Zum Frühstück einen lesbaren und ruhigen Artikel zu den aktuellen Grundkonstanten des Nahostkonfliktes – betrachtet aus saudi-arabischer Perspektive, verfaßt von Klaus-Dieter Frankenberger, betitelt „Des Königs Groll“, zu finden auf der letzten Seite des ersten Produkts der Druckausgabe – und auf faz.net wieder einmal eingemauert.
Zusammenfassung: Das Königreich Saudi-Arabien – dabei, sich als regionale Führungsmacht zu etablieren – zürnt Syrien, weil sich der junge Assad zu sehr an den Iran klammere und die Region destabilisieren helfe. Das iranische Atomprogramm wird in Saudi-Arabien sehr ernst genommen. Das Verhältnis zu den USA hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, seit diese weniger aufgeregt nach Demokratisierung rufen und sich mit den modesten Reformen des Königs zufrieden geben und seit die Saudis ein wenig davon abgekommen sind, Islamisten auf der ganzen Welt finanziell zu unterstützen.



Winds of War


Passend zum Thema Saudi Arabien:
Ich habe letztens das Buch:
„Orientalische Promenaden. Der Nahe und Mittlere Osten im Umbruch“ von Volker Perthes (ISBN 3886808203)
… gelesen. Sehr interessant, da es den Alltag der Menschen beschreibt, aber auch auf die politische Situation eingeht. Fern also jeglicher „Evil Empire“ Sachen, aber auch nicht in das ewige Palästina-Geheul einstimmend. Den Teil über Saudi-Arabien fand ich sehr interessant, wenngleich vor allem aus Riad berichtet wurde.