Feuilleton, Hannover, Inland
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Wollsocken (ergänzt)

7913622544_4f3c3effb9_cEnde der 80er, Anfang der 90er gab es bei einigen von uns für die Erziehungswissenschaftler einen Spitznamen: die „Wollsocken“.

Die saßen damals in einem imposanten Gebäude aus der Zwischenkriegszeit in der Bismarckstraße (Südstadt). (Wiki: „Derzeit versucht das Land Niedersachsen das historische Gebäude zu vermarkten.“) Wenn man dort mal zu schaffen hatte, sagte man, sagten jedenfalls einige von uns: „So, ich fahr jetzt zu den Wollsocken.“

Und die Semester-Partys in der Bismarckstraße erfreuten sich auch bei vielen nicht dort verorteten Studenten wegen des hohen Frauenanteils (es haben ja nicht alle Wollsocken getragen) großer Beliebtheit.

Daß bei denen grundlegend andere Zitierregeln gegolten, gar „Zitierkulturen“ geherrscht hätten, wäre allerdings niemandem je zu Ohren gekommen. (Daß da jemand promoviert worden wäre, allerdings auch nicht. Letzteres war aber sicher eine Frage der Wahrnehmungs-Distanz, es gab solche Fälle vermutlich durchaus…)

Bildquelle: Poppy Bubleroot of Fair Downs, CC BY-NC

Zusatz

Aus einem auch ansonsten lesenswerten FAZ-Artikel von Thomas Gutschker zur Causa Schawan:

Dann gab es die Erziehungswissenschaftler, die öffentlich versicherten, in ihrer Disziplin hätten schon immer andere Maßstäbe gegolten, Pädagogik sei keine echte Wissenschaft. Warum werden in diesem Fach dann überhaupt Professoren berufen und Doktoranden ausgebildet?

Gute Frage…

Antworten

:-) :-( ;-) :-D :übel: more »

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