Monatsarchiv für Juli 2008

Mädels, Kristall und Vergleiche – ein Interview

InterviewGestern abend habe ich der Süddeutschen und dem von ihr interviewten Sprachwissenschaftler Thorsten Eitz mit einem flapsigen Spruch in der del.icio.us-Liste ganz unrecht getan – das ist mittlerweile korrigiert. Ich verspreche, demnächst die verlinkten Texte auch hin und wieder zu lesen.

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System Administrator Appreciation Day

Es ist heute der letzte Freitag im Juli, und das ist der „System Administrator Appreciation Day“. Wir haben es hier mit einem ganz merkwürdigen Feiertag zu tun, der erfahrungsgemäß nur den zu Feiernden respektive „Anzuerkennenden“ bekannt ist, nicht aber denen, die zur Anerkennung oder Würdigung aufgefordert sind. Das ganze hat also schon etwas Selbstgeschnitztes und – natürlich – Selbstrefenzielles. (Alles, was mit EDV zu tun hat, ist selbstreferenziell, so ab und zu unser Eindruck.)

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Kleine Überlegung zum Thema „RSS-Feeds“

Nach nun doch einiger Zeit als Betreiber eines Forums und nun (wieder) als Blogger bin ich zum dem Schluß gekommen, daß man RSS-Feeds, daß man die ganze RSS-Technik auch überschätzen kann. Ich habe das schon bei k2 (und k2 war für ein Forum nun wirklich bis zum Anschlag durchsyndiziert) festgestellt und sehe es nun auch hier: Es gibt ganz erstaunlich viele Leute, die nicht mit Readern arbeiten, sondern ihre Lieblingssites „zu Fuß“ absurfen.

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Von Versuchen, einander die Sprachen streitig zu machen, und anderen Tribalismen

Wir zitieren den ersten und den letzten Absatz des Vorwortes folgenden Werkchens:

Karl der Große oder Charlemagne? Acht Antworten deutscher Geschichtsforscher / Karl
Hampe ... Berlin : Mittler, 1935. -- 124 S. (Probleme der Gegenwart)

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Sphragistisches

Ein hübscher Artikel von Matthias (ich krieg’s schon kaum noch fertig, den Namen mit zwei t zu schreiben) Rüb hilft mir aus der Patsche: Ich möchte mich unbedingt (und wiederum entgegen allen menefregistischen Idealen) über Barack Obama und insbesondere über die messianischen Erwartungen der doofen Deutschen an ihn aufregen, habe aber in den letzten Tagen kaum mitgelesen, weder in der deutschen noch in der englischen Presse: „Geschmacklos, überheblich und dumm“.

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„De la Rey“-Nostalgie

Gestern abend habe ich zu meiner eigenen Überraschung bemerkt, daß sich der „De la Rey“-Song des südafrikanischen Sängers Bok van Blerk immer noch unter den All-Time-Top-Ten meiner last.fm-Liste hält.

Es war vor 529 Tagen, am Sonnabend, den 10. Februar 2007 um 1:54 Uhr des nachts, daß Raistlin das Youtube-Video auf k2 eingebunden hatte.

Das habe ich jetzt natürlich nachgeschlagen – aber ich erinnere mich noch sehr gut an seinen lakonischen Text dazu:

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China raucht

Die International Herald Tribune unterrichtet uns ebenso amüsant wie ausführlich und kompetent über die ein wenig hilflosen und halbherzigen Maßnahmen der chinesischen Obrigkeit, zu den Olympischen Spielen einen den westlichen Gepflogenheiten auch nur entfernt ähnelnden Verfolgungsdruck auf den rauchenden Teil der chinesischen Bevölkerung aufzubauen.

Ich fasse zusammen:

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Die Sufis gewinnen die Wahl

Sträflicherweise, gerade nach den Äußerungen zur Verwerflichkeit der Involviertheit heute, schon wieder ein bloggiger Eintrag. :schäm: Die NZZ meldet: Zwei renommierte politologische Zeitschriften haben nach dem „bedeutendsten zeitgenössischen Intellektuellen“ gefragt – und unvorsichtigerweise im Web abstimmen lassen.

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Knallt’s?

XOPOIIIO, das ist jetzt schon zwei Tage alt, es ist extrem bloggy und anderweitig schon zur Genüge verhandelt worden. Aber der Artikel auf welt.de ist von Benny Morris, also einem aus der Ersten Garde. Und die NZZ hatte neulich Ähnliches. Es sieht verdammt nach einem Schlag Israels gegen den Iran aus. Hoffen wir auf gutes Gelingen, wenn es soweit kommt, weiß Gott. :d: Morris:

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JLB: An die deutsche Sprache

Ah, wie herrlich ist dieses Gedicht von Borges, wohl eines seiner bekannteren und vielleicht das Schönste, was über unsere Sprache je gesagt worden ist: An die deutsche Sprache.

(Man beachte nebenbei, daß Englisch für ihn die Sprache der Bibel ist. Er hat eine englische Großmutter, und in England liest man die Bibel, nicht aber im katholischen Argentinien.)

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Reine Religion

Olivier Roy, also nicht irgendwer, sondern einer der nennenswertesten französischen Islamspezialisten, fordert in der Online-NZZ, dem Islamismus unter anderem dadurch zu begegnen, daß man den Islam als „‚reine‘ Religion“ nimmt und betrachtet. Daß man zwischen „dem Islam“ und der „islamischen Welt“ unterscheidet, so übersetzen wir es uns.

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Jäger über von Boeselager

Lorenz Jäger stellt in der FAZ von gestern einen soeben erschienen Band mit Interviews mit dem kürzlich verstorbenen Philipp Freiherr von Boeselager vor. Und wie recht er hat – es ist alles uneinheitlich. Das trifft eigentlich immer und hier ganz besonders. Jägers Schlußpunkt:

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