Monatsarchiv für August 2008

Blinder Glaube (Ritter; Stark)

Tatort „Blinder Glaube“, RBB 2008, Till Ritter (Dominic Raacke), Felix Stark (Boris Aljinovic)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Wissenschaftler-(Mediziner)-Filz

:-)

Es gibt nichts zu mecken, aber viel zu loben – eine sehr gelungene Folge.

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Mit lateinischen Buchstaben

In der Heckscheibe der FAZ von gestern hat es einen – leider nicht online greifbaren – interessanten Artikel von Rainer Hermann über die Einführung der lateinischen Schrift in der Türkei, die sich dieser Tage zum achtzigsten Male jährt. Vor achtzig Jahren also, am 29. August 1928, ist die Cumhuriyet, das Leib- und Magenblatt, der kemalistischen Elite, zum erstenmal in lateinischen Buchstaben erschienen – die dann bezeichnenderweise als „türkische“ Buchstaben verkauft wurden.

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„Nur ein paar Wörter“

Voller Stolz präsentiere ich der ohne Zweifel äußerst interessierten Öffentlichkeit das Ergebnis meiner abendlichen Bastelstunde: es handelt sich um diese neue Rubrik im Seitenbalken, knapp unterhalb von „rechts oben“ – nämlich das, was ist (provisorisch) „Nur ein paar Wörter“ genannt habe.

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Ulfkotte in der Welt

Mit der Welt ist man in verschiedener Hinsicht Kummer gewohnt, aber daß dort nun ein Paria wie Udo Ulfkotte seine Üblichkeiten verbreiten darf, läßt schon noch einmal kurz aufmerken. Gewaltpornographie dieses Stils gehört nicht in eine Tageszeitung – wir alle kennen die Schmuddelecken der Webs, in denen sich der Mob mit derlei versorgen lassen kann. Die Welt sollte sich schämen. Ganz unmöglich.

Sticht er wieder?

Tell und BienenDie Frage wird in dem lesenswerten, aber auch irgendwie torsohaften Artikel „Wilhelm Tell oder eine Biene“ von Georg Kreis in der NZZ leider nicht beantwortet. Es geht in der Tat um die schweizerischer Identität, aber an Armin Mohlers Essay „Wilhelm Tell sticht nicht mehr. Was ist los mit der Schweiz?“ (zuerst 1981) wird nicht angeknüpft, obwohl man das sofort assoziiert.

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Nur einmal die Woche

Ne Anekdote aus dem Supermarkt. Ist schon einige Zeit her, hatte ich aber noch nirgendwo ausgetratscht. In der Schlange beim Woolworth; hinter mir stehen zwei türkische Mädchen, so siebzehn, achtzehn. Aufgemiezt nach Art der Unterschicht – sie unterhalten sich also auch in erheblicher Lautstärke. (Man muß sich ab und zu klarmachen, in welchem Maße sich diese Leute schon intergriert haben. Lorenz Jäger mal was Witziges dazu geschrieben.)

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FP: Sieben Fragen zu Rußlands Fehler(n)

Ein ziemlich kluges Interview mit Paul A. Goble auf Foreign Policy zum Georgien-Konflikt kann zur Lektüre empfohlen werden: Seven Questions: Russia’s Big Mistake. Ich fasse zusammen: Goble unterscheidet sinnvoll zwischen Ursachen (die russischen Destabilisierungspolitik) und Auslöser (Saakaschwilis Einmarsch in Süd-Ossetien) des Konflikts.

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Auf der Suche nach sich selbst

Die Heise-Meldung von heute mittag paßt ganz gut zu einem Fontblog-Thread von vorgestern, in dem ich auch was gesagt hatte („Datenhygiene beginnt vor der eigenen Tür“), sie sei daher hier erwähnt: Gemäß einer Studie googeln 70 % der Internetnutzer nach sich selbst, 63 % nach ihren Mitmenschen und 19 % nach ihren Arbeitskollegen.

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Gesellschaftsgeschichte

Der fünfte Band von Hans-Ulrich Wehlers „Deutscher Gesellschaftsgeschichte“ wird recht massiv beworben, nämlich mit einer griffigen These („Die Nazis haben die Deutschen fit für das Wirtschaftswunder gemacht.“) und einem dazu aufgebauten faz.net-Lesesaal. Eine Rezension des Werkes findet sich in der Welt. Tenor, so etwa: Klug, aber langweilig.

Wohin will der Barbar?

Einen nur abschnittsweise etwas penetrnaten, meistenteils aber witzigen und unterrichteten geschichtspolitischen Artikel liefert uns heute die TAZ. Geht um die nicht richtig verlinkbare Ausstellung „Rom und die Barbaren“ in der „Bundeskunsthalle Bonn“. Sehr zu danken ist dem Verfasser unter anderem dafür, den unbeholfen nicht-didaktischen und natürlich doch wieder erzdidaktischen Anspruch der Macher aufgespießt zu haben:

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Gut bewacht

Ich glaube, ich hatte das auf k2 schon mal gebracht, macht aber ja auch nichts, das Zitat von Herbert Rosendorfer (Deutsche Geschichte: ein Versuch, Band 2) über Friedrich II. von Hohenstaufen ist so hübsch, daß ich es hier auch haben möchte.

Man muß die Friedrich-Schwärmerei der George-Schwuppen und anderer nicht mitmachen und kann das auch nicht, wenn man brav Engels gelesen hat, aber der Faszination dieses Mannes kann man sich dennoch schwer entziehen.

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Eine Eloge auf Günter Grass…

… die ich hier vor allem um ihres Verfassers Willen notiere: Sie stammt von dem von mir sehr geschätzten Adam Krzeminsi, ward auf Welt Online veröffentlicht, ist riesen- bis elend lang und ist sicher für alle, die sich für das deutsch-polnische Verhältnis interessieren sehr interessant: „Als die Danziger sich um Oskar Matzerath scharten“.

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John Singer Sargent

Seit einiger Zeit entwickelt sich bei mir eine ausgesprochene Schwäche für das Werk des amerikanischen Porträtmalers John Singer Sargent (1856-1925) – ganz wunderbare Frauenporträts aus der englischen und amerikanischen Oberschicht. Alles ein bißchen glamourös, sehr mondän, sehr souverän und lässig – überhaupt nichts Langweiliges, Pfäffisches, Biederes, Rührseliges oder Verkniffenes. Finde ich herrlich, Kunst, wie sie sein soll.

Das Porträt der Lady Agnew of Lochnaugh ist in jeder Beziehung hinreißend, ich verwende das gleich nochmal als Beitragsbildchen – Singer selbst sah zwar nicht schlecht aus, aber doch nicht gut genug, um hier als Beitragsbild durchzugehen.

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Die Kugel kreist

Sonja Margolina – eigentlich immer recht lesenswert – analysiert in der TAZ unter dem Titel „kaukasisches Roulette“ die weltpolitische Lage angesichts des Georgien-Konflikts. Nun, die Position und die Motive der USA sieht sie, wie in Deutschland üblich, wohl als geschlossener und zielgerichteter an als sie tatsächlich sind.

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Meine wichtigsten Blogueurs-Hilfsmittel

Gna, es ist weiterhin Urlaubs- und Saure-Gurken-Zeit :kopfschmerz:. Beides sei mir Anlaß, hier eine Liste meiner liebsten Web-Blogs-Hilfsmittel zu publizieren.

Et voilà:
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