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Kate

Seit einer Zeit bin ich recht angetan von dem Texteditor Kate (Website). Seit ich mir vor Jahren schon die Verwendung von geklauter Windows-Software weitestmöglich abgewöhnt habe, hatte ich mich unter Windows als Ersatz für das zuvor jahrelang benutzte, kommerzielle UltraEdit mit dem kostenlosen PSPad beholfen. Das ist jedoch ein Einzelkämpferprojekt, mit dem ich aus irgendwelchen Gründen nie ganz warm geworden bin – zumal es eben nicht nur keine Open Source, sondern nur mehr Freeware ist und eben auch nur unter Windows läuft.

Und nun hatte ich für Linux nach einem Ersatz für gedit gesucht – das hat mir zwar ebenfalls jahrelang gute Dienste geleistet, aber es hat mich gestört, daß dieser doch relativ spartanische Editor bei der Bearbeitung großer Dateien mit langen Zeilen zumindest bei mir dazu neigt, furchtbar langsam zu werden. gedit hat sich sozusagen mehr herausgenommen, als ihm zustand. Eine nicht eben ganz mächtige Software mit überschaubarem Funktionsumfang sollte zumindest schnell laufen.

Also hatte ich mich auf die Suche gemacht, da mir klar war, daß ich auf meine alten Tage nicht mehr zum vi-Enthusiasten werden würde. Als ich dann auf Kate gestoßen bin (und ich mußte in der Tat erst darauf stoßen, weil ich unter Linux seit Ewigkeiten nicht mehr mit dem KDE als Desktopumgebung gearbeit habe), habe ich hocherfreut festgestellt, daß es davon eine Windows-Portierung gibt. Inwiefern sie wie bei anderer genuiner Linux-Software als ungeliebtes Stiefkind anzusehen ist, vermag ich nicht zu sagen. Die Tatsache, daß die letzte Windows-Version anderthalb Jahre alt ist, scheint dafür (und damit gegen die Software) zu sprechen… Dennoch sind mir unter Windows bis jetzt keine nennenswerten Unzulänglichkeiten gegenüber der Linux-Version aufgefallen, nachdem ich den Editor unter beiden Betriebssystemen eine Weile ausprobiert habe.

An Kate gefällt mir:

  • Wie angedeutet und wie üblich die Tatsache, daß es Open Source ist und für beide Betriebssysteme verfügbar ist.
  • Das Fehlen der Ärgers, den ich mit gedit hatte.
  • Umfangreichere Funktionen als gedit. Mir gefällt zum Beispiel (der vielleicht im Screenshot erahnbare) graphische Scrollbalken zur Orientierung in längeren Dateien recht gut.
  • Eine von mir als hoch empfundene Konfigurierbarkeit.
  • Ein überzeugendes, durchdachtes (und ebenfalls konfigurierbares) Kurztastensystem.
  • Eine funktional überzeugende und ästhetisch ansprechende Syntax-Hervorhebung. (Die ich natürlich nur hinsichtlich der Skripting-Sprachen beurteilen kann, in denen ich was mache. Das sind PHP/MySQL, HTML und CSS.)
  • Eine praktikabel einsetzbare Textvervollständigung.

Größere Nervereien sind mir bei Kate bis dato nicht untergekommen – ich denke, ich werde mich auf längere Zeit damit befreunden.

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