International
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Mehr Macht, weniger Geld

Eine sehr ruhige und nicht dumme Analyse der machtpolitischen Gegebenheiten nach dem Georgien-Krieg liefert Michael Ludwig: Mehr Macht, weniger Investionen für Russland.

Darüber, daß Rußland den Krieg provoziert hat, dürfte weithin Einigkeit bestehen – gleich, was von Saakaschwilis Behauptung zu halten ist, man habe mit dem Einmarsch in Südossetien der schon anrollenden russischen Invasion entgegentreten wollen.

Für mich ein Aufreger ist das hier:

Moskaus ständiger Vertreter bei der Allianz, Rogosin, gab zu verstehen, dass Russland die Territorialkonflikte zwischen der georgischen Zentralgewalt und den Separatisten in Abchasien und Südossetien, die ohne Russland nicht zu lösen seien, als wichtigste Trumpfkarte in der Auseinandersetzung um die Erweiterung der Nato in den Kaukasus hinein betrachte.

[...] Nach dem provozierten Krieg stellten Putin und Medwedjew Russland der Welt als „Friedensstifter“ oder „Friedenserzwinger“ dar. Wieder habe sich gezeigt, dass allein Russland in der Lage sei, die Sicherheit in der Region zu garantieren. Aus dieser Stellung werde sich Russland von nichts und niemandem verdrängen lassen.

Konflikte lösen? Sicherheit zu garantieren? Ja, Arschgeigen! Eben das habt ihr jahrzehntelang nicht gemacht, Ihr hab die Konflikt auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen. Gut, das ist das altbekannte russische Rezept, zu destabilisieren, um sich als Stabilisator verkaufen zu können.

Aber war’s so klug, Abchasien und Ossetien als unabhängig anzuerkennen? In Rußland gibt’s auch Gegenden, die mal von jemanden anerkannt werden könnten.

Was Kokojty gerade treibt, durchschaue ich natürlich auch nicht. Mal will er zu Rußland, dann wieder nicht. Rechnet er noch die je zu erwartenden Subsidien nach oder ist er von Moskau zurückgepfiffen worden?

Antworten

:-) :-( ;-) :-D :übel: mehr »

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