Tagesarchiv für Donnerstag, den 13. März 2008

Denn was neu ist, wird alt, und was gestern noch galt…

… gilt schon heut oder morgen nicht mehr.

Allein: Ich laufe immer noch. :-) Vor 898 Tagen, am 27. September 2005, hatte ich in meinem damaligen Forum „Konjunktiv 2″ in einer in geschmacklicher Hinsicht äußerst zweifelhaften Anwandlung zwei Fotos veröffentlicht: jeweils einen Laufschuh eines Paares, daß ich mir gerade neu gekauft hatte, und einen eines Paare, das ich zweieinhalb Jahre lang in der Mangel gehabt hatte.

Man gestatte mir bitte eine Reprise. :-)

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Lindenblütentee

lindenbluetentee.jpgEs scheinen dies Tage und Nächte der Grundsätzlichkeiten zu sein. Eben gerade wird mir (nicht ganz zum erstenmal, es sei zugegeben) klar, daß das Farbschema dieses Weblogs ganz deutlich an das der sogenannten „Bibel in gerechter Sprache“ und ihres Webauftritts erinnert.

Aus einem alten FAZ-Kommentar zu diesem Machwerk in diesem Zusammenhang diese herrlichen Sätze von Lorenz Jäger: „So ein zartes Gelb auf dem Umschlag schmerzt das Auge nicht, es stimmt zum Lindenblütentee bei der Bibelarbeit. Nur das Ohr leidet. […] „Ich, Adonaj, deine Gottheit, bin eine eifersüchtige Gottheit.“ Denn schlicht vom „Herrn“ zu sprechen paßt nicht in die Zeit. So gibt es auch keine Priester mehr, sondern nur eine „mit dem Priesteramt betraute Person“. Woraus wir lernen, daß die gerechte Sprache immer auch um eine Nuance bürokratischer ist: Das Vorbild gibt der Politiker, der im Fernsehen seinen Wählerinnen und Wählern dankt.“ (F.A.Z., 06.10.2006, Nr. 232 / Seite 33)

Alles gelogen

Ihr lieben Beter, Ihr irrt Euch.

Es gibt keine Gottesmutter, es gibt keine Heiligen. Ihr betet zu Hirngespinsten – und Ihr wißt das auch. Ihr habt – sozial arrondiert und satt – Euer sympathisches Refugium gefunden. Gut. Aber Ihr wißt letztlich, daß es auf Trug und auf einem gewissen Arragement mit Euch selbst beruht.

Ich wißt vor allem und ganz selbstverständlich, daß niemand der Erlösung bedarf. Wovon denn? Die Taten der Menschen verdienen weder den Himmel noch die Hölle. Daß das Erbsündengerede Unfug ist, wißt Ihr selbstverständlich auch.

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