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Harki hat ein Problem mit Amyklai

amyklai-problemGegründet wurde Amyklai mal irgendwann, um mir neben dem immer seriöser, ernsthafter und sozusagen offizieller werdenden „Konjunktiv 2″ eine private Spielwiese zu schaffen, auf der ich irgendwelchen Ego-Kram ungenierter machen kann. Also: weböffentlich rumflennen, blödeln, irgendwelche Bildchen weiterspammen, meine last.fm-Liste veröffentlichen, über’s Laufen, vom Wetter und von der Nacht erzählen – etc.

Nun neigen meine Webprojekte anscheinend dazu, sich wie von selbst zu „seriosisieren“. Sie „auto-seriosieren“. Auch k2 war ursprünglich und in seinen allerersten Ursprüngen mal vor allem als privates Schraddel-Forum konzipiert worden und ist dann etwas anderes geworden. Und man schaue sich einmal diese Randbemerkungen hier an (wenn denn gerade welche da sind). Das sollte eigentlich so eine Art Twitter werden und ist nun etwas anderes, etwas Bemühteres.

Ich möchte aber beides machen: Mikro-Journalismus und Online-Egomanie.

Also: Ich denke daran (mehr ist es noch nicht), dieses Blog zu teilen. Die alte Domain konjunktiv2.de reaktivieren und dort ein weiteres WordPress-Blog einrichten, dort die Sachen über die Rechten und die Linken, Geschichte, Politik, die tagesaktuellen Links, die Sachen über irgenwelche Zeitungsartikel etc. Hier halt meinen eigenen Kram, das Privatzeug.

Es geht halt beides gleichzeitig nur sehr schwer. Man wird fast zwangsläufig ego-monumental, breitärschig und knödelig.

Auf einem k2-Blog könnten dann auch gerne mal andere Leute Haupteinträge schreiben, wenn Sie denn wollten. Das kann ich auf dem harki-ego-verwanzten Amyklai, dem Tagschattenbuch halt, niemandem zumuten.

Nochmals: Es sind Pläne, kaum mehr als Ideen.

8 Kommentare

  1. frei_sein

    Ich persönliche finde ja die Mischung gerade interessant, kann aber auch die von Dir geschilderte Problematik nachvollziehen. Bei zwei Blogs besteht aber vermutlich die Gefahrm daß eines inhaltlich und in Bezug auf die Resonanz das andere deutlich „ausstechen“ wird (vermutlich das politische das private“).

  2. Klar. Zu allem, was Du sagst.

    Ich meine aber im Moment, daß das sich gegenseitige Ausstechen von zwei Blogs summa summarum weniger drastisch ins Gewicht fallen würde als das, was es hier im Moment hat: nämlich daß sich zwei klar unterscheidbare Content-Gruppen gegenseitig behindern und lahmlegen. Würde ich jedenfalls mal so vermuten…

  3. Die Idee einen k2-Blog zu erstellen, wo auch andere Leute schreiben können gefällt mir ganz gut, auch wenn ich mir denke, daß auf Dauer eben dein persönlicher Blog dann quasi im Schatten stehen wird. Zumindest meine Vermutung.

  4. Apeiron

    Obwohl ich, was meine Wortmeldungen angeht, hier wohl eher zu den „Monothematikern“ (und somit zu den auf Ihrer „Hatelist“ geführten Subkulturen) zähle, schließe ich mich fs an: Gerade die Mischung macht den Charme des Ganzen aus. Ich lese auch die Ego-Rubriken immer gerne und selbst wenn ich ihren Geschmack in Kunstfragen (bei Noir désir sind wir dagegen völlig d‘accord) nicht teile: wenigstens haben Sie welchen. Insofern bleibe ich Ihnen erhalten, wie auch immer Sie entscheiden.

  5. Danke für die Antworten…

    Ich habe noch mal über die Idee nachgedacht und meine nun, daß fs und Apeiron recht haben. Ich werde zunächst kein „k2-Blog“ aufmachen, sondern hier weitermuckeln. Grund: Es gibt zehntausende von Langweiler-Blogs, in denen Leute was unheimlich Wichtiges zu Dingen, von denen sie keine Ahnung haben, mitzuteilen haben. Da brauche ich kein weiteres aufzumachen.

    Bei Amyklai ist völlig offensichtlich, daß es sich um mein persönliches Selbstdarsteller-Blog handelt, freundlicher ausgedrückt um ein Weblog im ursprünglichen Sinne: Um ein Logbuch der Webstreifzüge einer einzelnen Person mit starken tagebuchartigen Elementen. Hier ist klar, daß die leicht Form dominiert.

    Für ein k2-Blog im angerissenen Sinne hingegen fehlte mir die Substanz und auch die Arbeitskraft. Die Idee kann man ja im Hinterkopf behalten.

  6. Und @ Apeiron.

    Mal neugierig nachgefragt, das würde mich wirklich mal interessieren: Wie sieht’s denn so mit ihrem Kunstgeschmack aus?

  7. Apeiron

    Ganz holzschnittartig zusammengerafft würde ich sagen, dass mir die Expressionisten (und van Gogh als Vorläufer) am meisten zusagen. Je nach Stimmungslage – auch bei mir wechselhaft – darf es sogar surreal (mehr Dalí, weniger Miro) sein. Aber um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe nichts gegen John Singer Sargent – nur meine Präferenzen liegen anders.

  8. Danke! :-)

    So ungefähr hatte ich mir ihre Präferenzen auch vorgestellt.

    Ich habe nichts gegen John Singer Sargent – nur meine Präferenzen liegen anders.

    Nein, nein, natürlich nicht. Derlei ist sowieso überhaupt keine Kriege wert. Und als fröhlicher Konsument mache ich es mir da eh einfach: einiges mag ich und was ich nicht mag, interessiert mich nicht weiter. Ich habe Haß-Autoren, aber überhaupt keine Haß-Mahler.

Antworten

:-) :-( ;-) :-D :übel: mehr »

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