Monatsarchiv für Juli 2008

Holodomor

Eine sehr unschöne, verstörenden Lektüre zu dieser Tageszeit, ich möchte aber dennoch darauf hinweisen: Hannes Stein berichtet auf welt.de über eine New Yorker Austellung zum „Holodomor“ – also zum stalinistischen Hunger-Genozid vor allem in der Ukranie im Rahmen der „Kollektivierung der Landwirschaft“ in den Jahren 1932/33.

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Bouchers „Liegendes Mädchen“

boucher.jpgIn meiner vor einigen Tagen eröffneten Gemäldegalerie „rechts oben“ habe ich bis dato vor allem Rokokomaler (Boucher, Fragonard), Surrealisten (Ernst), Magische Realisten (Xul Solar) und einige Präraffaeliten ausgestellt. Mein Geschmack halt. :-) Vor einigen Tagen war auch François Bouchers 1752 entstandenes Meisterwerk „Liegendes Mädchen“ dabei, sicher einer der zauberhaftesten Akte der Kunstgeschichte.

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Die schwarzweiße Raucherwand

Indem ich gerade von einer Zigarettenpause vor dem Dienstboteneingang des Etablissements hier zurückkehre, verweise ich auf einen etwas weitschweifigen faz.net-Artikel, in dem überzeugend dargelegt wird, daß früher im Fernsehen sehr viel geraucht wurde und daß das heute nur noch Helmut Schmidt darf. Und Susanne Osthoff, so wäre vielleicht zu ergänzen.

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Suchen, bis man schwarz wird – Cuil

Man verzeihe mir den Kalauer als Titel – aber es war wirklich klar, daß in dem Gewusel der weißen und pastellenen Web-2.0-Seiten demnächst mal wieder ein nennenswerter Dienst in schwarz machen würde.

Faz.net testet also die neue, schwarze Suchmaschine cuil.com und kommt zu durchwachsenen Ergebnissen. Ich habe gerade einen Blitztest gemacht und kann mich dem nur anschließen. Wenn ich zu meinem Klarnamen „ego-cuile“, finde ich meist altes Zeug, das schon gar nicht mehr im Web steht, auch viele Webspiegelungen von uraltem Usenet-Kram.

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Potenzierung

Verehrte Leserin, lieber Leser! Es handelt sich bei diesen Zeilen um einen Blog-Artikel über einen Online-FR-Artikel über eine Ausstellung über einen Film über eine Edel-Nutte. Der Artikel berichtet, wie die Ausstellung deutlich macht, wie in dem Film „schonungslos die Doppelmoral der Adenauer-Zeit entlarvt“ wird – und das ist so originell, daß ich es hier gerne weitergebe.

Karl der Kühne als Ikone

Einige der Leser dieses Weblogs denken gelegentlich über Ikonen und namentlich über Ikonisierungsprozesse nach. Vielleicht interessiert es sie da, daß die NZZ „Eine neue Ikone“ gefunden zu haben meint, denn so überschreibt sie ihren auch ansonsten etwas überzüchteten und historisch nicht sonderlich kompetenten Artikel über eine Ausstellung im Historischen Museum Basel: „Karl der Kühne“.

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Hitzewelle

Schinderbeitrag

So, also hinein in die Hitzewelle. Die Begriffsschöpfung „kataklastischer Gemütszustand“, die ich gestern rechts oben verwendet habe, möchte ich jedenfalls unbedingt auch in den regulärer Beiträgen verewigt sehen.

Heute morgen einmal wieder zum Straßenbahnfahren genötigt gewesen, mithin erfreuliche und unerfreuliche Anblicke in großer Zahl. Ich bin da schon viel duldsamer geworden, nur kurze Hosen würde ich Männern weiterhin gerne verboten sehen.

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„Pour venir avec nous, pas besoin d‘être gros“

Von meinen Hantelstemm- und Lauf-Aktivitäten hatte ich heute schon kurz „rechts oben“, also nicht für die Ewigkeit bestimmt, berichtet. Ich sollte vielleicht hinzusetzen, daß ich da keinerlei missionarischen Anspruch habe. Es ist halt mein Ding, ich mache das nun schon so lange, daß es wirklich Teil meiner Person ist – und sich oft als große Hilfe erweist, was es nicht für jeden sein muß.

