Geschichte
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Von Versuchen, einander die Sprachen streitig zu machen, und anderen Tribalismen

Wir zitieren den ersten und den letzten Absatz des Vorwortes folgenden Werkchens:

Karl der Große oder Charlemagne? Acht Antworten deutscher Geschichtsforscher / Karl
Hampe ... Berlin : Mittler, 1935. -- 124 S. (Probleme der Gegenwart)

In dem jüngst entbrannten Streut um die Gestalt Karls des Großen nimmt die deutsche Geschichtswissenschaft einen einheitlichen Standpunkt ein. Wir Mitarbeiter an diesem Buche fühlen uns verpflichtet, diesen Standpunkt auch in der Öffentlichkeit zu vertreten und die Auffassung darzulegen, zu der wir auf Grund eingehender Prüfung der Geschichtsquellen jener Zeit gekommen sind. Wir tun es um der Wahrheit willen, weil vieles, was über Karl den Großen behauptet wird, nachweisbaren Tatsachen der Geschichte widerspricht; nicht minder aber um Deutschlands willen, das sich durch die Preisgabe dieser überragenden Persönlichkeit selbst schädigen würde.

Bon, Karl der Große ist also Deutscher. Aber Vorsicht!

Möge unser Buch verhüten helfen, daß durch den allzu leidenschaftlich geführten Streit um Franken und Sachsen eine unnötige Kluft zwischen den deutschen Stämmen aufgerissen werde. An Rhein und Main, an Mosel und Saar leben noch heute die Nachkommen der alten Franken, und sie sind sicherlich, wie es das Saarland eben erst bewiesen hat, nicht weniger gute Deutsche als die Niedersachsen.

:d: :-D

Bildquelle: Sacred Destinations, CC

Antworten

:-) :-( ;-) :-D :übel: mehr »

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