Das „rechte“ Institut für Staatspolitik (IfS) ist anläßlich einer von ihm veranstalteten Tagung in Berlin von der Online-Zeit mit einem witzigen Artikel mäßiger Länge bedacht worden. Man ist merklich aufgescheucht – wie mir sofort nach der Lektüre klar war, hat die Verfasserin Marie von Mallinckrodt recht gut hingeschaut. Es ist jedenfalls bemerkenswert, in welchem Maße diese Leute durch einen Online-Artikel, den man nun nicht gerade als journalistisches Meisterstück wird bezeichnen wollen, zu beunruhigen sind.
Also tun sie als Rechte das, was sie am allerbesten können und was sie auch ansonsten von früh bis spät tun: Sie jammern und beklagen sich, von aller Welt, vorzugsweise von „Netzwerken“, verfolgt zu werden.
Man fragt sich schon, warum denn „die Antifa“ die Tagung keiner Störung für würdig befunden hat – der Ort der Veranstaltung (die Urania) war diesmal Tage vorher im Netz publik. Aber das nur nebenbei
Götz Kubitschek vom IfS fragt nun seit gestern abend gar, ob Frau von Mallinckrodt überhaupt und recht eigentlich eine Journalistin sei? Sie gehöre ja „zur Redaktion des perfiden ‚Netzes gegen Nazis‘“. Nein, sie sei gar keine Journalistin, denn ein Journalist sei „laut Pressekodex der Wahrheitsfindung und der Redlichkeit verpflichtet“:
Wer bewußt verfälscht oder Zusammenhänge und Konnotationen herstellt, wo keine sind, verstößt gegen diesen Kodex (siehe v.a. Ziffer 2 – Sorgfalt).
Ich binde einmal einen Screenshot ein: So präsentiert sich mir heute morgen der Online-Auftritt der Zeitung Junge Freiheit in meinem Feedreader…
Wer wie die JF seit mehr als zwanzig Jahren mit jedem Artikel und mit fast jeder Zeile an die Voreingenommen, das Ressentiment, die Befangenheit und die Komplexe seiner überschaubaren Leserschaft appelliert, ist eigentlich nicht in der Position, journalistische Haltungsnoten zu vergeben oder gar Journalisten ihr Journalistsein abzusprechen.
Belgien auf dem Balkon
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„perfide“ fällt in letzter Zeit häufiger oder täusche ich mich?
Die Reaktion war zu erwarten.
Das die JF mit ihrem „Blick nach Links“ das „Netz gegen Nazis“ zu kopieren versucht sollte auch GK wissen.