Hausmitteilungen, Webdesign
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Es geht eben immer auch ohne Google…

Auf den schönen Ubuntu-Font für die Überschriften und einige andere Auszeichnungen in diesem Blog mochte ich nicht mehr verzichten – aber Googles Webfonts einbinden wollte ich auch nicht (mehr). Folgendes habe ich gemacht:

Ich habe den fettkursiven Schnitt des Ubuntu-Fonts mit dem Linux-Fontbearbeitungs-Programm FontForge geöffnet. Fontforge sieht rumpelig aus, ist aber sehr, sehr leistungsfähig. Damit habe ich alle nicht benötigten Zeichen dieses sehr gut ausgebauten Fonts gelöscht: also Griechisch, Kyrillisch in diversen obskuren Abarten, überflüssige Sonderzeichen.

Dabei heißt es selbstverständlich, mit Vorsicht und Bedacht zu Werke zu gehen, auf daß man keine eben doch noch benötigten Zeichen lösche. Da der Ubuntu-Font intensiv mit Verknüpfungen arbeitet, muß man zum Beispiel Obacht geben, nicht den Akzent zu löschen, der für é, á, ú etc. verwendet wird. FontForge warnt einen aber auch sehr schön vor derlei Mißgriffen. Auch die typographischen Anführungszeichen und ähnliches (z.B. den n-Strich) sollte man unbedingt schonen, während man andererseits fl-Ligaturen u.ä. im Webdesign schlichtweg nicht braucht. Man muß halt wissen, was man tut – ich hoffe, es hat halbwegs geklappt.

Sodann habe ich mit FontForge eine woff-Datei erzeugt (und FontForge kann diese Dateien erzeugen!) und diese per CSS eingebunden – siehe bitte den Quelltext dieser Seite. 38 kB ist sie groß, die Datei – ich denke, damit kann man heute leben. Und auch damit, daß der Internet Explorer erst ab der Version 9 woff-Dateien verarbeiten kann – bei älteren Versionen sehen die Überschriften dann halt ein bißchen anders aus, ein bewußt in Kauf genommener – kleiner, wie ich meine – Nachteil dieses googlefreien Verfahrens. Bei Leuten, die mit Firefox, Chrome, Opera oder Safari unterwegs sind, kann man wohl davon ausgehen, daß sie eine halbwegs aktuelle Version ihres Browsers haben.

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