Deutschland, International, Medien
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Propaganda-Reimport

Ein meines Erachtens sehr interessanter Artikel in der Berliner Zeitung: „Strukturelles Problem“.

Schriftsteller (neben vielen Unbekannten sind auch Vargas Llosa und Arnulf Baring dabei) haben einen offenen Brief an den Bundestag geschrieben. Er, der Bundestag, möge die Tätigkeit der China-Redaktion der Deutschen Welle (DW) während der letzten fünf Jahre einer Prüfung unterziehen.

Der Grund: Der chinesischen Regierung ist es anscheinend gelungen, ein U-Boot in der DW-Redaktion zu plazieren. Die stellvertretende Redaktionsleiterin (mittlerweile beurlaubt) hat jahrelang über die Deutsche Welle chinesische Regierungspropaganda verbreitet.

Man geht davon aus, und gerade das ist interessant, daß die rotchinesische Regierung (und andere Diktaturen wohl ebenso) sehr gut weiß, daß ihr Volk nicht glaubt, was die inländischen Medien verbreiten, daß westliche Auslandssender hingegen Vertrauen genießen. Also versucht man, die zu infiltieren – man versucht Propaganda zu reimportieren.

Es müsse geprüft werden, ob Redakteure und Mitarbeiter der Deutschen Welle, die Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas seien, als „Deutschlands Visitenkarte im Ausland“ des vom Bund getragenen Auslandssenders geeignet seien. Die Mitarbeiterprüfung solle für alle Redaktionen gelten, die über und in totalitäre Länder einschließlich Russland berichten. Zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des Senders müsse zusätzlich eine nochmalige Stasi-Überprüfung anberaumt werden. Außerdem solle jeder Mitarbeiter durch einen Codex auf einen werteorientierten Journalismus verpflichtet werden. Auch müsse geklärt werden, ob ein unabhängiger Beobachter eingesetzt wird, der Qualitätskontrollen durchführt, die dem gesetzlichen Sendeauftrag entsprechen.

So so, die Rußland-Redaktion soll nach Meinung der Briefeschreiber auch überprüft werden. Ohne Kenntnis dieser Redaktion, aber mit Kenntnis der Russen: Gute Idee…

Nachtrag: Der Spon schon gestern dazu.

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:-) :-( ;-) :-D :übel: mehr »

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