anaisErotische Romane schreiben nämlich, allerdings doch am besten unter männlichem Verlagsmanagement. Wer sich über das literarische Genre „Softpornos von Frauen für Frauen“ amüsieren will, ohne sich einlesen zu müssen, dem sei die Lektüre des Artikels „Leere Geständnisse“ in der NZZ von heute empfohlen. Und so sieht’s aus:

Trotz wohlberechneter Quote von Sadomaso (mehr devot als dominant), ein wenig Bisexualität und obligatorischer Promiskuität regiert das heterosexuell-monogame Paradigma. Auch die neue Generation exerziert für den Ernstfall der «grossen Liebe». Die Autorinnen-Visitenkarten tönen so: «Ich liebe meine Freunde, spiele Theater, koche Spaghetti, liege am See, trinke Cappuccino in der Sonne . . .» Jahrgang 1970 bis 1990, mit werbeträchtigem Aussehen und wohlklingenden Namen wie Anna Bunt oder Anna Blumbach, erfüllen sie den gesellschaftlichen Bedarf an weiblichen Geständnissen: «Erotische Romane können wir Frauen selbst am besten schreiben», lautet das Motto der Anais-Reihe.

Ich geh jetzt mal auf die Terrasse, einen Limoncello genießen. :uebel: :D

Bildquelle: Malage21, CC

2 Kommentare zu „Was Frauen selbst am besten können“

  1. frei_sein

    Mir wurde mal zugetragen, daß es bei diesen Groschenliebesromanserien, die ja auch von Frauen geschrieben werden, durchaus eindeutig und erotisch detailliert zur Sache geht, etwas was man als Mann, der sich höchstens den Perry Rhodan nebenan greift, nicht mitbekommt ;)

  2. Na, dann ist ja alles in Ordnung. :)

    Ich muß auch anfügen, daß ich den kulturkritisch-bekümmerten Tonfall des Artikels nun auch nicht so prall fand. (Man fragt sich schon, was denn da eigentlich gewünscht wäre…) Aber immerhin witzig zu lesen…

    Letztlich geht halt alles, was nicht langweilig und nicht „kulturkritisch“ ist.

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