Händewaschen in der Pfütze
Hm, komisches Erlebnis heute gegen 17:20… War beim Laufen. Naßkalt, so gegen vier Grad und Regen. T-Shirt, kurze Hose, wie sich das gehört. Man sieht die verspäteten Sonntagsspaziergänger dick eingemümmelt in Anorak, Kapuze und und mit Regenschirm; man hat das Gefühl, als glitten hier zwei Wahrnehmungssphären sozusagen aneinander vorbei – oder als gehörte man geradezu verschiedenen Welten an.
Dann: Wir machen unsere Liegestütze, Füße auf der Parkbank. Leider sind die Hände auf einem Weg, auf den selten die Sonne scheint – es bleibt also ein grün-scharzer Algenschmier an den Händen. Wir laufen weiter, finden das dann aber doch zu ekelig: das kann man nicht am T-Shirt abwischen. Bald ist eine Pfütze gefunden, man kniet hin, wäscht sich die Hände in ebendieser Pfütze. Dann steht man auf und rennt weiter, dabei fällt einem ein, daß das vielleicht aus der Perspektive besagter anderer Welt etwas merkwürdig ausgesehen haben muß.
Na ja, vor allem: Das war gar nicht martialisch, sondern halt eine ganz natürliche Reaktion. Ich denke mir mal, daß diese braven Leute in den Anoraks schon morgen früh wieder erheblich spartanischer sein werden als ich.





