Monatsarchiv für März 2008

Ein Teddybär…

teddy.pngWas um alles in der Welt fällt Kubuntu 8.04 bzw. dem mitglieferten KDE 3 ein, mir für mein Konto ausgerechnet einen Teddybären als Benutzbildchen zuzuweisen? Das ist eine Ikonographie, auf die ich seit langen Zeiten schon leicht gereizt reagiere. Außerdem wüßte ich wirklich gerne einmal, nach welchen Prinzipien da die Zuweisung erfolgt, Spracherkennung wird’s nun nicht gerade sein, und sooo furchtbar viele Standardbildchen sind auch nicht dabei.

Schnee im Frühling

schnee.jpgHeute findet alles ein bißchen später statt. Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, bin ich heute zum erstenmal nach Mitternacht gelaufen — und das nun gerade in der Osternacht.

Vor dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche nebenan brennen sie ein Osterfeuer ab, ein merkwürdiger Anblick im Wohngebiet, aber doch hübsch anzuschauen. Dennoch: Es paßt nicht. Nicht neben einer Kirche. Osterfeuer sollten mit Suff und Krach verbunden sein, nicht mit wohlanständigem Danebenstehen und ein paar Tanten-Reflexionen über den heidnischen Ursprung der Veranstaltung.

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Bräutigam des Todes

karfreitag.jpgZur spätkarfreitäglichen Erbauung ein Video: die Spanische Legion, Schrecken der Kommunisten im Bürgerkrieg, bei ihrer Paraden-Prozession. Raistlin hatte das vor Zeiten auf Konjuktiv 2 eingebaut, und ich finde es immer wieder hinreißend.

Sie singen ihr Lied, das berühmt-berüchtigte „El novio de la muerte“ – „Der Bräutigam des Todes“:

Ich bin ein Mann, den das Schicksal
Mit ehernen Klauen gezeichnet hat.
Ich bin ein Bräutigam des Todes,
Der sich mit seiner tödlichen Gefärtin
in festen Banden vereinen wird.

Und man beachte: Sie müssen den Patio mit einem Arm hochstemmen, auch das ein fesches Detail :d: .

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Speak white!

Dichterlesung

Diese merkwürdige Aufnahme von Michèle Lalonde aus den frühen 70ern mag ich sehr und habe sie wirklich viele, viele Male gehört. Das im Grunde schon gegenstandslose Pathos gefällt mir aus mir selbst nicht ganz erklärlichen Gründen. Die ehemaligen „weißen Neger“ Nordamerikas haben zu dieser Zeit schon eine Stimme – und benutzen sie selbstverständlich sofort, um sich zu beklagen, um Leiden zu reklamieren und um fremdes Leid in die eigene Leidensgeschichte einzugliedern. Das ewige Spiel der intellektuellen „Nation Builders“.

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Durchetikettiert

etiketten.jpgPuh, ich war in den letzten Stunden damit befaßt, die Etiketten fast aller Beiträge dieses Weblogs zu erneuern – eine recht anstrengende, konzentrationsintensive Arbeit. „Etiketten“, so heiß hier das, was in anderen Weblogs als „Tags“ bezeichnet wird; der Anglizismus „Tags“ ist sogar mir zu kraß, und das will etwas heißen.

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1763 – der Vertrag

144px-flag_of_quebec.gifDer Verlust Neufrankreichs – welch ein Tränendrüsendrücker. (Keine Angst, bitte, ich mach’s kurz, schon um frei_seins Nerven zu schonen, der sich das alles schon mehrmals anhören mußte.) Nur habe ich halt vor einiger Zeit dieses Video zu dem Lied „1763″ der RIF-Gruppe „Trouble Makers“ gefunden – das Lied handelt vom großem Trauma der Quebecker, also vom Vertrag von Paris 1763 und damit von der Abtretung an England.

