So, und nun noch einmal in neutralisierter, weichgespülter Form, um „freundlicher junger Mann“ nicht weiter zu beunruhigen: Wenn jemand ein etwa lesenswertes Weblog – abgesehen von den hier bereits verlinkten und dem stillgelegten von Götzen, das wegen seiner institutionellen Anbinung ein Sonderfall unter den Blogs war – namhaft zu machen wüßte, so wäre er gebeten, das hier zu tun.


Tod einer Heuschrecke (Ritter; Stark)


Per Blogreader lese bzw. verfolge ich – außer den von Dir aufgezählten
– Hannes Steins Tagebuch einer Auswanderung, die „Letters from Rungholt“ und das Ulmer Tagebuch. Nicht gerade viele.
Dazu natürlich eine ganze Reihe von deutschen, angelsächsischen und französischen christlichen/katholischen Blogs.
Die meisten haben etwas ganz Eigenes – wie Deiner ja auch.
Dabei merke ich, daß es oft weniger der Inhalt als die „Stimme“, der „Tonfall“, der „Klang“ eines Blogschreibers ist, der mich hängen bleiben lässt: Daß man einer Person (oder um das Künstliche stärker zu betonen: einer persona) zuhört und er/sie einen anspricht. Dann sind es auch schlicht und einfach formale Dinge: Regelmäßiges Bloggen finde ich bei anderen (und bei mir) wichtig, die Postings sollen nicht zu lang sein, man sollte sie am Bildschirm gut lesen können (Schrift, Zeilen- und Absatzlänge, Sprachniveau…).
Mit mehr Zeit würde ich wahrscheinlich auch mehr Blogs kennen und folgen, die außerhalb meines „scope“ liegen – und der hat sich schon – wie Du in einer früheren Version richtig bemerkt hattest – verengt.
Jo, danke schon einmal für die Hinweise – ich werde die Blogs mal auf meinen Beobachtungsschirm setzen. Deinen Kritikerien eines lesenswerten Blogs stimme ich voll und ganz zu.
Und ich bäte nochmals um Entschuldigung für meine sehr schematische Einordnung der wenigen Blogs, in denen ich bis dato mitlese, mit je einem einzigen Satz gestern abend. Das ist in der Tat einer überzeugenden „persona“ nicht angemessen – und wenn ich die personae nicht für leidlich überzeugend hiete, würde ich da eben gar nicht mitlesen.