nicht so perfekte Schreiber sind! Nein, die Talente sind eben unterschiedlich! Was mich auf die Palme bringt, ist, daß es das nicht einmal ein Problembewußtsein gibt! Eben dieses „Du kannst Englisch?“.
Tja, viele Leute haben nicht wirklich eine Vorstellung, was hinter einer (guten) Übersetzung steckt. Viele meinen sogar, man könnte einen Text in etwa so schnell übersetzen, wie man ihn liest. (Wenn dem so wäre, dann hätte ich jetzt ausgesorgt
)
Und auch wenn jemand die Zielsprache gut beherrscht, heißt das noch lange nicht, dass er ein guter Übersetzer ist. Es spielen einfach noch ganz viele andere Faktoren eine Rolle (Ahnung vom Fachgebiet, Verständnis der Zielkultur …)