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Was mir an „Ubuntu One“ nicht paßt

Ubuntu One ist so etwas ähnliches wie Dropbox – also ein Dienst, mit dem man Dateiordner zwischen seinen Rechnern und Geräten und „der Cloud“ synchronisieren kann. Wie bei Dropbox bekommt man einen gewissen Start-Speicherplatz (sogar 5 GB statt 3 GB wie bei Dropbox) und kann sich weiteren Platz durch Zukauf oder durch das Anwerben von anderen Benutzern beschaffen.

Nur eines stört mich sehr: Unter Linux kann man nur Unterordner von /home/Benutzer zur Synchronisation auswählen. Auf die aber hat man auf einem Doppelboot-System unter Windows gar keinen Zugriff! So ist man dann u.a. genötigt, unter Windows einen weiteren Ubuntu-One-Hauptordner zu definieren – dessen Inhalte dann mithin durch die Synchronisation auf der Festplatte eines Rechners physikalisch doppelt vorhanden sind. Das scheint mir absolute Platzverschwendung, auch wenn die Platten meist recht geräumig sind. Und auf andere unter Linux synchronisierte Ordner kann man gar nicht zugreifen. Wenig überzeugend.

Ubuntu One läßt sich in dieser Hinsicht auch nicht mit symbolischen Links („SymLinks“) in /home/Benutzer zu einem Ordner auf einer Windows-Partition austricksen – jedenfalls ist mir das gestern abend nicht gelungen.

Ferner kann man den Hauptordner (auch) unter Windows anscheinend nicht ändern – er liegt unverrückbar im Benutzerprofil, obwohl man seine Daten vielleicht lieber andernorts versammelt hätte.

Das Problem nochmals auf den Punkt gebracht: Man kann seine(n) lokalen Ubuntu-One-Ordner weder unter Linux noch unter Windows dorthin plazieren, wo es einem angezeigt erscheint – es werden stets nur Unterordner des jeweils vom Betriebssystem vorgegebenen Profil-Ordners (/home/Benutzer oder C:\Users\Benutzer) akzeptiert. Selbst wenn Windows auf Linux-Partitionen zugreifen könnte, bliebe das Problem bestehen.

Um Dateibestände auf Doppelboot-Systemen mit der Cloud zu synchronisieren, scheint mir Ubuntu One mithin nahezu unbrauchbar. (Möglicherweise denke ich hier zu sehr von meinen Dropbox-Gewohnheiten her, aber so sehe ich es.)

Edit: Ich sehe gerade: Unter Windows nehmen die vier (!) gestarteten Ubuntu-One-Prozesse gerade insgesamt 120.000 kB ein – soviel wie der Thunderbird. (Während Dropbox nur gut 40 kB benötigt.) Auch das ist kein Pluspunkt.

Was mir hingegen an „Ubuntu One“ gefällt

Die Zusammenarbeit mit Thunderbird, durch die es wunderbar bequem wird, sehr große Dateien per E-Mail zu verschicken (oder eben nicht zu verschicken, sondern zu verlinken), ohne dem Empfänger einen Riesendownload aufzunötigen und ihm die Inbox zuzustopfen. (Oder ohne sie erst umständlich woanders hochladen zu müssen, versteht sich.) Dazu braucht man die Ubuntu-One-Software nicht, es reichen Thunderbird und ein Ubuntu-One-Konto! Wirklich nett. Näheres dazu hier.

(Und Musik kaufen kann man bei Ubuntu One auch noch, aber das interessiert mich nun wirklich nicht.)

Und wenn ich Sie nun neugierig auf „Ubuntu One“ gemacht habe,…

… dann können sie sich dort zum Beispiel unter diesem Link reggen:

https://one.ubuntu.com/referrals/referee/469957/

Dann bekommen wir – Sie und ich – je 500 MB Extra-Speicherplatz. Das nennt sich Referral-System, und das finde ich konzeptionell auch ziemlich überzeugend.

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:-) :-( ;-) :-D :übel: more »

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