Es scheinen dies Tage und Nächte der Grundsätzlichkeiten zu sein. Eben gerade wird mir (nicht ganz zum erstenmal, es sei zugegeben) klar, daß das Farbschema dieses Weblogs ganz deutlich an das der sogenannten „Bibel in gerechter Sprache“ und ihres Webauftritts erinnert.
Aus einem alten FAZ-Kommentar zu diesem Machwerk in diesem Zusammenhang diese herrlichen Sätze von Lorenz Jäger: „So ein zartes Gelb auf dem Umschlag schmerzt das Auge nicht, es stimmt zum Lindenblütentee bei der Bibelarbeit. Nur das Ohr leidet. […] „Ich, Adonaj, deine Gottheit, bin eine eifersüchtige Gottheit.“ Denn schlicht vom „Herrn“ zu sprechen paßt nicht in die Zeit. So gibt es auch keine Priester mehr, sondern nur eine „mit dem Priesteramt betraute Person“. Woraus wir lernen, daß die gerechte Sprache immer auch um eine Nuance bürokratischer ist: Das Vorbild gibt der Politiker, der im Fernsehen seinen Wählerinnen und Wählern dankt.“ (F.A.Z., 06.10.2006, Nr. 232 / Seite 33)



Alles gelogen

