Monatsarchiv für März 2008

Erntedank e.V. (Lindholm)

Tatort - Erntedank e.V.Tatort „Erntedank e.V.“, NDR 2008, Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Vereinbarkeit von Kindern und Beruf

:q:

Unsäglich. Von Spannung (oder irgendwelchen anderen erfreulichen Qualitäten) keine, aber auch nicht die mindeste Spur. Stattdessen jämmerliche, allerabgestandenste „Spießer“-Karikaturen von unkrautvergiftenden, maulwürfetotschlagenden und schneckenzerstampfenden Laubenpiepern.

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Papyrus

papyrus.gifWie ungezählte andere Menschen auch habe ich an diesem Wochenende vor der Frage gestanden, ob ich mir den „islamkritischen“ Schmuddelfilm dieses Holländers anschauen soll oder nicht. Ich habe es dann bleiben lassen. Da war die vulgäre Physiognomie der Type mit ihren gefärbten Haaren, da waren die Pflicht-Abhandlungen im FAZ-Feuilleton, die uns alles wissen lassen, was wir wissen müssen.

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Runde Ecken

ecken.jpgDer Betreiber dieses Weblogs hat sich in einer nachmittäglichen Hauruckaktion einen langgehegten Traum erfüllt: Runde Ecken, wo immer es nur geht, namentlich in den Kommentarlisten. Und das alles selbstgeschrieben und ohne Tabelle – getestet mit allen wesentlichen Brausern außer MS Internet Explorer 6.

Im Ernst, ich bäte um einen Hinweis, wenn irgendwo etwas zerschossen aussieht…

Die Afrikaner

africains.gifEin wunderschönes, mitreißendes Militär-Lied, zu empfehlen insbesondere auch zur Untermalung von Leibesübungen und zu ihrer Anspornung: Les africains. Angeblich soll das auch im August 1944 bei der Landung in der Provence gesungen worden sein, ich weiß aber nicht mehr, wo ich das gelesen habe, irgendwo im Web. Einerlei:

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Ein Nachklapp

origami_kl.jpgIch habe alle Beiträge, die sich auf mein ehemaliges Forum bezogen haben und fast alle Hinweise darauf gelöscht. Die Sache ist Vergangenheit. Gescheitert ist sie letztlich an meiner Überforderung mit dem größer werdenden Projekt und daran, daß es mir nicht gelungen ist, Mitstreiter zu finden, die bereit und/oder fähig gewesen wären, die Hauptstärke des Forums weiterzuentwickeln, nämlich mit aller Konsequenz gegen Pöbel, Minus-Existenzen und Langweiler vorzugehen. Ich selbst habe mir in dieser Hinsicht einiges zuschulden kommen lassen, wofür ich nachträglich nochmals um Nachsicht bäte: Ich hätte wesentlich mehr löschen und schneller sperren, keine einzige Sperrungen hingegen rückgängig machen sollen.

Im rücksichtslose Fernhalten von Gesindel liegt meines Erachtens heute die einzige Möglichkeit, Online-Diskussionen einem zivilisierten Menschen erträglich zu machen. Gerade private Projekte, die nicht (wie faz.net :roll: ) auf eine schnelle Steigerung der Klickrate angewiesen sind, sollten hier Chancen haben, sich zu positionieren.

Bildquelle: Bimbi_OM, CC

Selbstgespräche

headset.jpgfrei_sein hat sich vor Zeiten auf Konjunktiv 2 über die Typen aufgeregt, die öffentlich mit dem Mobiltelephons-Headset Selbstgespräche führen. In diesem Zusammenhang ein scheußliches Erlebnis gestern morgen: Wir stehen an der Ampel, eine befahrene Kreuzung, ein kalter, klarer Morgen. In vielleicht zwei Metern Entfernung führt eine Frau eines der besagten Selbstgespräche.

