
Sie sollen nicht deine heilige Erde entweihen, England,
der deutsche Eber und die italienische Hyäne.
Dergestalt wendet sich Borges sozusagen ex post Ende der Sechziger an einen gewissen Schatten im Jahre 1940 und er ruft sie herbei:
An diesem letzten Gestade der Meere
rufe ich sie an, und sie eilen herbei
aus der unzähligen Vergangenheit
mit hohen Mitren und Kronen aus Eisen,
mit Bibeln, mit Degen, mit Rudern,
mit Ankern und mit Bogen.
Ich erwähne dieses Gedicht auch, aber selbstverständlich nicht in erster Linie, weil hier schon einmal von JLBs Erzählung „Ein deutsches Requiem“ die Rede war. Borges ist unpolitisch, er steht weit abseits aller Fronten, wenn man von ganz banalen Dingen wie seiner Feindschaft gegenüber Perón absieht.
Er spricht irgendwo, auch im Zusammenhang mit dem „Requiem“, von der fast körperlich gespürten Freude, die er angesichts der Nachricht von der Befreiung von Paris empfunden habe. Das dürfte zivilisierter Konsens sein.
Bemerkenswert ist ferner, wem er hier die schlußendliche Befreiung zutraut, nämlich den vom Opiumtrinker gespannten Albtraum-Netzen. Und in gewisser Weise hat er damit auch recht behalten.
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