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Savoir vivre
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Hey Bionda!

bionda.gifVor einiger Zeit schon hatte ich mich in meinem alten Forum darüber beklagt, daß man zu viele, viel zu viele Frauen mit vielzu roten Haaren auf der Straße sieht. Es ging mir darum, daß es keine Frauen (und auch weniger Männer, natürlich) mit grauen Haaren mehr gebe – sondern eigentlich nur noch welche mit hennaroten, schreiendroten oder lilaroten.

Herrin der Zeiten, die sich wandeln kann. Rotgefärbte Haare scheinen etwas seltener geworden zu sein, dafür kann man sich vor blondgefärbten Frauen aller Altersgruppen über vierzig kaum noch retten.

Arbeitshypothese: Da spielt ein kollektiver, vermutlich unterbewußter Racheimpuls eine Rolle. Sie wollen sich an den echten Blondinen rächen, indem sie versuchen, dafür zu sorgen, daß blond mit „40+“ assoziiert werde.

Jedenfalls kann provisorisch diese Faustregel formuliert werden:

„Wenn man heute von weitem eine Frau mit blonden Haaren sieht, kann man mit 80%iger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß sie über 50 ist.“

Die russische Babuschka trägt immer schon Kopftuch, die deutsche trägt heuer blond.

5 Kommentare

  1. Vinneuil

    Blondheit hat auch mit den Östrogenen zu tun (so las ich mal irgendwo), und hängt mit der Jugend zusammen. Viele Menschen sind als kleine Kinder schwedenblond, und verdunkeln mit 3, 4 Jahren. Frauen, die mit 20 blond sind, verdunkeln im Alter. Es gibt also kaum „natürliche“ Blondinnen über 40. Vielleicht ist diese 40+ Praxis auch ein unbewußter Impuls in diese Richtung…

  2. Hm, vielleicht. Aber spätestens mit 40 fangen nun einmal fast alle Menschen an zu ergrauen, und dann dürfte das mit dem Nachdunkeln doch relativ weniger ins Gewicht fallen?

    Und noch was: Ich würde hier gerne festhalten, daß ich das schon mit einem etwas schlechten Gewissen geschrieben habe. Alle Menschen, Frauen aber sicher immer noch mehr als Männer, sind heute einer immer unerbittlicheren, jedenfalls aber immer omnipräsenteren Normierung eines äußeren Ideals ausgesetzt – man mag es kaum noch „körperlich“ nennen, so blutleer und „hygienisch“ ist es. Jung, schlank, strahlelächelnd, positiv denkend, gesund, leistungsfähig etc. pp. Keimfrei.

    Klar, es gibt Trotzreaktionen à la „dick ist chic“, aber das zählt eben eigentlich nicht. Man sollte da im Grunde niemanden aufziehen, wenn er das umzusetzen versucht, was sich halbwegs machen läßt, und sich eben die Haare färbt. Hinzu kommt der soziale Zwang, selbstverständlich – es machen eben alle so.

    Das vergreisende Volk schafft sich seinen Jugendlichkeits-Komment.

    Und ich bin eh in eine bequemen Situation, weil mir die Glatze leidlich steht. :-)

    Man mag den Ausgangsbeitrag also bitte nicht zu grundsätzlich nehmen. Es nervt mich halt nur in dieser Häufung.

    Geheimtip für Haarfärbemittel-Produzenten: Bietet doch einmal gezielt Straßenköterblond als Farbe an, könnte eine Marktlücke sein.

  3. Hehe, eine ähnliche Hypothese hatten wir am Wochenende aufgestellt. Eine Freundin von mir hat dann klassifiziert in „gefärbt“ und „nicht gefärbt“ – ich vermute das geschulte weibliche Auge erkennt das besser. ;-)

    Zum Glück haben die anderen zu wenig getrunken (meine Wenigkeit ist gefahren) um den Fauxpas zu bringen und nachzufragen.

  4. ich vermute das geschulte weibliche Auge erkennt das besser.

    Ja, sicher. Mir fällt dieser quittegelbe Ton eben nur bei älteren/alten Frau auf – und bei Türkinnen, gelegentlich.

    Hm, wie es zu deuten sei, wenn sich Südländerinnen hierzulande die Haare blond färben, das wäre ein Thema für sich.

  5. Herrin des Geldes

    Ich kann diese These gar nicht so unterstützen da es mir bisher noch nicht wirklich so aufgefallen wäre als wenn so viele Frauen Rote Haare trugen. Ich selbst bin Blond und finde es passt auch sehr gut zu mir und würde sagen es gibt super viele Frauen die Blond sind.

    Edit Harki: Link zu ‚ner Nutten-Seite entfernt – ich konnte mir einfach nicht verbeißen, den Spam freizuschalten.

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