Das Scheußliche daran: es handelt sich nicht um ein Stück Pöbel, sondern durchaus um einen Menschen mit einem Gesicht. Eine Frau wohl Mitte der Vierzig, abgefucktes, scharfes, lauerndes Gesicht, nicht dumm. Sie sitzt auf einem Mountain-Bike und führt ein intellektualisierendes Privatgespräch – natürlich über jemanden. Und selbstverständlich überlaut. Zusammengenommen also geballte, widerlichste Vulgarität, eine Beleidigung ihrer eigenen Person, meiner, aller.

Ich hätte absteigen und der eine knallen mögen. Und das wäre überhaupt das Allervernünftigste gewesen.

Ja, jemand hatte das damals festgehalten: Eine weitere Unerfreulichkeit dieser Headset-Selbstgespräche allerwegen ist, daß man die Grenzgänger, die wirklich Selbstgespräche führen, nun nicht mehr sicher erkennen und mit einem freundlichen Blick bedenken kann. :-(

Bildquelle: miki, CC

Screenshot

faz_shot.pngEin FAZ.net-Screenshot, den man sich einfach nicht entgehen lassen kann… Kann man sich an dieses Foto erinnern, daß so um den Dreh 2003 im Web kursierte: „The Main Difference Between Europe and the US“, oder so ähnlich? Daran mußte ich sofort denken.

Und, nun ja, Carla B. Ich habe Ihre erste Platte (Quelqu‘un m‘a dit) rauf und runter gehört. Sehr schön, die klug-naiven Texte und die dezenten Aufnahmen, auch einprägliche, intelligente Melodien. Leider, leider – aus und vorbei. Man kann das nicht mehr hören, ohne lachen zu müssen. :-(

Der Spectator bedankt sich

spectator_sarkozy.jpgUnd zwar in einer kratzigen Blog-Meldung bei Nicolas Sarkozy für die gelegentlich seines Besuches den Engländern angebotene Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Atomindustrie. Während die englische Regierung die letzten zehn Jahre Geld in die ineffiziente Windkraft gepumpt habe, habe Frankreich seine Atomindustrie weiter auf Vordermann gebracht – französisches Wissen auf diesem Gebiet sei mithin genau das, was man brauche.

Wie ersparen es uns, die hier naheliegenden Bemerkung zur Lage in Deutschland zu machen und verweisen im Zusammenhang mit Sarkozys Staatsbesuch auf einen bedachtsamen Kommentar von Nonnenmacher und einen interessanten Artikel von Michaela Wiegel – beide allerdings werden der Aufmerksamkeit der Leser dieses Weblogs ohnehin nicht entgangen sein.

Die SOS-fingrige Rose…

rose.jpg… sendet ganz empört Notsignale, und zwar zunächst per interner Beschwerde, dann per Brief an den Wehrbeauftragten, schließlich offensichtlich auch an den Spon. Ein echter Sympathieträger, nicht? Auch physiognomisch so ansprechend… Falls man einen Film über den drehen wollte, schlüge ich Franz-Josef Degenhardt für die Hauptrolle vor.

Nun, ein kleiner Zwischendurchaufreger, frei_sein macht mich per E-Mail darauf aufmerksam – richtig darüber aufregen sollen sich andere, Zuständigere.

Und der Spon hat allen Grund zu brennender Sorge:

Fraglos kommt der Vorgang zur Unzeit hoch. Der Ruf des KSK ist arg ramponiert: Seine Einsätze in Afghanistan beschäftigten einen Untersuchungsausschuss; es gab Hinweise auf Alkoholexzesse.

Das ist ein Fall für den Volks-Sedierungs-Beauftragten!

