Monatsarchiv für Februar 2008

Librarything

librarything.jpgSo, ein (für uns) neues Web.Schrei-Null-Spielzeug ist anzuzeigen: LibraryThing, zu finden sub voce librarything.de, librarything.com usw. Man kann sich eine Online-Bibliothek zusammenstellen und von dieser auf verschiedene Arten und Weisen Online-Gebrauch machen.

Von nun an werden hier mithin im Seiten-Balken Bücher angezeigt: „Random Bücher aus meiner Bibliothek“. :-) Zunächst einmal werden das Bücher sein, die ich ganz besonders mag; vielleicht ändere ich den Anzeigemodus noch.

Zu tun für mich: Verknüpfung mit meinem millionenschwangeren Amazon-Werbe-Konto aus k2-Tagen. Es wäre mir nicht auf Anhieb klargeworden, wie das geht…

Zu tun für LibraryThing: Wäre es nicht sinnvoll, wenn man von der Site aus bibliographisch überzeugende Daten exportieren könnte? Es wäre mir nicht auf Anhieb klargeworden, ob und wie das geht…

(Aufmerksam geworden wieder einmal durch Scipios Weblog „Credo ut intelligam“.)

Borowski und das Mädchen im Moor

tatort_maedchen_im_moor.jpgTatort „Borowski und das Mädchen im Moor“, NDR 2008, Klaus Borowski (Axel Milberg), Frieda Jung (Maren Eggert)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: eigentlich keines, vielleicht noch: Glucken, die aus ihren Töchtern was machen wollen

:-(

Ganz schön ballaballa, hm?

Wenn bei einem Kriminalfilm von Anfang an bekannt ist, wer der Täter ist, muß im folgenden etwas ganz besonderes geboten werden. Dieses Besondere besteht hier aus Surrealem und Groteskem bzw. „Brechungen“ davon, ferner aus viel Herumgeschrei, ein bißchen Hausfrauenprostitution, einigen cineastisch wertvollen Kameraeinstellungen und zum Schluß viel Blut.

Kann sein, daß mein Bedarf an Genreparodien durch „Die fremde Frau“ schon und bis auf weiteres gedeckt ist, kann sein, daß ich vorhin einfach zuviel Grünkohl gegessen habe – aber ich fand das allemal fad und mau. (Das erste Mal, daß ich das von einer Borowski-Folge sage, glaube ich.)

Khaki

khaki.pngGestern den ganzen Tag vom verspäteten Aufstehen bis tief in die Nacht am einer Veränderung des Farbschemas dieses Weblogs gebastelt. Ziel: Der Hintergrund sollte heller, weniger dumpfig wirken, der Text mithin klarer; alles sollte (noch) lichter und freundlicher aussehen, aber eben auch keineswegs eine weiße Web-2.08/15-Site werden.

Es war dies ein furchtbares Gepussel mit minimalen Abstufungen von Khaki-Tönen, erduldet im vollen Bewußsein der Eitelkeit allen irdischen Strebens und der Unvollkommenheit aller irdischen Bildschirmkalibrierungen. Für Leute mit zweifelhaftem Humor und zweifelhaften Interessen füge ich einen Screenshot meiner Notizdatei ein.

Schöne Sonntags-Blog-Lektüre: Martin Z. Schröder über Ligaturen.

paint.NET

paint_net.jpgVor ein paar Tagen habe ich mich genötigt gesehen, mich ein wenig mit dem freien Bildbearbeitungsprogramm paint.NET vertraut zu machen. Ich muß sagen, ich bin wenn nicht begeistert, so doch sehr angetan. Mit Vergnügen habe ich mir dieses Programm auf meinem privaten Hauptrechner installiert.

Die Bedienung ist ausgesprochen erfreulich, die Menüs sind klar strukturiert – man findet fast immer recht bald das, was man sucht. Der Funktionsumfang kann sich sehen lassen: Es gibt Ebenen und eine unbegrenzte Rückgängig-Funktion. Ton/Sättigung, Helligkeit/Kontrast, Helligkeits-Kurven und -Verteilung und so weiter, die ganzen wichtigen Sachen mithin, sind mit im Boot, auch einige nicht ganz sinnlose Effekte.

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Die fremde Frau

fremde_frau.jpgarte: „Die fremde Frau“, 2003. Darsteller: Corinna Harfouch, Ulrich Tukur etc., Regie: Matthias Glasner

Bon, eine Groschenromans-Parodie pro Monat läßt sich aushalten. Auch wenn einem nach 45 Minuten der Schädel zu dröhnen beginnt, auch und gerade wegen dieses furchtbaren Wagner-Gejaules. Also bitte: doch erst wieder Mitte März…

Wenn bei ‚ner Geschlechtsumwandlung wirklich mal ab und an etwas wie Corinna Harfouch herauskäme, könnte man fast dafür plädieren, derlei zu legalisieren — aber es war eben nur ein Film. :-D

Hm, die Pointe des Films wäre einem als durchschnittlich abgelenkter (=zerstreuter) Zuschauer eines Fernsehfilms nicht aufgelöst geworden, wenn man 10 Sekunden unaufmerksam gewesen wäre. Ich mag so etwas nicht, es wirkt so wichtigtuerisch; Fernsehen ist kein Kino.

Wenn der Familienrat öfter zusammengetreten wäre, wenn man miteinander geredet hätte, wäre das alles nicht passiert. Diese Botschaft, und sei es in gebrochen-parodistischer Weise, vermittelt zu haben, ist aber der einzige wirklich substantielle Vorwurf, den man diesem Film machen kann. (Und die Musik, natürlich.)

Lachet der alten Tanten…

faz_70.jpg…, die uns mit dürrem Finger dräun.

