wp_kuerbisPer E-Mail erreicht mich die Frage, welche Blogsoftware denn besonders zu empfehlen sei. Da sie mir nicht zum erstenmal gestellt wird, möchte ich sie hier kurz öffentlich beantworten. Andere alte Blog-Hasen wird meine Antwort kaum überraschen, aber es gibt eben auch noch Leute, die erst gerade mit dem Bloggen anfangen möchten.

Meine Antwort lautet in jedem Fall: WordPress. :) Es ist die bei weitem leistungsfähigste Blogsoftware, hinter der eine unüberschaubar große Gemeinde von OpenSource-Entwicklern steht. Sie ist in jedem Fall kostenlos und an Leistungsfähigkeit, Konfigurierbarkeit und Anzahl der optischen Gestaltungsmöglichkeiten nicht zu schlagen. Und dennoch ist der Einstieg keineswegs besonders kompliziert.

Es gibt Leute, die anderes empfehlen – aber ihre Zahl hält sich in Grenzen. WP ist einfach die Standard-Anwort auf diese Frage.

Hauptnachteil von WP: Es ist ziemlich hochgezüchtet und läuft im Frontend (das nach außen Sichtbare) und im Backend (Admin-Bereich) nicht überwältigend schnell.

Man wird als Blogger auch ohne WP glücklich, klar. Ich meine aber, daß es das Beste ist.

1. Als Blogdienst

Wer diese Frage wie oben zitiert stellt, sucht in der Regel einen Blogdienst und keine Software für eine eigene Domain. Ich empfehle diesen Interessierten, sich ein kostenloses Blog bei wordpress.com zuzulegen. Das Blog hat dann eine Adresse dieser Art: http://name.wordpress.com/. (Von mir geschätzte wordpress.com-Blogs finden sich in meiner Blogrolle.)

Ein Blog bei wordpress.com ist übrigens einem auf einer eigenen Domain installierten „nackten“ WordPress-Blog auch technisch überlegen – wegen der zahlreichen schon vorinstallierten Plugins.

Die Hauptkonkurrenz von wordpress.com ist Blogger/Blogspot (von Google). Das ist auch nicht schlecht, ich halte wordpress.com aber bei aller Liebe zu Google schlechterdings für in vielerlei Hinsicht überlegen.

Was die vorgefertigten Templates angeht, so mag ich besonders Vigilance (Beispiel) und Mistylook (Beispiel), aber das ist Geschmackssache.

2. Auf einer eigenen Domain

Und den Bastlern empfehle ich halt WordPress. :)

3. Leute, die ein Blog bei wordpress.com haben und es dann doch auf eine eigene Domain transferieren wollen

Die können das natürlich machen, es gibt selbstverständlich eine Konvertierungs-Funktion.

Bildquelle: bionicteaching, CC

4 Kommentare zu „Welche Blog-Software? (Ergänzt)“

  1. Ich blogge ja schon immer auf blogger/blogspot und kann daher keinen Vergleich zur Konkurrenz ziehen.

    Aber immer wenn ich mal aus irgendwelchen Anlässen einen neuen Blog anlegen will/muss, bin ich erstaunt, wie schnell das bei blogger/blogspot geht.

  2. @ scipio

    Sicher ist Blogger eine Alternative. (Meines Erachtens allerdings auch die einzigen Ernstzunehmende.) Und Dein Einfluß in der katholischen Blogosphäre in D macht sich vielleicht schon dadurch bemerkbar, daß überdurchschnittlich viele „von Euch“ wie Du auch bei Blogger sind.

    Was mich aber neben dem geringeren Leistungsumfang gerade stört, ist, daß Google gleichsam versucht, die Blogger noch Konten zu organisieren und nicht nach einzelnen Blogs – wodurch man dann in der Tat noch einige Sekunden schneller als bei wp.com neue Blogs anlegen kann. Daß man ferner und damit in Zusammenhang zu sehr zu Google hinübergezogen und im „Blogger/Blogspot-Stall gehalten werden soll. (Wie angedeutet, es fällt mir wirklich nicht leicht, auf das von mir ansonsten sehr geschätze Google zu schimpfen.)

  3. Der Cousin zu Wordpress (Fork) ist http://b2evolution.net . (schon alleine weil es eine französische Entwicklung, ist mit starken deutschen Einflüssen ;-) )

    Wer eine Multi-Blog-Multi-User Engine sucht und sich in einer kleineren Entwicklerumgebung wohlfühlt sei dies als Alternative zu WP empfohlen.
    Und twoday.net von Knallkrau ist eine Alternative bei den gehosteten Systemen….

  4. Dank Dir noch für die Hinweise! b2evolution schaut wirklich sehr akzeptabel aus (so ja auch Dein Blog), ich schaue mir das unbedingt mal an.

    Bei twoday wäre ich allerdings skeptischer… Ich habe vor einem Jahr mal in einen Twoday-Blog mitgelesen, und es gab da schon überdurchschnittlich oft Macken, also Sachen, die nie funktioniert haben (z.B. das sich merken den Namens bei nichteingeloggten Kommentatoren) und darüber hinaus sehr häufige Ausfälle.

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