König Lustik

lustik.jpgEs sind hier große Plakatwände zu sehen, auf denen die Kasseler Ausstellung über Jérôme Bonaparte und das Königreich Westphalen beworben wird – leider werde ich vermutlich keine Gelegenheit haben hinzufahren. Die Rechten werden schimpfen, daß das Königreich schon im Titel der Ausstellung als „Modellstaat“ bezeichnet wird, die allermeisten anderen werden eh nur Bahnhof verstehen.

lustik_kuss.jpgWas ich ganz entsetztlich und allerunterstgrottenolmig finde, ist der Name der veranstaltenden Körperschaft: „Museumslandschaft Hessen Kassel“ übel Hingegen halte ich den Kußmund auf dem Plakat für eine zwar ahistorische, aber ausgesprochen charmante und hübsche Idee. :-)

Seenot (Blum; Perlmann)

Tatort - SeenotTatort „Seenot“, SWR & Schweizer Fernsehen 2008, Klara Blum (Eva Mattes), Kai Perlmann (Sebastian Bezzel)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines

:-)

Je nun, ein Reißer war das nun wahrhaftig nicht mit seinem recht zähen Beginn und seinem überdrehten Ende… Aber auch Perlmanns sicherer Griff in die Küchenschublade, der sofort einen Vaterschaftstest zutage fördert, und andere Kuriositäten können uns nicht dazu bringen, schlecht von einen der stets charmanten Bodenseetatorte zu sprechen.

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… und zwei Pferdchen

de_chirico_-_cavalli_in_riva_al_mare.jpgBevor jemand einen dummen Spruch macht oder auch nur auf einen dummen Gedanken kommt: es handelt sich bei den beiden neuen Pferdchen im Banner nicht primär um eine Anspielung auf das Niedersachsenroß. (Obwohl die Assoziation natürlich auch beabsichtigt ist.)

Das ist aus dem Bild „Cavalli in riva al mare“ des von mir sehr geschätzten Giorgio de Chirico, eines meiner Lieblingsmaler. Ich mag seine Schatten. :-) De Chirico und Hopper, das sind die beiden Maler unserer Tage, die ich seit einiger Zeit am liebsten sehe.

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Ein Teddybär…

teddy.pngWas um alles in der Welt fällt Kubuntu 8.04 bzw. dem mitglieferten KDE 3 ein, mir für mein Konto ausgerechnet einen Teddybären als Benutzbildchen zuzuweisen? Das ist eine Ikonographie, auf die ich seit langen Zeiten schon leicht gereizt reagiere. Außerdem wüßte ich wirklich gerne einmal, nach welchen Prinzipien da die Zuweisung erfolgt, Spracherkennung wird’s nun nicht gerade sein, und sooo furchtbar viele Standardbildchen sind auch nicht dabei.

Schnee im Frühling

schnee.jpgHeute findet alles ein bißchen später statt. Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, bin ich heute zum erstenmal nach Mitternacht gelaufen — und das nun gerade in der Osternacht.

Vor dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche nebenan brennen sie ein Osterfeuer ab, ein merkwürdiger Anblick im Wohngebiet, aber doch hübsch anzuschauen. Dennoch: Es paßt nicht. Nicht neben einer Kirche. Osterfeuer sollten mit Suff und Krach verbunden sein, nicht mit wohlanständigem Danebenstehen und ein paar Tanten-Reflexionen über den heidnischen Ursprung der Veranstaltung.

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Bräutigam des Todes

karfreitag.jpgZur spätkarfreitäglichen Erbauung ein Video: die Spanische Legion, Schrecken der Kommunisten im Bürgerkrieg, bei ihrer Paraden-Prozession. Raistlin hatte das vor Zeiten auf Konjuktiv 2 eingebaut, und ich finde es immer wieder hinreißend.

Sie singen ihr Lied, das berühmt-berüchtigte „El novio de la muerte“ – „Der Bräutigam des Todes“:

Ich bin ein Mann, den das Schicksal
Mit ehernen Klauen gezeichnet hat.
Ich bin ein Bräutigam des Todes,
Der sich mit seiner tödlichen Gefärtin
in festen Banden vereinen wird.

Und man beachte: Sie müssen den Patio mit einem Arm hochstemmen, auch das ein fesches Detail :d: .

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