Die Sprache des Paradieses
So hat Borges diese bemerkenswerte Sprache genannt. Er sagte auch „Einst habe ich Dich besessen, heute bist Du mir fern wie die Algebra oder der Mond.“ Damit meinte er das Deutsche – uns geht es so gerade mit seiner Sprache des Paradieses.
Wie schlicht und baukastenartig sie funktioniert. Man erwartet von einer „orientalischen“ Sprache eine gewisse Verwinkeltheit, eine Art von „Blumigkeit“, eine wolkige Schwererlernbarkeit – aber das ist überhaupt nicht der Fall. Es läuft fast alles in geregelten Bahnen. Im Vergleich zu indogermanischen Sprache wirkt Hebräisch „erfunden“, „konstruiert“.
Hebräisch ist großartig. Die älteste Sprache und die jüngste. Kristallin, schematisch, eisenhart, logisch bis zur Unheimlichkeit, knapp, kurz. Monumental und rotzig. Und die Phonetik ist ebenfalls ganz beeindruckend schlicht, zumindest in der sephardischen Aussprache, in der es keine semitischen Kehllaute mehr gibt.
Wir müssen unbedingt wieder damit anfangen.



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Geschichte spiegelt sich in den Auflagen eines Geschichtswerkes – die Rede ist von 

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Der Wind kommt heuer aus dem Osten – die Zivilisation immer schon aus dem Westen. Eine Ausgabe des Code Napoléon von 1808. Und zwar, das ist der Witz, eine zweisprachige. Ein schöner Quartband, rechte Seiten in Antiqua auf französisch, links Seiten in Fraktur auf deutsch: „Wir, Hieronymus, von Gottes Gnaden König von Westphalen…“
Bekanntlich empfinden viele Menschen, insbesondere Europäer, die die Verwendung von Koriandergrün als Küchenkraut nicht gewöhnt sind, seinen Geruch als unangenehm – nämlich als „seifig“ oder „wanzenartig“.