Das wäre heute wahrlich ein Tag für Konjunktiv-2 -Nachlesen — jedenfalls dann, wenn die Titelseite der FAZ einzelnen Tagen eine bestimmte Richtung zu geben in der Lage wäre.

Das Foto auf der Titelseite zeigt eine Auswahl von dänischen Zeitungen, die nun eine der Mohammed-Karikaturen in Jyllands Posten nachgedruckt haben. Dazu hat die FAZ damals nicht den Mut gehabt, nun langt’s immerhin zu Fotos der neuerlichen Nachdrucke, sehr lobenswert.

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Heute ist Valentinstag!

bluemchen.gifVerehrte Besucherin, lieber Besucher,

der Betreiber dieses Weblogs wünscht Ihnen und aller Welt einen frohen und gesegneten Unterschichtenfeiertag!

herzen.gif

Mitte 30

fme_ueber_dreissig.jpgFilm-Mittwoch im Ersten: „Mitte 30″, 2008, Gerrit (Mark Waschke), Sandra (Silke Bodenbender), Claudia (Anneke Kim Sarnau)

:d:

Exzellent – definitiv das beste, was wir seit Monaten im Fernsehen zu sehen bekommen haben. Spannend, subtil, witzig, ein bißchen lasziv und vor allem mit dem unbedingt notwendigen Maß an charmant-leichter Irrealität und Abstrusität ausgestattet. Letzteres wird beispielsweise gleich daran deutlich, daß das Böse zunächst auf der Beerdigung durch die Türritzen hineingekrochen kommt (sehr realistisch), sich dann aber doch aus dramaturgischen Gründen verflüchtigt. Dieser Film hält gekonnt die Waage zwischen feiner Charakterstudie und, nun ja, urbanem Märchen.

Brillant auch der Einsatz der Musik – man hört nämlich bis zum Ding-Dong gar keine und dann erst wieder ganz zum Schluß.

Nun, eine Frau flötet zunächst und versucht dann, furchtbar unauffällig zu dirigieren, eine schreit auf einmal sehr lautstark herum – das ist wiederum keineswegs märchenhaft, sondern sehr real, aber es paßt bestens. Dafür ist die Hauptrolle märchenhaft genug.

Toller Film, ein Hurra dem Filmmittwoch im Ersten!

(Nächste Woche hat es „Sophie Scholl – die letzten Tage“, ein über die Maßen großartiges Werk. Bitte, man schaue sich das an, wenn man es noch nicht kennt.)

Das Blog von Babel

borges.jpgPaul Ingendaay berichtet im Feuilleton der FAZ über Versuche der „New York Times“, Jorge Luis Borges – unter Berufung auf ein Werk einer argentinische Literaturwissenschaftlerin – zum Propheten des „Web 2.0″ zu stilisieren: „Der blinde Prophet des Cyberspace“.

„Ach je, Literaturwissenschaftler!“, möchte man aufseufzen. Niemand mag mehr etwas von „Web 2.0″ hören, schon „Blog“ ist eigentlich ein Nono-Wort – und nun werden auch sie aufmerksam.

Warum Borges? Wenn ihn das eifrige Zitieren von Literatur zu einem der geistigen Väter des Webs machte, dann wäre ausgerechnet Ernst Jünger auch einer. Gut, Borges war im Gegensatz zu Jünger kein Langweiler, aber was wäre charakteristischer für das Web als seine Langweiligkeit?

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Niedersächsische Landesgeschichte…

… zur Einstimmung auf die nun ganz drohend bevorstehende und fast schon angebrochende neue Woche.

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Roter Tod (Odenthal; Kopper)

tatort_roter_tod.jpg„Roter Tod“, SWR, 2007, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Mario Kopper (Andreas Hoppe)

Wiederholung im Ersten – Erstaustrahlung: 28. Januar 2007

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Bosheit der Pharmaindustrie

:-/

Strange, normalerweise gefallen mir Wiederholungsfolgen besser als Erstausstrahlungen, vermutlich weil ich ich bei diesen genauer hinzuschauen verpflichtet fühle als als bei jenen. Heuer war es umgekehrt. Ich hatte das damals auf k2 mit einem :-) bewertet; nun kam es mir fad vor. Vielleicht auch nur wegen der öffentlich-rechtlichen Denkweise angesichts der Absetzung: „Die Ludwigshafener Türken bedürfen nun der Schonung – also graben wir eine von den Bosheit-der-Pharmaindustrie-Folgen aus. Juhu, das ist die Lösung!“

Kann aber auch sein, daß mir einfach die unglaubliche Feststellung dieses Erdogans, daß Assimilation ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei“ die Laune verdorben hat. Nun gut, die Polen, Vietnamesen und Russen in Deutschland, die sich zu assimilieren versuchen, werden’s mit Staunen zur Kenntnis genommen haben.

Seitenwechsel

janklaas_alt.jpgNachdem ich vor nun gut drei Wochen schon mein Forum Konjunktiv 2 zum Hades geschickt habe, war es heute an der Zeit sich einer weiteren Altlast zu entledigen: ich habe den viel zu spät begonnenen Tag bis jetzt damit verbracht, meine janklaas.de Site dichtzumachen, aus deren Weblog seinerzeit das k2 hervorgegangen war.

Das alte Weblog ist (ich hatte das hier erwähnt) in etwa zur gleichen Zeit verschwunden wie k2 — aber auch der übrige Content meiner „privaten Website“ war einfach nicht mehr zeitgemäß. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, Sachen in die Tonne zu treten, in die man dereinst, vor vier Jahren nämlich, viel Zeit und Herblut investiert hatte – da war tatsächlich jede Zeile Code und jeder HTML-Tag selbstgeschrieben.

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