Tatort „Ausweglos“, Leipzig, MDR, 2008, Eva Saalfeld (Simone Thomalla), Andreas Keppler (Martin Wuttke)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Illegale Leihmutterschaft
Huch, was war das denn? Bemerkenswert. Nach einem desaströsen Start wirkt das neue Leipziger Duo auf einmal ebenso überzeugend wie sympathisch – gerade Keppler kommt wunderbar und charmant rüber, wer hätt’s gedacht. Wenn das Konzept in den nächsten Folgen nicht überdehnt wird, kann Saalfeld/Keppler eine erstklassige Tatorts-Adresse werden.
Ein spannender, intelligent komponierter Fall, der allerdings gelegentlich unsere bescheidenen Geisteskräfte (oder doch das, was wir davon in einen Fernsehkrimi zu investieren geneigt sind) ein wenig überfordert hat.
Ein großes Lob der intensiven, sehr oft witzigen Kamera.
„Illegale Leihmutterschaft“, nie geahnt, daß es so etwas gibt.
Die aufgeklebten Prollfingernägel von Eva Saalfeld nehmen wir für ostdeutsches Lokalkolorit.
Die Kinderpuppe sieht furchtbar mutiert aus.
Für alle kleinen Schwächen entschädigen die schönen, traurigen Augen und die hübschen Mundwinkels-Fältchen von Frau Marquardt (Schauspielerin auf der überarbeiteten Tatort-Site leider nicht aufgeführt
).



Mein Nachtrag zur Love-Parade in der Stadt Berlin

