Un‘estate tedesca – reloaded?
Et voilà, sie sind da, die ersten Autos mit schwarzrotgoldenen Fähnchen (falls sie denn jemals ganz verschwunden waren) – Anlaß genug, sich ein paar kurze Gedanken zu machen, inwiefern der Sommer 2008 dem Sommer 2006 ähneln wird.
Daß die eigentliche Party diesmal woanders stattfindet, wird niemanden am Feiern hindern – wenn die Leute feiern wollen, feiern sie. Es entfällt allerdings die Verpflichtung, sich als allzei strahlelächelnder Gastgeber zu präsentieren. Nun, international genug wird es hier nach Lage der Dinge dennoch zugehen. Wir sind ja Dauergastgeber.


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Im Postkasten die FAS von gestern – das sitzt. Nicht nett, dermaßen ad hominem zu schießen, zugegeben. Aber die Perspektive, mit dem Anblick fünf Jahre lang leben zu müssen, rechtfertig mehr noch die Aussicht auf Rot-Rot einiges, würde ich sagen. Und sieh da, sie haben ihr ein Musical aufgeführt, ihre Studenten an der „Oderuniversität Viadrina“, brav.
Nur eine ganz kurze Mitteilung in eigener Sache und in Eile… Ich habe eine neue Version der Kommentar-Korrekturfunktion installiert, die auf Anhieb nicht sehr hübsch und eher wie ein Rückschritt gegenüber der alten aussieht. Ich bäte um Nachsicht: erstens mußte ich die Erneuerung aus Kompatibiliätsgründen gleich vornehmen. Zweitens handelt es sich um eine neue Vollversion mit zwei Nullen am Ende: 2.0.0. Bevor ich also selbst im Code herumzubasteln versuche, warte ich lieber erst mal ab, ob der Autor selbst Korrekturen/Verschönerungen nachlegt.


…hocke ich an einem Morgen in einer Wissenschafts-Institution – in einer Stadt im frühsommerlichen Kaukasusvorland, dort wo noch Südrußland ist und doch schon der Nordkaukasus; in einer Stadt, die Militär ist seit ihrer Gründung, in der Bastion der Russen in dieser Gegend. Ein alter Ossete, mit dem ich mich angefreundet habe, Stalinist, wie bedenklich viele Osseten, erzählt mir von den Ereignissen des Vorabends: Sie hätten vorm Fernseher alle für „Bavaria“ geschrien, man habe sich schon gefreut, aber es sei gar nicht zu glauben, was dann noch passiert sei.
Nur ein ganz kurzer Hinweis, bin kurz vorm Müdigkeits-Kollaps: In der heutigen Papp-FAZ ein sehr interessanter, nicht zu langer Artikel zu westlichen Wahrnehmung des Dalai Lama: „Frühstück mit dem Fürsten des Friedens“. Nicht online. Der Autor rekuriert auf den 70er-Klassiker „Orientalismus“ von Edward Said – die Europäer projizierten ihre Sehnsüchte nach Love and Peace etc. in die Orientalen hinein. In diesem Fall eben in den Dalai Lama.
