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Laufen, Sport
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Die schmerzhafte Wahrheit

schuhfrei_sein macht mich (nochmals danke!) auf einen interessanten, allerdings recht langen Artikel zum Thema „Laufen“ aufmerksam: „The painful truth about trainers: Are running shoes a waste of money?“ Es handelt sich um die Zusammenfassung eines Buches von Christopher McDougall, erstellt von demselben. Tenor: Ja, teure Laufschuhe sind in der Tat Geldverschwendung, das Verletzungsrisiko sinkt mit ihnen nicht, sondern steigt.

Laufschuhe nützen nur einem, nämlich dem Hersteller.

Mit anderen Worten exakt das, wovon ich seit Jahr und Tag überzeugt bin, wie schön. Udo Pollmer hat auch schon was dazu geschrieben, wenn ich mich recht erinnere.

Wer fremden Federn traut, trainiert eben die eigene Federung nicht. Und daß viele Star-Läufer als Kinder irgendwo im Busch barfuß angefangen haben zu laufen, ist auch bekannt.

When I was told this anecdote it came as no surprise. I‘d spent years struggling with a variety of running-related injuries, each time trading up to more expensive shoes, which seemed to make no difference. I‘d lost count of the amount of money I‘d handed over at shops and sports-injury clinics – eventually ending with advice from my doctor to give it up and ‚buy a bike‘.

bw_schuhe2Ich laufe seit fast zehn Jahren fast täglich in billigsten, ungefederten Bundeswehr-Laufschuhen und habe mich dabei bis jetzt einmal leicht verletzt. (Eine Zerrung in der Wade.) Irgendwelche bekloppten Dehnübungen habe ich auch nie gemacht.

Wie frei_sein zu Recht feststellt: Es ist wie mit dem Spinat und dem Eisen. Jeder hält’s für erwiesen – bis dann mal wirklich nachgemessen wird.

6 Kommentare

  1. Zaunkönigin

    Sehr wahr. Es ist auch bekannt, dass orthopädische Einlagen und Fußbetterhöhungen etc. den Fuß verformen, Sehnen kürzen, Muskeln ihre Arbeit nicht machen lassen und ein normales Laufen auf Dauer verunmöglichen. Wer mal Fußprobleme hatte weiß, dass eine vorübergehende Einlage zwar Entlastung bringt, dauerhaft aber einen Fuß, der ohne diese Dinger gar nicht mehr schmerzfrei laufen kann. Sämtliche Senk-, Spreiz- und Plattfüße entstehen durch falsche Einlagen und allzu gut gemeinte Fußbettunterstützungen. Die werden von Kindesbeinen an antrainiert (laufen ja alle in Trainers herum) – zur Freude der orthopädischen Schuhmacher.

  2. Danke für die Hinweise aus dem Bereich „Gesundheitswesen“! Das war mir in der Tat ganz neu, weil die Sache immer nur aus der Perspektive „Sport“ gesehen habe; es fügt sich aber wirklich gut ineinander…

  3. Zaunkönigin

    Natürlich rede ich nicht von Menschen, die aufgrund von Fußdeformationen oder sonstiger Erkrankungen des Stützapparates orth. Schuhe und Einlagen tragen müssen! Das nur zur Klarstellung.
    Es geht eben um diese selbst herbeigeführten Fußprobleme. Viele denken, sie tun sich was Gutes, indem sie extra Einlagen und teure Schuhe mit ausgeprägtesten Fußbett tragen. Diese ganzen Trainers gehören halt in die Kategorie. Das Gegenteil ist leider der Fall. Das bestätigt inzwischen jeder Orthopäde.

  4. die aufgrund von Fußdeformationen oder sonstiger Erkrankungen des Stützapparates orth. Schuhe und Einlagen tragen müssen! Das nur zur Klarstellung.

    Völlig klar. Und ich meinte umgekehrt natürlich nicht, daß man sich beim Laufen in Simpel-Schuhen nicht verletzen kann, wenn man in der Hinsicht empfindlich ist.

    Ich meinerseits habe mir mehrmals beim Hantelnstemmen Blessuren zugezogen, nämlich Rückenprobleme, teils ziemlich schmerzhafter Art.

  5. darkfalconheart

    Hm… ich kann zum Laufen in Form von Rennen sehr wenig sagen, mache ich nicht gern. Ich weiß nur das Runners die Schuhe sind, in denen ich mir auf Wanderungen nie Blasen gelaufen hab, am seltensen mit Fußschmerzen zu kämpfen hatte, und meist den sichersten Stand drin hatte. Und das mit dem sicheren Stand ist mir wichtig seit ich ein paar Mal umgeknickt bin und ein gezerrtes Knöchel hatte.
    Ein paar Runners sind ungefähr die Schuhe, die ich am liebsten an den Füßen habe, nicht zum Rennen an sich, sondern im Alltag draußen und auf Arbeit. Bequem, angenehm am Fuß und praktisch. Ach ja – großes Plus – Atmungsaktiver als Lederschuhe.
    Von daher mag der High-Tech-Kram fürs Hochleistungsrennen nix taugen, aber für eine Menge andere Sachen, sind die Schuhe trotzdem gut.

  6. Nun, ich persönlich für mich bin nicht nur beim Sport, sondern auch im Alltag, Sport- und Funktionsklamotten-Phob. (Wobei Jeans ja eigentlich auch mal Funktionsklamotten waren, ebenso wie meine Caterpillar-Stiefel, in denen ich fast immer rumlaufe.)

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