Monatsarchiv für Mai 2008

Un‘estate tedesca – reloaded?

apophysis01.jpgEt voilà, sie sind da, die ersten Autos mit schwarzrotgoldenen Fähnchen (falls sie denn jemals ganz verschwunden waren) – Anlaß genug, sich ein paar kurze Gedanken zu machen, inwiefern der Sommer 2008 dem Sommer 2006 ähneln wird.

Daß die eigentliche Party diesmal woanders stattfindet, wird niemanden am Feiern hindern – wenn die Leute feiern wollen, feiern sie. Es entfällt allerdings die Verpflichtung, sich als allzei strahlelächelnder Gastgeber zu präsentieren. Nun, international genug wird es hier nach Lage der Dinge dennoch zugehen. Wir sind ja Dauergastgeber.

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Steinernes Wasser

steinernes_wasser.jpgMan betrachte sich diese Fotostrecke und wundere sich, was so alles versteinern kann: sogar Wellen und ganze Flußdeltas, bemerkenswert. :roll:

Le mal jaune

fas_jaune_0.jpgIm Postkasten die FAS von gestern – das sitzt. Nicht nett, dermaßen ad hominem zu schießen, zugegeben. Aber die Perspektive, mit dem Anblick fünf Jahre lang leben zu müssen, rechtfertig mehr noch die Aussicht auf Rot-Rot einiges, würde ich sagen. Und sieh da, sie haben ihr ein Musical aufgeführt, ihre Studenten an der „Oderuniversität Viadrina“, brav.

Todesstrafe (Saalfeld, Keppler)

Tatort - TodesstrafeTatort „Todesstrafe“, Leipzig, MDR, 2008, Eva Saalfeld (Simone Thomalla), Andreas Keppler (Martin Wuttke)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Kindesmißbrauch, Bürgerwehren, Todesstrafe

:-(

Ich möchte nicht gleich über die Neuen in Leipzig herfallen, aber ich habe die Ablösung des verschlagen-verschmitzen Ehrlichers durch eine unzivilisierte Ami-Detektivs-Karikatur als Abstieg empfunden. Furchtbar der Nadelstreifenanzug mit offenem Hemdkargen, entsetzlich die Siefeletten, peinlich die Action-Szenen, gerade das Springen von einem Häuserdach zum anderen.

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Korrekturfunktion…

Nur eine ganz kurze Mitteilung in eigener Sache und in Eile… Ich habe eine neue Version der Kommentar-Korrekturfunktion installiert, die auf Anhieb nicht sehr hübsch und eher wie ein Rückschritt gegenüber der alten aussieht. Ich bäte um Nachsicht: erstens mußte ich die Erneuerung aus Kompatibiliätsgründen gleich vornehmen. Zweitens handelt es sich um eine neue Vollversion mit zwei Nullen am Ende: 2.0.0. Bevor ich also selbst im Code herumzubasteln versuche, warte ich lieber erst mal ab, ob der Autor selbst Korrekturen/Verschönerungen nachlegt.

Auch hübsch, ein Kommentar des Autor in den CSS-Dateien: „Edit below at your own risk of cataclysmic failure“.

Bildquelle: athena., CC

Die Praktikantin

KJ erwähnt sie in seinen lesenswerten Kommentaren zum Katholikentag in Osnabrück (Teil I und Teil II), die „mythische Praktikantin“ der Online-Redaktionen.

Ich darf hier vielleicht kurz klarstellen, um wen es sich dabei handelt, wie sich dieser Archetyp konstituiert hat. In den alten Tagen des Forums Konjunktiv 2 hatten frei_sein und ich uns angewöhnt, jeden Artikel auf faz.net (teils auch auf anderen großen Nachrichten-Sites), der uns dümmlich, schnell hingeschludert, banal, pubertär oder trivial erschien, auf „die Praktikantin“ zu schieben. Gerade für das immer wieder deutlich wahrnehmbare Verflachen der großen Nachrichten-Sites an langen Feiertags-Wochenenden wurden gerne „Praktikantinnen“ in Haftung genommen. Das hat sich dann zu einem Reflex, zu einem „Running Gag“ entwickelt. So kam das…

Heute ist für die Beobachtung der Großen Praktikantin zuvörderst frei_sein zuständig, der uns über ihr Treiben dann per E-Mail informiert.

