Europa ist so kurzsichtig! (aktualisiert)
Update: Im Figaro von gestern ein längerer Bericht über Frau Narotschnizkaja und ihre Bemühungen, im Auftrage des Zaren nun auch in Paris ein „Demokratie-Institut“ zu gründen. Sie bestreitet, von Kreml gesponsert zu werden, sondern sie werde von „15 NGOs“ unterstützt. (In Rußland scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben, daß es schändlicher ist, mit NGOs zu schaffen zu haben als mit Regierungen.)
(Der Artikel wäre allerdings überzeugender, wenn der Name ansatzweise richtig geschrieben wäre.)

Man belächelt seine alten Hysterien. Einige alte k2-Kumpane werden sich sicher an mein jahrelanges, wenn auch nicht unausgesetztes, so doch immer wieder neu aufgenommenes Toben über die neuen achteckigen, amimäßigen Polizisten-Sheriffs-Mützen erinnern. frei_sein hatte mich damals vergeblich mit dem Hinweis auf die Bayern zu trösten versucht, die sich auch an die preußischen Pickelhauben gewöhnen und von ihren hübschen Raupenhelmen Abschied nehmen mußten. Und nun: ich habe mich tatsächlich fast schon daran gewöhnt…

— und zu den Hintergründen, zur Causa also, hier:
Mich ärgert hier nicht so sehr der Fall an sich, sondern die Art, damit umzugehen. Eben der Reflex, aus allem und jedem einen Witz dreschen zu müssen. Erwischt werden und dann den, der einen erwischt hat, versuchen lächerlich zu machen. Da hat man zumindest öffentlich ein schlechtes Gewissen zu haben. Vor allem, wenn man auch noch sooo doof gewesen ist. Und in dem Verlag ist Asserates Manieren-Buch erschienen, pfui!
Die Älteste Tochter scheint auf allen möglichen Gebieten immer noch gewisse opake, schwer nur durchschaubare Sonderrechte ihr eigen zu nennen, scheint sich eines außergewöhnlichen Wohlwollens numinoser Mächte zu erfreuen, scheint gerade in den ganz wichtigen Dingen eine Art Segens-Stein im Brett zu haben. In welchem mittel- oder nordeuropäischen Land gäbe es das heute noch: Eine Sängerin stellt in einer Hommage an ihre (regionale) Heimat zunächst einmal klar, daß die eigenen Leute – blond und blauäugig sind. Und keinen scheint’s zu stören, das Lied wird ein Hit.
Vor mir liegt der 1912 in Berlin erschienene zehnte Band der dritten Abteilung des monumentalen Werkes über die „Kriege Friedrichs des Großen“, herausgegeben von der „Kriegsgeschichtlichen Abteilung II“ des „Großen Generalstabes“.

Wenn sich 




