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Tagesarchiv für Donnerstag, den 11. Oktober 2007

Abgezockt (Odenthal; Kopper)

tatort_abgezockt.jpg„Abgezockt“, WDR, 2004, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Mario Kopper (Andreas Hoppe)

Wiederholung auf WDR 3 – Erstaustrahlung: Sonntag, 16. Mai 2004

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Geier-Marketing-Kettenbriefs-Firmen

:-)

Das habe ich mir gerade zum zweitenmal in der Wiederholung angeguckt. Ein bißchen überdreht vielleicht an einigen Stellen, aber das ist allemal besser als lahmarschig. Außerdem ist es eben an den richtigen Stellen überdreht: dort, wo die Schurken besonders schurkisch aussehen sollen, und dort, wo es darum geht, Fulminanz zu erzeugen. Und das ist es: eine fulminante Folge. Gut auf den Pudding gehauen.

Überragend: Ritchy Horst (Sebastian Blomberg) und Ursula Schäfer (Anna Schudt).

Und jawoll, an Lena beißen sich alle die Zähne aus! Die hat alle Chancen – oder sollte zumindest alle Chancen haben –, die erste Tatorts-Kommissarin zu werden, die vom Dienstantritt bis zur Pensionierung durchhält. Fände ich wirklich gut.

Ins Dunkle Drittel – Hunde mit Rücklichtern

Dunkles Drittel

Es beginnt sehr bald, das Dunkle Drittel des Jahres, die Zeit zwischen Mitte Oktober und Mitte Februar. Die Zeit der Nachtläufe auf den immer gleichen Strecken, meist nicht sehr lange Routen längs wenig befahrener Straßen oder auf irgendwelchen Wegen in Kleingartenkolonien.

Na, es sind im Grund nur zwei Strecken von sieben Kilometern Länge. Zur Monotonie des täglichen Laufens paßt es auch schlecht, sich abwechslungsreiche, „innovative“ Routen zurechzuschneidern. Man reißt die Sache halt ab wie einen Abenspaziergang. Die Stetigkeit der körperlichen Übung, auch beim Hantelstemmen vor dem Laufen, wird eigentlich erst durch die verhältnismäßige Eintönigkeit möglich. Zwar strengt man sich ziemlich an, kann aber gerade in dem festen Korsett des Programms die Gedanken laufen lassen. Weiß gar nicht, wieviele Texte ich dabei in all den Jahren schon im Kopf formuliert habe.

Heute gegen 19:00 Uhr das untrügliche Zeichen, daß es ins Dunkle Drittel geht: in den Gärten ein Köter mit Rücklicht. Wie blöd sieht das aus. Es sind Halsbänder, aber wenn man das auch aus nur mäßiger Entfernung sieht, denkt man – auch, weil das Licht rot ist – unwillkürlich, die hätten so einen Leuchtpröppel im *rschl*ch stecken.

Schlimm auch des Nachts der Anblick von Joggern mit Rücklichtlein: „Ich bin sportlich, aber verantwortungsbewußt und allemal vorsichtig.“ übel