Die Namen der Kinder

namen_der_kinder.jpgDen Artikel „Die Kinder beim Namen nennen“ aus der heutigen FAZ-Heckscheibe (letzte Seite des ersten Produkts) hatte ich schon heute morgen verlinkbar auf FAZ.net gesucht – er scheint aber erst jetzt aus dem Hochsicherheitstrakt dort in dem weböffentlichen Bereich gewandert zu sein.

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Autoren aushungern – oder lieber doch nicht?

autoren_aushungern.jpgEin kurzer Hinweis für diejenigen, die es – wie ich – noch nicht mitbekommen haben und die – im Gegensatz zu mir – keinen frei_sein kennen, der sie darauf aufmerksam machte. In der FAZ hatte es in letzter Zeit zwei interessante, teils witzige Texte zum Thema „Literaturförderung“.

Im ersten polemisiert Oliver Jungen gegen die Flut von unbedeutenden, aber mit großmäuligen Namen hübschgemachten Literaturpreisen. Er meint, sie schadeten der Literatur und fordert Drastisches:

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Im Mai 1999…

159.gif…hocke ich an einem Morgen in einer Wissenschafts-Institution – in einer Stadt im frühsommerlichen Kaukasusvorland, dort wo noch Südrußland ist und doch schon der Nordkaukasus; in einer Stadt, die Militär ist seit ihrer Gründung, in der Bastion der Russen in dieser Gegend. Ein alter Ossete, mit dem ich mich angefreundet habe, Stalinist, wie bedenklich viele Osseten, erzählt mir von den Ereignissen des Vorabends: Sie hätten vorm Fernseher alle für „Bavaria“ geschrien, man habe sich schon gefreut, aber es sei gar nicht zu glauben, was dann noch passiert sei.

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Me ne frego – menefreghismo – menefreghista

me_ne_frego.jpgVinneuil hat gestern andernorts eine Filmrezension veröffentlicht, deren Lektüre ich den Hinweis auf eine sehr interessante kleine Seite zu einer ausgesprochen sympathischen Geisteshaltung verdanke: Menefreghismo, menefreghista.

Wir hatten schon auf k2 des öfteren ähnliche Gemütszustände gerühmt, ohne doch über ein treffendes Wort dafür zu verfügen. Ich hatte mich gelegentlich mit Désinvolture oder dem etwas sperrigen Unbeteiligtheit, auch mit dem leider ganz mißverständlichen Rotzigkeit beholfen.

Daß ich diese sozusagen „nicht-schlaffe“, kernige und leicht gereizte Scheißegalhaltung hinreißend finde, brauche ich hier kaum zu wiederholen.

Bildquelle: Strevo, CC

Des Dalai Lamas Kopf

Nur ein ganz kurzer Hinweis, bin kurz vorm Müdigkeits-Kollaps: In der heutigen Papp-FAZ ein sehr interessanter, nicht zu langer Artikel zu westlichen Wahrnehmung des Dalai Lama: „Frühstück mit dem Fürsten des Friedens“. Nicht online. Der Autor rekuriert auf den 70er-Klassiker „Orientalismus“ von Edward Said – die Europäer projizierten ihre Sehnsüchte nach Love and Peace etc. in die Orientalen hinein. In diesem Fall eben in den Dalai Lama.

Abgetippt:
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Blog zur Bioethik

bioethik.jpgIch lese gerade in Nikodemus‘ Blog einigermaßen perplex, daß unsere alter k2-Freund Möchtegern Betreiber des Blogs „Informationen zur Bioethik“ ist. War mir neu. Umso lieber nun verlinke ich es hier. Worum’s geht, dürfte fast selbsterklärend sein: Bioethik aus katholischer Perspektive und Lebensschutz. Um eine lobenswerte Sache, mithin.