Welch ein Epos! Die ersten Zusammenstöße Mitte der 50er im Ohio-Tal. Die Siege der tapferen und landeskundigen Franzosen und ihrer indianischen Verbündeten gegen die englische Übermacht. Der schiere zahlenmäßige Druck durch die explodierende englische Bevölkerung. Die Vernachlässigung durch den Hof in Paris – es werden gar die Neuansiedlungen gestoppt.

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Das FAZ-Feuilleton…

exupery.png… dreht wieder einmal am Rädchen, würde ich sagen.

Sie melden, daß da einer „zutiefst bedauere“, den „verehrten Autor getötet zu haben“. Es geht tatsächlich um einen angeblichen ehemaligen Sportreporter, angeblich Bruder des jüngst verstorbenen „Ivan Rebroff“, der behauptet, er sei es gewesen, der Anno 44 Antoine de Saint-Exupéry abgeschossen habe.

Ja, schade, immer noch keine Ahnung von Militärgeschichte, aber die Story klingt einfach ein bißchen jämmerlich:

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Raben in der Bibliothek

babel2.jpgWird mir gerade erzählt, ich wüßte auf die Schnelle nicht, wo ich es nachprüfen sollte, aber es ist hübsch.

Also: In welchen Fachbereichs- und Seminarbibliotheken werden (wie gesagt: angeblich) nach langjähriger Erfahrung die meisten Bücher geklaut?

Jura und evangelische Theologie.

Daß Juristen klauen wie die Raben, verwundert nicht, aber bei den Theologen erstaunt’s doch…

Bildquelle: Susan Groppi, CC

Wo sind die Blogs?

blogs.pngSo, und nun noch einmal in neutralisierter, weichgespülter Form, um „freundlicher junger Mann“ nicht weiter zu beunruhigen: Wenn jemand ein etwa lesenswertes Weblog – abgesehen von den hier bereits verlinkten und dem stillgelegten von Götzen, das wegen seiner institutionellen Anbinung ein Sonderfall unter den Blogs war – namhaft zu machen wüßte, so wäre er gebeten, das hier zu tun.

:-)

Tod einer Heuschrecke (Ritter; Stark)

Tatort - Tod einer HeuschreckeTatort „Tod einer Heuschrecke“, RBB 2008, Till Ritter (Dominic Raake), Felix Stark (Boris Aljinovic)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Hedge-Fonts, Heuschrecken-Kapitalismus u.ä.

:-(

Lahm. In den ersten drei Minuten plumpsen zehn Figuren in die Handlung hinein, die Spannung in den nächsten sechzig Minuten besteht darin zu enträsteln, wer denn wer sei. Währenddessen geschieht auch nichts Nennenswertes, was uns diese Arbeit immerhin ein wenig erleichtert.

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Peking – was tun?

pekinese2.jpgDie FAZ titelt heute: „Tote in Lhasa. Aufstand der Tibeter.“ Noch ist etwas Zeit bis zum August, dennoch scheint es angesichts der jüngsten Ereignisse angezeigt, sich zu überlegen, wie man sich zu diesen „Olympischen Spielen“ stellen will. Vorschläge – in Stichpunkten:

Sich wieder und immer wieder klarmachen, daß das IOC eine Hure ist, und zwar eine von der alleruncharmantesten, vulgärsten Sorte. Daß das IOC z.B. auch „olympische Winterspiele“ an Putins subtropischen Lieblingsbadeort Sotschi am Schwarzen Meer vergeben hat.

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PNG-Graphiken mit Alphakanal als Gravatar

schwarz.gifDas funktioniert offenbar seit einigen Tagen nicht mehr…

Der Alphakanal der PNG wird sozusagen „verschluckt“ – die Bildpunkte bekommen nicht, wie es sein sollte, eine individuelle Transparenz vor dem Hintergrund zugewiesen, sondern erscheinen wie vor schwarzem Hintergrund. Das Ergebnis ist dann z.B. das (fast) schwarze Quadrat, das hier in den letzten Tagen anstelle meines Gravataren zu sehen war. Ich habe selbstverständlich keine Ahnung, ob diese Störung von Dauer sein wird.