arte: „Die fremde Frau“, 2003. Darsteller: Corinna Harfouch, Ulrich Tukur etc., Regie: Matthias Glasner
Bon, eine Groschenromans-Parodie pro Monat läßt sich aushalten. Auch wenn einem nach 45 Minuten der Schädel zu dröhnen beginnt, auch und gerade wegen dieses furchtbaren Wagner-Gejaules. Also bitte: doch erst wieder Mitte März…
Wenn bei ‚ner Geschlechtsumwandlung wirklich mal ab und an etwas wie Corinna Harfouch herauskäme, könnte man fast dafür plädieren, derlei zu legalisieren — aber es war eben nur ein Film.
Hm, die Pointe des Films wäre einem als durchschnittlich abgelenkter (=zerstreuter) Zuschauer eines Fernsehfilms nicht aufgelöst geworden, wenn man 10 Sekunden unaufmerksam gewesen wäre. Ich mag so etwas nicht, es wirkt so wichtigtuerisch; Fernsehen ist kein Kino.
Wenn der Familienrat öfter zusammengetreten wäre, wenn man miteinander geredet hätte, wäre das alles nicht passiert. Diese Botschaft, und sei es in gebrochen-parodistischer Weise, vermittelt zu haben, ist aber der einzige wirklich substantielle Vorwurf, den man diesem Film machen kann. (Und die Musik, natürlich.)


Lachet der alten Tanten…