Als musikalische Begleitung des Hantelstemmens (ich laufe natürlich nicht mit Knopf im Ohr) erweist sich mir recht oft Militärmusik als angenehm, in der Regel, wer hätt’s gedacht, französische.

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Borges über Israel

Peter Hammer (Köln) hat sich anscheinend von den deutlicher werdenden Mutmaßungen über einen bevorstehenden Luftschlag des Staates Israels gegen die Islamische Republik Iran inspirieren lassen, die den Alt-k2lern unter unseren Lesern vielleicht noch bekannten martialischen Gedichte von Jorge Luis Borges über Israel in sein Blog einzuspammen.

Man muß sich klarmachen, daß wir hier dem Geist der späten Sechziger Jahre begegnen – nämlich der Begeisterung des Dichters und vieler anderer Menschen im Westen über den famosen Sieg Israels im Sechstagekrieg 1967.

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„Wir haben ’ne Menge Spaß gehabt dabei…“

Zwischen neun und halb zehn zwei Runden um die Graft getobt, die üblichen sieben Kilometer.

Dabei bin ich zweimal an einem folgendermaßen komponierten Grüppchen vorbeigekommen: drei blonde Mädchen zwischen 10 und 14, oder so, ein Junge, etwas älter, und zwei Ök-Eltern um die fünfzig, er mit Drecklocks, sie im Schlabberkleid und kurzen graumelierten Haaren. Ich weiß natürlich nicht, ob es wirklich die leiblichen Eltern gewesen sind.

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Eine Wortwolke

wordle.jpgDas Ausmaß meiner Verzweiflung mag man daran erahnen, daß ich jetzt schon anfange zu versuchen, mich mit Standard-Blogger-Mist abzulenken. Und zwar in diesem Fall mit dem Spielzeug Wordle, daß aus dem RSS-Feed eines Weblogs eine Wortwolke erzeugen kann. (Java muß im Browser eingeschaltet sein, was es bei mir normalerweise nicht ist.)

Eine Tapete

tapete.jpg(Das Verfassen dieses Beitrages und besonders die dazu notwendigen Vorbereitungen haben ausschließlich der Beruhigung und Betäubung des Verfassers gedient. Am besten also gar nicht drum kümmern. Es geht um die „Default-Gravatare“ hier.)

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Mädels, Kristall und Vergleiche – ein Interview

InterviewGestern abend habe ich der Süddeutschen und dem von ihr interviewten Sprachwissenschaftler Thorsten Eitz mit einem flapsigen Spruch in der del.icio.us-Liste ganz unrecht getan – das ist mittlerweile korrigiert. Ich verspreche, demnächst die verlinkten Texte auch hin und wieder zu lesen.

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System Administrator Appreciation Day

Es ist heute der letzte Freitag im Juli, und das ist der „System Administrator Appreciation Day“. Wir haben es hier mit einem ganz merkwürdigen Feiertag zu tun, der erfahrungsgemäß nur den zu Feiernden respektive „Anzuerkennenden“ bekannt ist, nicht aber denen, die zur Anerkennung oder Würdigung aufgefordert sind. Das ganze hat also schon etwas Selbstgeschnitztes und – natürlich – Selbstrefenzielles. (Alles, was mit EDV zu tun hat, ist selbstreferenziell, so ab und zu unser Eindruck.)

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Kleine Überlegung zum Thema „RSS-Feeds“

Nach nun doch einiger Zeit als Betreiber eines Forums und nun (wieder) als Blogger bin ich zum dem Schluß gekommen, daß man RSS-Feeds, daß man die ganze RSS-Technik auch überschätzen kann. Ich habe das schon bei k2 (und k2 war für ein Forum nun wirklich bis zum Anschlag durchsyndiziert) festgestellt und sehe es nun auch hier: Es gibt ganz erstaunlich viele Leute, die nicht mit Readern arbeiten, sondern ihre Lieblingssites „zu Fuß“ absurfen.

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