Gestern abend hatte ich hier einmal etwas Feministisches gebracht. Heute morgen nun, gegen Ende der langen Feiertagskette, liefern mir die Praktikantinnen von faz.net erfreulicherweise die Gelegenheit frei Haus, in die andere Richtung zu boßeln. Sie berichten, prominent auf der Site plaziert, über „Frauen, die sich was trauen“, nämlich über „Frauen in Männerdomämen“. Also:
FAZ.NET hat genau hingeschaut, welche Hürden Frauen auf dem Weg zur sportlichen Gleichberechtigung überwinden müssen.
Der Artikel ist erfreulich kurz
, es geht im Grunde nur darum, eine Klickerzeugungsumfrage zu bewerben.



Blitzpodcast zum Neujahrs-Abend


Dieses „wir haben mal genau(er) hingeschaut“ ist eine dieser dämlichen Floskeln der Journalisten, gerne auch im Fernsehen oder Radio, die eigentlich schon in der PraktikantInnen-Phase ausgemerzt gehörten. Zumal es regelmäßig signalisiert, daß man zwar hingesehen, aber nichts verstanden hat
Diese Umfrage ist ja schlimm. Die Antwortmöglichkeit „Nein, nein, nein, es gibt Sachen, die will man nicht sehen und die muß es auch nicht geben“ fehlt.
Frauenfußball gibt es ja auch trotz dieser berechtigten Argumentation
Also, ich frage mich hier – und eigentlich bei 95 % der Umfragen auf Zeitungsseiten –, warum es eigentlich anscheinend so schwer ist, so etwas nicht grenzdement zu formulieren. Gerade faz.net leistet sich da oft (wie hier) unglaubliche Klopfer…