Monatsarchiv für Februar 2007

Händewaschen in der Pfütze

Hm, komisches Erlebnis heute gegen 17:20… War beim Laufen. Naßkalt, so gegen vier Grad und Regen. T-Shirt, kurze Hose, wie sich das gehört. Man sieht die verspäteten Sonntagsspaziergänger dick eingemümmelt in Anorak, Kapuze und und mit Regenschirm; man hat das Gefühl, als glitten hier zwei Wahrnehmungssphären sozusagen aneinander vorbei – oder als gehörte man geradezu verschiedenen Welten an.

Dann: Wir machen unsere Liegestütze, Füße auf der Parkbank. Leider sind die Hände auf einem Weg, auf den selten die Sonne scheint – es bleibt also ein grün-scharzer Algenschmier an den Händen. Wir laufen weiter, finden das dann aber doch zu ekelig: das kann man nicht am T-Shirt abwischen. Bald ist eine Pfütze gefunden, man kniet hin, wäscht sich die Hände in ebendieser Pfütze. Dann steht man auf und rennt weiter, dabei fällt einem ein, daß das vielleicht aus der Perspektive besagter anderer Welt etwas merkwürdig ausgesehen haben muß.

Na ja, vor allem: Das war gar nicht martialisch, sondern halt eine ganz natürliche Reaktion. Ich denke mir mal, daß diese braven Leute in den Anoraks schon morgen früh wieder erheblich spartanischer sein werden als ich.

Wind und Schnee

Tja, da hätte ich mich gestern doch ein bißchen zu früh gefreut. Heute mittag beim Laufen ein richtig ätzender, eiskalter und schneidender Ostwind. Im Winter kann es eine Qual sein, gegen den Wind zu laufen, im Sommer kann es eine Qual sein, mit dem Wind im Rücken zu laufen.

Auch so gegen mittag wurde mir mitgeteilt, daß im Westfälischen Schnee liegt – seit so gegen vier schneit es hier auch.

Ich erinnere mich an den Winter 2004/2005. Da wäre ich fast durch den Winter gekommen, ohne ein einziges Mal beim Laufen lange Hosen anziehen zu müssen, aber dann kamen anfang März noch furchtbar kalte Tage. Es scheint wirklich so zu sein, daß die Winter zwar insgesamt milder werden, sich aber zeitlich auch ein bißchen nach hinten verschieben.

Kornilow

Kornilow, Lawr Georgiewitsch. Der „Mann mit dem Herz eines Löwen und dem Hirn eines Kaninchens“. Coeur de Lion. Und es hätte doch klappen können und doch ganz bestimmt nicht. Als damals vor zehn Jahren Alexander Lebed Perspektiven hatte, habe ich oft an Kornilow denken müssen. Rußland zerstört sich selbst, indem es seine besten Leute vergehen läßt.

Kornilow

(Nebenbei, das sagte neulich einmal jemand: Die gute alte Zeit, in der Männer noch wie Männer und Frauen noch wie Frauen ausgesehen haben.)

Aktion Asyl 70

Ein Foto des „Rundbunkers“ neben dem Conti-Werk, Ecke Kopernikusstraße-Weidendamm, Hannover, aufgenommen heute nachmittag. Ob das Graffito wirklich das ehrwürdige Alter hat, das sich aus der Zahl ableiten läßt? Dann wäre es tatsächlich 37 Jahre alt und gehörte geradezu unter Denkmalschutz gestellt. Zumindest seit ich in Hannover wohne – seit 1982 –, ist es dort zu sehen, und ich meine mich zu erinnern, mich schon damals darüber gewundert zu haben. Keine Ahnung auch, was das für eine „Aktion“ gewesen ist…

Aktion Asyl 70

Geleise

Fotos aufgenommen vorhin am S-Bahnhof Nordstadt. Verlinkt zu 1280×960 Größe, jeweils ca. 300 kB.

Bahngleise mit blauem Bahnhof

Bahngleise und Himmel

Bahngleise, grün