Autoren-Archiv

Vager 32. August 2010

Es ist dieser 32. August ein merkwürdiger. Der Sommer ist fast vorbei, aber ein Abschluß ist nicht in Sicht. So viel, was getan hätte sein sollen, ist nicht getan – das ist der Hauptpunkt, das ist heuer der Geschmack dieses Tages. Zuviel Zeit verschwendet, keinen ruhigen Tritt gefaßt. Und es ist nicht einmal das Mißtrauen überwunden. Dennoch, es soll nicht vergeblich gewesen sein.

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Person(a|e)nel(l)

Ich habe das jetzt in diesem Blog so gedreht, daß man zumindest nicht mehr ganz oben auf jeder Seite mit (Gr)avataren und derlei konfrontiert wird, weder mit meinem, noch mit anderen. Die Schocktherapie durch den neuen Webauftritt der Frankfurter Rundschau hat gewirkt. Ich kann gar nicht sagen, wie mir diese amimäßige Personlisierung des Webs mittlerweile auf die Nerven geht: „Hier spricht ein Gesicht zu Dir!“ Wie schön… :uebel:

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Buchweizengrütze

Diesseits des Boulevards (Spiegel, Bildzeitung) und der Mondsüchtigen-Milieus im Internet ist man sich weiterhin und weithin einig – man verreißt das Opus Thilo Sarrazins.

Ganz rechts in der Welt stellt Michael Kamann das Erzeugnis recht unaufgeregt vor: 200 Seiten Altbekanntes und Unproblematisches, 100 Seiten von den „Islamkritikern“ abgepinnt, 100 Seiten Provokation. So in etwa Kamann.

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Netzwerks-Knöpfchen-Serie „Sable chaud“

Diese Netzwerk-Buttons habe ich mit Photoshop für dieses Blog gemacht. Ich nenne die Serie Sable chaud. Wer die Graphiken für seine Website verwenden möchte, kann das gerne tun. Sie stehen unter CC-Lizenz – und wenn Sie den Link zu mir vergessen, ist das auch kein Drama. Wenn Ihnen wichtige Buttons zu fehlen scheinen, wenden Sie sich bitte an mich. Et bien, hier ist sie:

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Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Das sind nicht nur, wie man im Web weiß, die vier Feinde der Deutschen Bahn, es sind auch die einzigen Abstufungen, die die Social-Media-Spastis kennen. Und jeder will dann die jeweils nächste zuerst bemerkt haben, weil er eben sonst nichts mitzuteilen weiß, aber unbedingt was twittern will.

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Was kann man von einem Mann Großartigeres sagen…

… als das hier:

Jesse James was a lad that killed many a man,
He robbed the Glendale train,
He stole from the rich and he gave to the poor,
He‘d a hand and a heart and a brain.

Einen Zug ausgeraubt und viele Männer getötet zu haben, von den Reichen gestohlen und den Armen geben zu haben, ein Herz, ein Hirn und eine Hand gehabt zu haben – das ist doch einmal eine Alternative zum obrigkeitlich erwünschten Häuserbauen, Bäumepflanzen und Söhnezeugen.

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Im Gespräch

Die Bemühungen der „rechten“ Trittbrettfahrer, ihre Angsthasen-Traktätchen und Preußenpostillen-Abos mit dem Zugpferd Sarrazin an der Mann zu bringen und/oder Spenden einzuwerben, nerven den, der derlei zur Kenntnis nimmt, fast so sehr wie das Geschrei der Linksliberalen, das zur Kenntnis zu nehmen man nahezu gezwungen ist. (Man fragt sich wieder einmal, wann der ZdJ endlich den Konvertiten Kramer abschießt.) Die Zeit hingegen hat mit dem Zugpferd gesprochen.

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Patchwork

Um diesen FAZ.net-Artikel geht es. Viele Sachen sind sehr hübsch auf den Punkt gebracht, doch stört mich der aufgeregte, apodiktische Kurzsatzstil ein wenig. Hier schreibt erkennbar eine junge Frau, die sich ihrer Sache sehr sicher ist. Tatsächlich halten die Menschen immer schon und immer noch eine ganze Menge aus, und es war uns bis dato gar nicht aufgefallen, daß Scheidungskinder allesamt zu psychischen Wracks und/oder Kriminellen werden.

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Über den Asphalt, in den Nullerjahren

Wenn ich mich nicht täusche (und ich kann mich um zwei oder drei Tage täuschen, glaube ich aber nicht) habe ich heute mein zehnjähriges Laufjubiläum: am 18. August 2000 ging’s los. Seitdem laufe ich so etwa fünfmal die Woche meine 6 bis 7 km, und ab und zu längere Strecken.

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Flintenweiber

Ich mag das Wort „Flintenweib“ überhaupt nicht – es klingt so männerbündlerisch-angsterfüllt, so verkniffen-preußisch, es riecht so sehr nach verstunkener, heimelig-stoffeliger „Kameradschaft“. Es scheint mir ferner ein „typisch rechtes“ Angstwort, geradezu ein Wort von Kriegsverlieren für Leute, die besonders gerne Kriege verlieren.

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Ausflug in die Kulinargenetik

76px-illustration_coriandrum_sativum0.jpgBekanntlich empfinden viele Menschen, insbesondere Europäer, die die Verwendung von Koriandergrün als Küchenkraut nicht gewöhnt sind, seinen Geruch als unangenehm – nämlich als „seifig“ oder „wanzenartig“.

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Perseiden

Nun denn, schauen wir mal, ob er aufreißt, der Himmel. Wünsche wären in großer Zahl zur Hand – wenn man es denn utilitaristisch sehen darf oder sollte. Aber ach, warum diese Zurückhaltung?

Auch denken wir sogleich an Wyssozkis „Sterne“; das ist wohl unvermeidlich mit ein paar Semestern Rußland in einem anderen Leben im Hintergrund. Und diese kriegerischen Assoziationen müssen auch nicht nur unpassend sein.

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Knallt’s?

XOPOIIIO, das ist jetzt schon zwei Tage alt, es ist extrem bloggy und anderweitig schon zur Genüge verhandelt worden. Aber der Artikel auf welt.de ist von Benny Morris, also einem aus der Ersten Garde. Und die NZZ hatte neulich Ähnliches. Es sieht verdammt nach einem Schlag Israels gegen den Iran aus. Hoffen wir auf gutes Gelingen, wenn es soweit kommt, weiß Gott. :d: Morris:

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Das endgültige Ende…

… der runden Ecken in diesem Blogue, es ist gekommen. Ich kann das einfach nicht mehr sehen (und meine übrigens auch, daß man es in letzter Zeit – Gott sei Dank – etwas seltener sieht). Außerdem machen viele mit CSS-“border-radius“ formatierte Elemente (was der IE bekanntlich eh nicht darstellen kann) die Darstellung im Browser auch langsamer, wie mir aufgefallen ist. Und ein bißchen spitz darf’s eh schon sein…

Phil

Europa

Es gibt eigentlich, zumindest bezogen auf Ländernamen, nur frankophil und anglophil, zur Not noch russophil. Sicher, amerikanophil, hispanophil, polonophil, danophil etc. kann man bilden und sie werden verstanden, aber eigentlich gebräuchlich sind diese Wörter nicht. Nicht einmal italianophil ist üblich – bemerkenswert angesichts der jahrhundertealten (unerwiderten) Liebe der Deutschen zu Italien. Und was ist zum Beispiel mit Holland und Belgien? Batavophil und belgophil – das klingt nun ganz komisch. Aber man tröste sich: für …phob gilt ja genau das gleiche. (Anregung.)