Auf faz.net ein weitschweifiger Artikel zum Thema „Drei Jahre Katrina“ mit dem dümmlichen Titel „Das Wasser hat auch die Illusionen fortgespült“ – es ist Wochenende.
Was ist bemerkenswerter?
Erstens: Das reichste Land der Erde ist in drei Jahren anscheinend nicht in der Lage, die Folgen einer Flurkatastrophe in einer einzigen Stadt zu bewältigen – nachdem es dort zuvor offenbar für selbstverständlich angesehen wurde, daß es um eine Großstadt herum, die unter dem Meeresspiegel an einer Küste in einer Wirbelsturmzone liegt, keine Deiche hat. Hübsch sind sicher auch diese Papp- und Sperrholzhäuschen in den Gegenden, in denen es immer Tornados gibt. Nun, bitte sehr.
Zweitens: Die vielleicht 500 Meter lange Hauptstraße des fahrradreichsten Stadtteils einer der fahrradreichsten Städte Deutschlands wird in nur zehnjähriger Bauzeit erneuert (Okay, sie haben dabei auch die Straßenbahn unter die Erde gelegt) – ohne Radwege. Aber mit schön breiten Bürgersteigen, damit die Fressiers ihre Tische nach draußen stellen können. Dort habe ich gestern übrigens von den (sehr freundlichen) Schergen der Obrigkeit einen (sehr mäßigen) Strafzettel wegen Fahrens auf dem Bürgersteig verpaßt bekommen.
So, und ich habe jetzt keine Lust mehr, diesen verdammten Scanner zum Laufen zu bringen, Scheißding.



Windows-Installation (Zwischenbericht für die interessierte Öffentlichkeit)


Als ich den Artikle gestern gelesen habe, schien er mir auch eher durch Wiederholungen und Weitschweifigkeit als durch Faktendichte zu glänzen. NUn bei der Autorin handelt es sich ja mutmaßlich um die die Professorin für Kommunikationswissenschaften, die Zwischenzeitlich als die Lebensabschnittspartnerin von Frau Will eine gewisse überregionale Bekanntheit erhielt.
Zu Katrina hatten wir ja im alten k2-Thread verutlich schon alles gesagt, so dass ich mich hier weiterer kritischer Anmerkungen fast enthalte und ledigleich wiederhole, was auch eine Harvard-Studie leztes Jahr ergeben hatte: Für heterogene Gesellschaften bzw. Nachbarschaften ist das Ergebnis völlig normal – zumal es weder ausreichend soziale Bindungskräfte gab, noch anscheinend großartig ideelle.