Tatort „Borowski und die heile Welt“, NDR 2009, Klaus Borowski (Axel Milberg), Frieda Jung (Maren Eggert)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines
Mir war das ganz entschieden zu frustig und zu überspannt. Die krassen Charaktere wollen nicht zu dem wie üblich subtil inszenierten, feinen Verhältnis zwischen Frieda und Borowski passen.
Auch einige recht tumbe Lebensweisheit, die Borowski zum besten gibt, stören diesmal nicht unerheblich: „Entweder ist man zu nah dran oder man ist zu weit weg. “ „Die Feuerwehr weiß wenigsten, wo sie hin muß.“ – so etwas in dem Stil, furchtbar.
Beindruckende schauspielerische Leistungen hat es. Aber wen interessiert’s? Bei dem Buch bleibt den Schauspielern auch nichts anderes übrig, als sich tüchtig anzustregen.
Die exzentrischen, schnellen Kameraschwenks, die tiefen Kamerafahrten und die hektischen Schnittsequenzen nerven ebenfalls.
Nicht unerträglich, aber für Kieler Verhältnisse enttäuschend.
Frieda geht doch nicht in die Schweiz, wie schön – Maren Eggert, man sieht sie gern.


Volle Zustimmung zur Bewertung des Tatort!
Ich freue mich natürlich, dass das ungeborene Kind den Fenstersturz (auch in der Fiktion eines ARD-Tatorts) anscheinend unverletzt überlebt hat. Ich frage mich natürlich schon, wie realistisch das ist. Die Mutter überlebt und lebt fortan im Rollstuhl und das Baby strampelt vergnügt im Brutkasten…
Es soll ja Leute geben, die glauben, was im Fernsehen kommt…