Tatort „Herrenabend“, WDR 2011, Frank Thiel (Axel Prahl), Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines
Sehr ansehbar, wenn man denn den Münsteraner Klamauk noch sehen mag… Übertrieben wird er diesmal jedenfalls nicht allzu sehr.
Und das „Nehmt ihn auseinander.“ der stets prächtigen Staatsanwältin Klemm sitzt zumindest. Und das Zerschießen des Aquariums am Schluß ist auch wunderbar!
Das Milieu des westfälischen Geldadels hätte man weniger überzeugend zeichnen können, würde ich sagen.
Der Verfasser dieser Zeilen hält den Namen „Nele“ für unausdenklich scheußlich. „Nele“ ist die widerlichste Name, den es überhaupt gibt. So heißen nur Töchtern von linken Wutbürgern und Lehrertypen. Diesen Mädchen wird schon durch ihren Namen die Erlaubnis, ja die Aufforderung zum Nöligsein mitgegeben – Neles sind Mädchen, die unbedingt Zicken sein sollen. Deutschland wäre besseres Land, wenn morgen auf einen Schlag alle Neles eingesperrt würden.
Dementsprechend schreit die Nele im Film auch die ganze Zeit.
Thiels „Moinsen!“ nervt nicht unerheblich.
Der Vater hat den Chat-Nick „Grisu“ – vermutlich also ist der Drehbuchschreiber aus meiner Generation und kennt „Grisu, den kleinen Drachen“ noch.

